Einschränkungen auf der Brenner-Autobahn durch den Neubau der Luegbrücke
Seit dem 1. Januar 2025 kommt es zu Einschränkungen auf der Brenner-Autobahn durch den Neubau der Luegbrücke.
Behinderungen und Einschränkungen am Brenner (A 13) wegen der Renovierung der Luegbrücke seit 2025
Luegbrücke Brenner
Behinderungen und Einschränkungen am Brenner (A 13) wegen der Renovierung der Luegbrücke seit 2025
Die Brenner-Autobahn A13 stellt eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen für die oberfränkische Wirtschaft in Richtung Österreich und Italien dar und ist entscheidend für den deutsch-italienischen Handel. Über 250 Unternehmen im Kammerbezirk pflegen Geschäftsbeziehungen zu Italien. Die Verkehrsbelastung auf dieser Strecke hat kontinuierlich zugenommen, mit derzeit rund 2,5 Millionen Lkw, die jährlich über den Brenner fahren.
Die Luegbrücke, die aus den 1950er Jahren stammt, muss aus Sicherheitsgründen umfassend saniert werden, da die statischen Anforderungen und die Breite der Fahrspuren nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen. Der Neubau der Luegbrücke erfolgt von 2025 bis 2027.Die größte Herausforderung besteht darin, den Transitverkehr während der Sanierungsarbeiten aufrechtzuerhalten. Sperrungen oder reduzierte Fahrspuren sind unvermeidlich. Gleichzeitig wird in Deutschland, Österreich und Italien an der Schienen- und Straßeninfrastruktur gearbeitet, der Brennerbasistunnel wird erst 2032 verfügbar sein.
Während der Bauzeit ist daher mit Verzögerungen im Transportverkehr zu rechnen, was zu unvorhersehbaren und unzuverlässigen Lieferzeiten führen kann. Umleitungen werden notwendig sein, was zusätzliche Zeit und Kosten verursachen dürfte.
Obwohl der Bau des Brenner-Basistunnels voranschreitet, wird dieser erst in den 2030er Jahren seine volle Wirkung entfalten. Die Tauernautobahn kann aufgrund bereits hoher Belastungen nur bedingt als Entlastungsstrecke dienen.
Geplante Maßnahmen und Einschränkungen an der Luegbrücke:
- Einspurigkeit Luegbrücke: Um die Bestandsbrücke statisch zu entlasten, ist auf der Luegbrücke seit 1. Januar 2025 eine einspurige Verkehrsführung in beide Fahrtrichtungen notwendig. Damit an Tagen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen lange Verzögerungen und Staus verringert werden können, wurde eine temporäre Zweispurigkeit durch eine besondere Verkehrsführung eingerichtet.
- An rund 180 Tagen im Jahr wird eine solche zweispurige Verkehrsführung flexibel eingerichtet - je nach Bedarf entweder in Richtung Norden oder Süden. Zusätzlich sind Maßnahmen wie Kontrollsystem, zusätzliche Lkw-Fahrverbote, eine Section Control, zusätzliche Verkehrsbeeinflussungs-Anlagen aktiv. Eine europaweite Informationskampagne sorgt auch in anderen Ländern für eine umfassende Kommunikation der Maßnahmen.
Wie funktioniert die temporäre Zweispurigkeit?
- Der Schwerverkehr (alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen) wird im Zulauf vor der Luegbrücke mit Hilfe von Verkehrsschildern von der rechten Spur auf die linke Spur geleitet. Dadurch wird gewährleistet, dass die größte Last zentriert auf der Brücke unterwegs ist und sie dadurch entlastet wird. Der Pkw-Verkehr kann beide Spuren befahren.
Die ASFINAG hat gemeinsam mit dem Land Tirol einen Fahrkalender entwickelt, der Lkw-Fahrverbote und Verkehrsführungen umfasst, um eine bessere Planbarkeit für Fahrten zu gewährleisten - Änderungen vorbehalten. Ein Tool zu Echtzeit-Reisezeitinformationen und eine Zusammenstellung weiterer Maßnahmen, wie u.a. Fahrverbote im im angrenzenden Straßennetz finden Sie auf den Seiten der ASFINAG unter diesem Link und auf den Seiten der IHK München Oberbayern.
Ein Faktensheet und den Fahrkalender im nebenstehenden Download. Ende Dezember 2024 sind weitere Einschränkungen durch LKW-Fahrverbote auf der A12, A13 und A14 dazugekommen. Auch das Regierungskommissariat für die Provinz Bozen hat weitere Einschränkungen vorgenommen.
Weitere Informationen sowie eine Übersicht zu Fragen und Antworten finden Sie auf der Seite der ASFINAG hier.
Mit einem Video erläutert die ASFINAG die Verkehrsführung.
