Neuordnung der Bauberufe sowie Bauzeichner/-in

Ab dem 1. August 2026 tritt die Verordnung zur Neuordnung der Bauberufe in Kraft. Sie wurde am 6. Juni 2024 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und gilt für alle Ausbildungsverhältnisse, die ab diesem Datum starten.

Was ändert sich?

Die Neuordnung bringt wichtige Anpassungen mit sich, die die Ausbildung in den Bauberufen moderner, durchlässiger und zukunftsorientierter machen:
  • Gestreckte Abschlussprüfung:
    Für die dreijährigen Ausbildungsberufe wird künftig eine gestreckte Abschlussprüfung eingeführt. Damit wird die Prüfung stärker an den Lernfortschritt angepasst und praxisnäher gestaltet.
  • Anrechnungsmodell für zweijährige Berufe:
    In den zweijährigen Ausbildungsberufen sorgt das neue Anrechnungsmodell für mehr Durchlässigkeit und ermöglicht einen einfacheren Übergang in die dreijährigen Berufe.
  • Modernisierte Ausbildungsinhalte:
    Die Ausbildungsordnungen wurden umfassend überarbeitet – mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Digitalisierung. Damit werden die künftigen Fachkräfte gezielt auf die Anforderungen des modernen Bauwesens vorbereitet.
Kompakte Informationen zur Neuordnung generell erhalten Sie auf der Webseite des Bundesinstituts für Berufsbildung: Ausbau, Hochbau, Tiefbau - Modernisierung auf allen Ebenen
Bitte beachten Sie auch die Umsetzungshilfen zu den jeweiligen Berufen, die das Bundesinstitut für Berufsbildung zur Verfügung stellt. Diese Hilfen finden Sie auf derWebseite unter „Ausbildung gestalten“.

Neuordnung Bautechnischer Konstrukteur

Die Verordnung, mit der die Berufsausbildung zum Bautechnischen Konstrukteur und zur Bautechnischen Konstrukteurin neu geordnet wird, ist am 8. September 2025 im Bundesgesetzblatt erschienen. Sie tritt am 1. August 2026 in Kraft.
Zudem tritt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Bauzeichner/zur Bauzeichnerin vom 12. Juli 2002 mit Ablauf des 31. Juli 2026 außer Kraft.
In den letzten Jahren hat sich insbesondere durch die Einführung von Building Information Modeling (BIM) die Art und Weise, wie Bauprojekte geplant und umgesetzt werden, erheblich verändert, was einen direkten Einfluss auf das Berufsbild des Bauzeichners und der Bauzeichnerin hat.
Die traditionelle sequenzielle Planung von Bauprojekten in verschiedenen Phasen ist einer kooperativen Zusammenarbeit aller Beteiligten an einem integrierten 3D-Modell gewichen. Dies ermöglicht es, alle relevanten Aspekte eines Bauwerks, wie Architektur, Heizung, Lüftung, Elektrik usw., frühzeitig in einem Modell zu erfassen und potenzielle Probleme vor der Bauausführung zu vermeiden. Die für die Zusammenarbeit notwendigen Kompetenzen wurden stärker in den Ausbildungsinhalten verankert und die Ausbildungsverordnung wurde insgesamt an die veränderten Anforderungen und Arbeitsweisen in der Baubranche angepasst.
Weiterführende Informationen finden Sie auf derWebseite des Bundesinstituts für Berufliche Bildung.