Berichtsheft


Richtlinien über das Führen des  Ausbildungsnachweises (Berichtsheft)

Das Führen von Ausbildungsnachweisen durch den Auszubildenden/die Auszubildende hat ab 2005 in nachstehender Form zu erfolgen:
  1. Es ist sicherzustellen, dass der zeitliche und sachliche Ablauf der Berufsausbildung für alle Beteiligten - Auszubildender/Auszubildende, Ausbildungsstätte, Berufsschule und gesetzliche Vertreter des Auszubildenden/der Auszubildenden - in einfacher Form nachweisbar gemacht wird.
  2. Dem Ausbildungsnachweis sind die Ausbildungsordnung bzw. die noch weiter anzuwendenden Ordnungsmittel zugrunde zu legen. Der Ausbildungsnachweis soll der Systematisierung der Berufsausbildung dienen.
  3. Der Auszubildende/die Auszubildende führt den Ausbildungsnachweis auf beiliegendem Formblatt oder in entsprechender elektronischer Form.
  4. Der Ausbildungsnachweis ist von dem Auszubildenden/der Auszubildenden im Allgemeinen wöchentlich, jedoch mindestens monatlich zu führen. Der Ausbildende oder der Ausbilder/die Ausbilderin hat den Ausbildungsnachweis mindestens monatlich zu prüfen und abzuzeichnen.
  5. Er/Sie hat dafür Sorge zu tragen, dass auch die gesetzlichen Vertreter des Auszubildenden/der Auszubildenden sowie die Vertreter der Berufsschule in angemessenen Zeitabständen von dem Ausbildungsnachweis Kenntnis erhalten und dies unterschriftlich bestätigen.
  6. Ein ordnungsgemäß geführter Ausbildungsnachweis ist Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung. Eine Bewertung in der Abschlussprüfung ist nicht zulässig.

Elektronisch geführte Ausbildungsnachweise (Berichtshefte)

Aufgrund des am 10.03.2017 im Bundesrat beschlossenen Gesetzes zum Abbau verzichtbarer Anordnungen der Schriftform im Verwaltungsrecht des Bundes wird es nun ausdrücklich ermöglicht, den Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) schriftlich oder alternativ auch in elektronischer Form zu führen. Dies ist im Ausbildungsvertrag anzugeben.
Die IHK für Oberfranken Bayreuth bietet ihren Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, die elektronischen Ausbildungsnachweise über eine cloud-basierende Online-Plattform zu führen. Hierfür steht kostenlos das System des Serviceportal Bildung zur Verfügung.
Selbstverständlich ist es auch möglich die Systeme anderer Anbieter zur Führung der elektronischer Ausbildungsnachweise zu nutzen, sofern die angebotene Form den Vorgaben entspricht.

Vorteile des digitalen Berichtsheftes

  • Berichtshefte führen, prüfen und abzeichnen wo und wann Sie wollen – von jedem Endgerät mit Internetzugang. Die Übergabe von Hand entfällt.
  • einfach Kontrolle des Ausbildungsfortschrittes aller zugewiesenen Auszubildenden
  • Reduzierung des Papierverbrauches und des Verwaltungsaufwandes
  • kostenlose, rein digitale Berichtsheftführung für alle Mitgliedsunternehmen der IHK für Oberfranken Bayreuth über das Serviceportal Bildung

Anlegen des digitalen Berichtheftes über die IHK für Oberfranken in 5 Schritten

  1. Alle Beteiligten (Ausbilder, Azubi, Ausbildungsbeauftragte) benötigen ein eigenes Nutzerkonto unter “meine.ihk.de”.
    Hier gelangen Sie direkt zur Registrierungsseite von meine.ihk.de.
  2. Der Unternehmensadministrator für das digitale Berichtsheft beantragt über sein persönliches Nutzerkonto die Unternehmensregistrierung.
    Hierzu ist unter dem Bereich “Funktionen” die Kachel “Neues Unternehmen anlegen” auszuwählen und die Unternehmensdaten anzugeben. Durch Absenden des Formulars wird der Registrierungsantrag an die IHK für Oberfranken gesendet.
  3. Das Unternehmen erhält nach ein paar Werktagen postalisch ein Schreiben mit dem Aktivierungskennwort.
  4. Sobald das Aktivierungskennwort vorliegt, melden Sie sich erneut unter meine.ihk.de an und wählen im Bereich “Funktionen” die Kachel “Unternehmen aktivieren”. Hier muss neben dem Aktivierungskennwort noch die Unternehmens-ID sowie die Kammernummer (106) eingegeben werden.
  5. Jetzt kann der Unternehmensadministrator die Nutzerrollen (Ausbilder, Azubi, Ausbildungsbeauftragter) vergeben.
Das Digitale Berichtsheft kann nun über die separate Website bildung.ihk.de genutzt werden.
Zusätzliche Hilfen zur Funktion des Digitalen Berichtsheftes finden Sie rechts unter “Weitere Informationen”.

Kontrolle des Ausbildungsnachweises

Der Ausbildungsnachweis kann bei der Prüfung vom Prüfungsausschuss kontrolliert werden. Dazu ist der Ausbildungsnachweis in kontrollierbarer Form am Prüfungsort vorzulegen, d.h. die Möglichkeit zur Einsichtnahme muss durch den Prüfling sichergestellt werden.
Dies kann erfolgen in:
  1. Ausgedruckter und unterschriebener Form
  2. Digitaler Form mit unterschiebener Urheberschaftserklärung (PDF-Datei · 415 KB)

    Hierzu ist folgendes zu beachten:
  • Das für die Einsichtnahme notwendige Gerät (Tablet oder Laptop) ist vom Prüfling mitzubringen.
  • Speichermedien, wie USB-Sticks oder die bloße Mitteilung von Online-Zugängen, Passwörtern o.ä. werden nicht akzeptiert.
Ist die Einsichtnahme durch den Prüfungsausschuss nicht möglich, so gilt der Ausbildungsnachweis als nicht vorgelegt. Die Prüfungseinladung ist entsprechend zu beachten.