Medieninfo 24/26 vom 24.04.2026

Bergische Unternehmer treffen Bundestagsabgeordnete in Berlin

Kritischer Austausch zur wirtschaftlichen Lage.
Nachdem im Dezember rund 20 bergische Unternehmer mit einer gemeinsamen Aktion in der Wupper auf die strukturelle Krise der Industrie aufmerksam gemacht hatten, setzte die Bergische IHK flankiert von der DIHK diesen Impuls nun in Berlin fort. Im Rahmen eines Treffens mit dem parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Stefan Rouenhoff, den bergischen Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt und Helge Lindh sowie Dr. Philipp Rottwilm führten Vertreter das IHK-Präsidiums einen offenen und zugleich kritischen Dialog über die aktuelle wirtschaftliche Lage.
Dabei wurde deutlich: Die Herausforderungen sind erkannt. Nun geht es um entschlossenes Handeln. IHK-Vizepräsident Dr. Andreas Groß brachte es auf den Punkt: „Wir haben in Deutschland kein Erkenntnisproblem. Was fehlt, sind Mut und Ehrlichkeit für eine klare Industriestrategie sowie die Bereitschaft zu unpopulären Reformen.“
IHK-Präsident Henner Pasch unterstrich die zentrale Rolle des Mittelstands: „Der industrielle Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und damit zugleich eine tragende Säule unseres Sozialstaats und unserer Demokratie.“ Ergänzend appellierte IHK-Vizepräsident Dr. Roman Diederichs an die Politik: „Vertrauen Sie uns Unternehmern. Wir sind Teil der Lösung und bieten unsere Unterstützung aktiv an.“
In der Einschätzung der angespannten wirtschaftlichen Situation herrschte unter allen Beteiligten Einigkeit. Die bereits angestoßenen sowie geplanten Maßnahmen der Bundesregierung wurden jedoch intensiv und kritisch hinterfragt. Im Fokus standen unter anderem die Auswirkungen der Erbschaftsteuer auf Familienunternehmen, die Entwicklung der Strompreise, der zunehmende internationale Wettbewerbsdruck sowie die Folgen einer schwächelnden Industrie für das Sozialsystem.
Zwei zentrale Punkte kristallisierten sich im Verlauf des Gesprächs heraus: Zum einen besteht breiter Konsens darüber, dass umfassende Reformen notwendig sind. Zum anderen kommt es entscheidend auf die Geschwindigkeit ihrer Umsetzung an. Abschließend vereinbarten die Teilnehmenden, den konstruktiven Austausch auch künftig fortzusetzen.