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Nr. 6179534
Konjunkturumfrage Südbrandenburg
IHK-Konjunkturumfrage Südbrandenburg
Regelmäßig werden Betriebe aus den Branchen Industrie, Bau, Handel und Dienstleistungen zu ihrer Geschäftslage und ihren Erwartungen befragt. Wir geben einen Überblick zu den Ergebnissen zum Jahresbeginn 2026.
Die gewerbliche Wirtschaft in Südbrandenburg konnte in den vergangenen Monaten ihre Lage nicht verbessern. Sie verharrt weiterhin auf niedrigem Niveau. Alle Wirtschaftszweige bekommen die strukturelle Krise in Deutschland deutlich zu spüren. Der Saldo aus guten und schlechten Bewertungen liegt bei plus neun Prozentpunkte.
Bis auf das Dienstleistungsgewerbe hat sich die Stimmung in allen anderen Branchen verschlechtert. In der Industrie hat sich zwar das Auslandgeschäft etwas belebt, die Inlandsnachfrage ist hingegen schwach. Das Baugewerbe hat mit dem Winterwetter zu kämpfen und berichtet von geringeren Aufträgen im privaten, öffentlichen und gewerblichen Sektor. Bei den Dienstleistern hat sich die Lage erfreulicherweise verbessert. Vor allem die Immobilienwirtschaft und die IT-Dienstleister berichten von guten Geschäften. Auch die privatbezogenen Dienstleister sind mit ihrem Geschäftsverlauf zufrieden. Private Verbraucher verzichten nicht auf Kultur-, Unterhaltungs- und Erholungsangebote. Im Verkehrs- und Lagereigewerbe ist die wirtschaftliche Situation hingegen angespannt.
Die hohen Kosten für Personal, Energie und Rohstoffe belasten die Unternehmen enorm. Im Handel ist die Stimmung geteilt. Während sich die Einzelhändler im stationären Handel im freien Fall befinden, berichten 42 Prozent der Online-Anbieter von gestiegenen Umsätzen. Im Großhandel hat sich die Lage deutlich verschärft. Vor allem die Nachfrage im gewerblichen Bereich ist deutlich zurückgegangen. Das Gastgewerbe konnte das Geschäftsniveau halten. Allerdings berichten sowohl das Beherbergungsgewerbe als auch die Gastronomen von nicht nur saisonal bedingten Umsatzrückgängen. Beide Branchen bekommen zunehmend die Kaufzurückhaltung der privaten Verbraucher zu spüren.
Geschäftserwartungen
Wirtschaftsfrühling bleibt aus
Ein Aufwärtstrend ist in den nächsten Monaten nicht zu erwarten. Der Saldo aus besseren und schlechteren Geschäftsaussichten beträgt minus 24 Prozentpunkte. In allen Wirtschaftsbereichen sind die Erwartungen im negativen Bereich. Die Skepsis der Unternehmen unterstreicht auch die sehr geringe Investitionsbereitschaft. Über die Hälfte der Unternehmen investiert gar nicht oder weniger. Hauptsächlich werden die geplanten Mittel für den Ersatzbedarf eingesetzt, aber immer hin mehr als 30 Prozent wollen in die Produktinnovation investieren. Größte Probleme bereiten den Betrieben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die hohen Arbeitskosten. Der Gürtel aus zu hoher Kostenbelastung, bürokratischen Auflagen und lang andauernden Verwaltungsverfahren ist für eine dynamische Entwicklung einfach zu eng. Die anhaltende große Unsicherheit sowohl der Unternehmen als auch der privaten Verbraucher erschwert eine Belebung der Konjunktur.