Innovation und Umwelt
Förderung von Forschung und Entwicklung
Die Länder, der Bund und die Europäische Union stellen für die gewerbliche Wirtschaft eine Vielzahl von Förderprogrammen für die Bereiche Forschung, Technologie und Entwicklung zur Verfügung. Die Förderung kann in Form eines Zuschusses im Rahmen der Projektförderung oder in Form eines zinsgünstigen Darlehens im Rahmen eines Kreditprogramms erfolgen. Viele Förderprogramme richten sich ausschließlich an kleine und mittelständische Unternehmen oder Existenzgründer.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie pflegt eine Datenbank, in der alle wesentlichen Förderprogramme und Finanzierungshilfen von Bund, Land und EU zu finden sind.
Landesprogramme
- Mittelstand Innovativ und Digital
Das Förderprogramm Mittelstand Innovativ & Digital (MID) vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gliedert sich in drei Teilprogramme mit unterschiedlichen Ausrichtungen:
- MID-Digitalisierung ermöglicht es Unternehmerinnen und Unternehmern, ihre Betriebsabläufe effizient und digital abzubilden und projektbezogen externe Unterstützung für speziell auf den Betrieb zugeschnittene Umsetzungsdienstleistungen hinzuzuziehen. Mithilfe eines
- MID-Assistenten oder einer MID-Assistentin kann eine Hochschulabsolventin oder ein Hochschulabsolvent neu eingestellt werden und so ein konkreter Wissenstransfer von Hochschulen in den Betrieb hinein vollzogen werden.
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MID-Digitale Sicherheit ist das dritte Teilprogramm und unterstützt Unternehmen dabei, ihre IT-Infrastruktur resilienter gegenüber Cyberangriffen zu machen. Gefördert werden können Risikoanalysen, Schulungen von Mitarbeitenden und der Erwerb von Hard- und Software für den IT-Basisschutz.
Bundesprogramme
- Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes: Die Bundesregierung hat eine zentrale Förderberatung „Forschung und Innovation” eingerichtet. Ziel ist es, den Zugang von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu den Forschungs- und Innovationsprogrammen von BMBF, BMWi, BMU und BMVBS sowie Landes- und EU-Programmen zu erleichtern.
Über die zentrale Förderberatung haben Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie kleine und mittlere Unternehmen einen beschleunigten Zugang zu den Förderprogrammen. Schnell und verlässlich werden über das kostenlose Beratungstelefon mit der Rufnummer 0800 2623 008 Antworten zu Verfahrenswegen und Konditionen der Programme von Bund, Ländern und der Europäischen Kommission gegeben.
- INNO-KOM (FuE-Förderung gemeinnütziger externer Industrieforschungseinrichtungen - Innovationskompetenz): Im Mittelpunkt stehen
Industrieforschungseinrichtungen in strukturschwachen Regionen in ganz Deutschland (ab 2017). Von den Forschungsergebnissen aus diesen Einrichtungen profitieren insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen, die die Wirtschaft in strukturschwachen Regionen dominieren. Förderfähig sind marktorientierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, Vorhaben der Vorlaufforschung sowie investive Vorhaben zur Verbesserung der wissenschaftlich-technischen Infrastruktur.
- goInno (BMWi Innovationsgutschein): Mit goInno werden externe Management- und Beratungsleistungen zur Vorbereitung und Durchführung von Produkt- und technischen Verfahrensinnovationen gefördert. Bis zu 50 Prozent der Ausgaben für externe Beratungsleistungen werden abgedeckt. Unternehmen zahlen nur den Eigenanteil zu den Beratungskosten. Die Leistungen dürfen nur durch autorisierte Beratungsunternehmen erbracht werden.
- WIPANO (Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen): Das BMWi unterstützt Hochschulen, Unternehmen und freie Erfinder bei der rechtlichen Sicherung und wirtschaftlichen Verwertung ihrer innovativen Ideen mit dem Programm WIPANO.
- Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM): Das ZIM ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm. Mittelständische Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die mit ihnen zusammenarbeiten, erhalten Zuschüsse für anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die zu neuen Produkten, technischen Dienstleistungen oder besseren Produktionsverfahren führen. Wesentlich für eine Bewilligung sind der technologische Innovationsgehalt sowie gute Marktchancen der geförderten FuE-Projekte.
Gefördert werden:
- ZIM-Einzelprojekte: einzelbetriebliche FuE-Projekte von KMU
- ZIM-Kooperationsprojekte: FuE-Kooperationsprojekte zwischen Unternehmen und zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen
- ZIM-Kooperationsnetzwerke: Kooperationsnetzwerke (mehrere KMU + Partner)
- Steuerliche Forschungszulage:
- Ziel der Steruerlichen Forschungsförderung ist es, Unternehmen bei ihren FuE-Aktivitäten zu unterstützen und mehr Innovationen im Land zu generieren. Die Förderung kann von allen steuerpflichtigen Unternehmen in Deutschland beantragt werden – technologieoffen und unabhängig von der Unternehmensgröße. Eine jährliche Fördersumme von bis zu 3 Millionen Euro ist möglich, bei KMU bis zu 4,2 Millionen Euro. Das Antragsverfahren ist einfach, schnell und digital.
- BAFA INVEST - Investitionszuschuss Wagniskapital: INVEST richtet sich an junge innovative Unternehmen und private Investoren. So sollen die Unternehmen bei der Suche nach einem Kapitalgeber für das benötigte Startkapital unterstützt und private Investoren - insbesondere Business Angels - motiviert werden, überhaupt oder mehr als bisher Wagniskapital für diese Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Die Förderung besteht aus einem Erwerbszuschuss und zusätzlich aus einem Exitzuschuss.
EU-Programme
- KMU-Instrumente der Nationalen Kontaktstelle KMU: Darin können KMU konkrete Ideen zur Marktreife entwickeln. Es vereint schnelle Förderentscheidungen, weitgehend themenoffene Förderung und einen drei-Phasen-Ansatz. Die Förderung von einzelnen KMU ist möglich. Antragsberechtigt sind ausschließlich gewinnorientierte KMU, welche die KMU-Kriterien der Europäischen Union erfüllen und ihren Sitz in den EU-Mitgliedstaaten oder an Horizont 2020 assoziierten Ländern haben
- Eurostars - Das Förderprogramm für forschungstreibende KMU: Eurostars ist ein gemeinsames Förderprogramm von EUREKA und der Europäischen Kommission, das auch unter Horizont 2020 unter dem Namen Eurostars 2 fortgeführt wird. Ziel von Eurostars ist es, kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) verstärkt für eine europäische Zusammenarbeit in Forschungs- und Entwicklungsprojekten zu motivieren.
