Sonderauswertung Amt für Statistik

Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus beauftragt das Amt für Statistik Berlin Brandenburg mit einer halb- bzw. jährlichen Sonderauswertung für die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes.

Bilanz Verarbeitendes Gewerbe Südbrandenburg Ende 2025

Die Südbrandenburger Industrie hat im Jahr 2025 deutliche Verluste verzeichnen müssen. Der Gesamtumsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent zurückgegangen auf 5,738 Milliarden EUR. Die Ausfuhrumsätze der Industriebetriebe sind um 8,6 Prozent auf 1,106 Milliarden EUR geschrumpft.
Die anhaltend schwierigen nationalen und internationalen Rahmenbedingungen haben zu einem deutlichen in- und ausländischen Nachfragerückgang geführt. Die Umsatzverluste waren in einigen Sparten so hoch, dass sie sogar existenzbedrohend wurden.

Die Umsatzzahlen für die Industrie sinken weiterhin
Quelle: (Landesamt für Statistik, IHK Cottbus)

Entwicklung in den Branchen

Die chemische Industrie ist 2025 mit einem Umsatz von 1,26 Milliarden EUR die stärkste Branche im Verarbeitenden Gewerbe in Südbrandenburg. Allerdings ist der Umsatz im Vergleich zu 2024 um 10 Prozent zurückgegangen. Seit 2023 verzeichnet diese Branche Umsatzeinbußen. Die Einbußen sind auf eine schwächere Inlands- und Auslandsnachfrage zurückzuführen. Die Ausfuhren sind um 13,0 Prozent auf 123,6 Millionen gesunken.
Zweitstärkster Wirtschaftszweig ist die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln mit einem Umsatz von 815,0 Millionen EUR, dort wurde ein Plus von 3,0 Prozent verzeichnet. Die Hersteller von Papier, Pappen und Waren daraus konnten ein Umsatzplus von 3,5 Prozent erwirtschaften. Erhebliche Umsatzverluste mussten hingegen der Maschinenbau (minus 30,8 Prozent ) und die Hersteller von Glas- und Glaswaren (minus 24,3 Prozent) verzeichnen. Auch in dem Bereich Reparatur und Installation von Maschinen u. Ausrüstungen sind die Umsätze geschrumpft (minus 16,1 Prozent).

(Landesamt für Statistik, IHK Cottbus)