IHK-MEDIENINFO NR. 17/26 VOM 17.3.2026

Viele bergische Unternehmen befürchten deutliche Auswirkungen des Iran-Kriegs auf ihre Umsätze

Mehr als 330 Unternehmen haben sich an IHK-Blitzumfrage beteiligt.
Die Bergische IHK hat im Rahmen einer Blitzumfrage die bergischen Unternehmen gefragt, welche Auswirkungen sie durch den Krieg im Nahen Osten befürchten. Insgesamt haben sich über 330 Unternehmen daran beteiligt. Die Ergebnisse sind beunruhigend: Mehr als jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) befürchtet durch den Iran-Krieg und seine Auswirkungen deutliche Umsatzeinbußen, fünf Prozent erwarten erhebliche Umsatzrückgänge und zwei Prozent sehen sogar ihre Existenz gefährdet. 44 Prozent hoffen, dass es bei geringen Einbußen bleiben wird. 19 Prozent gehen davon aus, dass die Krise keinerlei Auswirkungen auf ihre Geschäfte hat.
Besondere Sorgen machen den Unternehmen die drastisch gestiegenen Treibstoff- und Energiekosten sowie die dadurch erwartbare deutliche Verteuerung von Logistikleistungen und die daraus folgenden allgemeinen Kostensteigerungen. Immerhin befürchten im Moment nur zehn Prozent der Betriebe, dass ihre Lieferketten unterbrochen werden.
Geschäftskontakte in den Nahen Osten haben dagegen nur 13 Prozent der antwortenden Unternehmen. Die meisten in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Saudi-Arabien, Israel sowie die kleineren Golfstaaten wie Katar, Bahrain und Kuwait. Der Umsatzanteil des Nahost-Geschäfts nimmt bei über 60 Prozent dieser Betriebe dabei weniger als 10 Prozent ein. Auch beschäftigt fast kein Unternehmen dort eigene Mitarbeiter. Allerdings befürchten fast alle Unternehmen, die im Nahen Osten mehr als 10 Prozent Umsatzanteil haben, dass die erwarteten Einbußen erheblich bis existenziell für sie sein werden.
Von den antwortenden gut 330 Unternehmen waren 31 Prozent Dienstleister, 28 Prozent Industriebetriebe und 14 Prozent Großhändler. Der Rest verteilt sich auf die weiteren Branchen wie Einzelhandel, Verkehrsgewerbe sowie Banken und Versicherungen. Über zwei Drittel der Unternehmen gaben an, bis zu 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beschäftigen, weitere 13 Prozent bis zu 50 Beschäftigte, 9 Prozent bis 100 und lediglich 9 Prozent hatten mehr als 100 Beschäftigte.
Ansprechpartner für das Thema Außenwirtschaft in der Bergischen IHK sind Dr. Daria Stottrop, d.stottrop@bergische.ihk.de, und Jasper Rust, j.rust@bergische.ihk.de.