Tag der Logistik 2026
Anlässlich des bundesweiten Tags der Logistik öffnete der bayernhafen Bamberg seine Tore und gewährte Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Region umfassende Einblicke in die Leistungsfähigkeit moderner Binnenhäfen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der WiR Wirtschaftsregion Bamberg – Forchheim, der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth sowie der bayernhafen Gruppe veranstaltet.
Für die Zukunftsfähigkeit der Binnenhäfen steht auch die bundesweite Kampagne #HafenFan, an der sich die bayernhafen Gruppe beteiligt. „Ziel ist es, Binnenhäfen stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und ihre Rolle als leistungsfähige logistische Drehscheiben sowie als Vorbilder für nachhaltigen Güterverkehr sichtbar zu machen. Mit unserem Engagement zeigen wir, wie Wirtschaftsräume verbunden und gleichzeitig CO₂-ärmere Transportlösungen ermöglicht werden“, erklärt Marius Haberkorn, Assistent der Niederlassungsleitung der bayernhafen Gruppe
Als trimodale Logistikdrehscheibe verbindet der bayernhafen Bamberg die Verkehrsträger Wasser, Schiene und Straße und ermöglicht so effiziente, resiliente und zunehmend nachhaltige Transportlösungen für die regionale Wirtschaft. „Der bayernhafen Bamberg ist ein bedeutender Standortfaktor für Oberfranken. Er stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und sichert langfristig Arbeitsplätze in der Region. Gerade vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an nachhaltigere Lieferketten gewinnt die Verlagerung von Güterverkehren auf umweltfreundlichere Verkehrsträger weiter an Bedeutung“, betont IHK-Vizepräsident Herbert Grimmer. „Trimodale Standorte wie der Hafen Bamberg ermöglichen die effiziente Verknüpfung der Stärken der einzelnen Verkehrsträger und tragen zur Entlastung unserer Straßen bei. Gleichzeitig müssen wir den Sanierungsstau in der Verkehrsinfrastruktur dringend abbauen, um diese Potenziale künftig vollständig nutzen zu können“, ergänzt IHK-Verkehrsreferent Stephan Jarmer.
Der Standort blickt auf eine lange Tradition zurück: Bereits 1912 entstand mit dem Luitpoldhafen ein erster bedeutender Hafenbereich. Der heutige Hafen wurde Ende der 1950er Jahre errichtet und 1962 eingeweiht. Einen entscheidenden Entwicklungsschub brachte 1992 die Fertigstellung des Main-Donau-Kanals, der eine durchgehende Wasserverbindung von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer ermöglicht.
Heute präsentiert sich der Hafen als moderner Logistikstandort mit rund 70 ansässigen Unternehmen auf einer Fläche von etwa 100 Hektar. Die bayernhafen Gruppe betreibt insgesamt sechs Standorte in Bayern und ist nach der Deutschen Bahn der zweitgrößte Eisenbahninfrastrukturbetreiber im Freistaat. Über das Terminal bestehen regelmäßige Verbindungen zu den Seehäfen Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven – aktuell mit drei Ganzzügen pro Woche. Neben Agrarprodukten werden im Hafen unter anderem chemische Erzeugnisse, Baustoffe, Glasrohstoffe und Holz umgeschlagen, insbesondere über die Schiene. Ein weiteres wichtiges Standbein ist der Kreuzfahrttourismus mit bis zu 800 Schiffen jährlich. Umfangreiche Dienstleistungen wie Trinkwasserversorgung, Entsorgung und Landstrom machen den Standort zusätzlich attraktiv für Reedereien.
Als Beschäftigungsmotor spielt der Hafen eine zentrale Rolle: Mehr als 2.000 Arbeitsplätze bestehen direkt im Hafengebiet. Einschließlich indirekter Effekte hängen rund 6.000 Arbeitsplätze in der Region vom Hafen ab.
