Neues aus der IHK
Klarer Kurs für die Zukunft
Die IHK Aachen positionierte sich 2025 als starke Stimme für die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaftsregion. Von Forderungen nach Bürokratieabbau und einer pragmatischeren Energiepolitik über richtungsweisende Beschlüsse zu resilienten Innenstädten bis zur Gründung des Netzwerks “Business Women IHK Aachen” – die IHK setzte klare Impulse für ihre rund 84.000 Mitgliedsunternehmen.
- IHK Aachen fordert mutigen Bürokratieabbau
- Bundestagswahl: Chance für die Wirtschaftspolitik
- Richtungsweisende Beschlüsse für Region und Innenstädte
- IHK-Vollversammlung forderte Neujustierung der Energiepolitik
- Business Women IHK Aachen: Neues Netzwerk für Unternehmerinnen
- Mit klarem Fokus in die zweite Hälfte der Legislaturperiode
- Parlamentarischer Dialog: IHK zu Besuch in Berlin
- IHK Magazin im neuen Look gestartet
- Organisationsoptimierung erfolgreich abgeschlossen
IHK Aachen fordert mutigen Bürokratieabbau
Die IHK Aachen appellierte an das Europäische Parlament, entschlossen Bürokratie abzubauen, um Unternehmen mehr Freiräume für Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen. In einem Brief an Sabine Verheyen, Vizepräsidentin des EU-Parlaments, betonten IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel und Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer die Dringlichkeit eines Umdenkens in der EU-Gesetzgebung. Besonders der deutsche Mittelstand leidet unter der wachsenden Zahl an Auflagen und Nachweispflichten. “Die zunehmende Bürokratie der EU gefährdet unsere Wettbewerbsfähigkeit und damit die Stabilität unserer Demokratien”, warnte die IHK. Der Clean Industrial Deal müsse echte Vereinfachungen bringen, statt neue Regelungen und Prüfungen einzuführen. Die IHK forderte klare Maßnahmen, um Europa als Wirtschaftsstandort zu stärken und nachhaltiges Wachstum zu sichern.
Bundestagswahl: Chance für die Wirtschaftspolitik
Die Bundestagswahl am 23.2.2025 hat die politischen Kräfteverhältnisse in Deutschland neu geordnet und bietet die Chance für eine wirtschaftspolitische Neuausrichtung. “Die Unternehmen erwarten jetzt eine klare Strategie, um Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Investitionen wieder zu stärken”, betonte Michael F. Bayer, IHK-Hauptgeschäftsführer nach der Wahl. Die neue Bundesregierung müsse schnell Prioritäten setzen, entschlossen handeln und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen. Zu den dringend notwendigen Maßnahmen zählen der Abbau von Bürokratie, eine verlässliche Energiepolitik, steuerliche Entlastungen für Unternehmen, schnellere Genehmigungsverfahren und gezielte Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. “Die Unternehmen warten dringend auf eine wirtschaftspolitische Wende, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können”, sagte Bayer.
Richtungsweisende Beschlüsse für Region und Innenstädte
Die Vollversammlung der IHK Aachen hat 2025 richtungsweisende Beschlüsse für die Region gefasst. Die IHK kündigte an, zum Ende des Jahres 2025 aus der Metropolregion Rheinland auszutreten, da der erhoffte Mehrwert für den IHK-Bezirk nicht erzielt wurde. “Ohne den erhofften Output ergibt eine weitere Mitgliedschaft für uns keinen Sinn”, betont Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer. Stattdessen setzt die IHK Aachen auf gezielte strategische Bündelungen, etwa über die IHK-Initiative Rheinland und insbesondere im Kontext des Rheinischen Reviers.
Darüber hinaus verabschiedete die Vollversammlung ein Positionspapier zur resilienten Innenstadt. Angesichts des Struktur- und Klimawandels sowie veränderten Konsumverhaltens forderte die IHK eine engere Verzahnung von Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Kultur und Gastronomie, um lebendige und zukunftsfähige Stadtkerne zu schaffen. Hybride Handelsformate und flexible Zwischennutzungen spielen dabei eine zentrale Rolle.
IHK-Handelsausschussvorsitzender Peter Heinrichs betonte die Bedeutung schnellerer Verwaltungsprozesse und einer stärkeren Vernetzung von Politik, Verwaltung, Immobilieneigentümern und Unternehmen. “Nur durch permanente Kommunikation entstehen schnellere und bessere Entscheidungen.” Grünflächen, Wasser und attraktive Plätze sollen die Aufenthaltsqualität und Resilienz der Innenstädte fördern. Die Unternehmerinnen und Unternehmer waren sich einig: Die Innenstädte der Zukunft müssen erreichbar, sicher und lebenswert sein.
Darüber hinaus verabschiedete die Vollversammlung ein Positionspapier zur resilienten Innenstadt. Angesichts des Struktur- und Klimawandels sowie veränderten Konsumverhaltens forderte die IHK eine engere Verzahnung von Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Kultur und Gastronomie, um lebendige und zukunftsfähige Stadtkerne zu schaffen. Hybride Handelsformate und flexible Zwischennutzungen spielen dabei eine zentrale Rolle.
IHK-Handelsausschussvorsitzender Peter Heinrichs betonte die Bedeutung schnellerer Verwaltungsprozesse und einer stärkeren Vernetzung von Politik, Verwaltung, Immobilieneigentümern und Unternehmen. “Nur durch permanente Kommunikation entstehen schnellere und bessere Entscheidungen.” Grünflächen, Wasser und attraktive Plätze sollen die Aufenthaltsqualität und Resilienz der Innenstädte fördern. Die Unternehmerinnen und Unternehmer waren sich einig: Die Innenstädte der Zukunft müssen erreichbar, sicher und lebenswert sein.
IHK-Vollversammlung forderte Neujustierung der Energiepolitik
Die IHK Aachen setzte sich im vergangenen Jahr für mehr Pragmatismus in der Energiepolitik ein. Die Vollversammlung sprach sich einstimmig für neue Wege der Energiewende aus, um Klimaneutralität wirtschaftlich sinnvoll zu realisieren. "Wir stehen weiterhin zu den Klimazielen. Um diese zu erreichen, brauchen unsere Unternehmerinnen und Unternehmer allerdings realistische und planbare Vorgaben“, betonte IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel.
Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer forderte einen Kurswechsel: "Wir fordern einen Plan B. Deshalb setzen wir uns dafür ein, Klimaziele stärker international zu koordinieren und starre Jahresvorgaben durch ein flexibleres CO2-Budget zu ersetzen.“ Laut einer DIHK-Studie könnten die Kosten der Energiewende bis 2050 um mehr als eine Billion Euro gesenkt werden, wenn die Energiepolitik effizienter gestaltet wird.
Der aktuelle Weg sei hingegen geprägt von staatlicher Detailsteuerung und fehlender internationaler Abstimmung, was zu Wettbewerbsnachteilen und zur Schließung oder Abwanderung von energieintensiven Industriebetrieben führe. IHK-Vizepräsidentin Stefanie Peters betonte die Bedeutung von Technologien “made in Germany” für die Wertschöpfung und die innovative Industrie. Die IHK Aachen sieht in einer Neujustierung der Energiepolitik eine zentrale Voraussetzung, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu sichern.
Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer forderte einen Kurswechsel: "Wir fordern einen Plan B. Deshalb setzen wir uns dafür ein, Klimaziele stärker international zu koordinieren und starre Jahresvorgaben durch ein flexibleres CO2-Budget zu ersetzen.“ Laut einer DIHK-Studie könnten die Kosten der Energiewende bis 2050 um mehr als eine Billion Euro gesenkt werden, wenn die Energiepolitik effizienter gestaltet wird.
Der aktuelle Weg sei hingegen geprägt von staatlicher Detailsteuerung und fehlender internationaler Abstimmung, was zu Wettbewerbsnachteilen und zur Schließung oder Abwanderung von energieintensiven Industriebetrieben führe. IHK-Vizepräsidentin Stefanie Peters betonte die Bedeutung von Technologien “made in Germany” für die Wertschöpfung und die innovative Industrie. Die IHK Aachen sieht in einer Neujustierung der Energiepolitik eine zentrale Voraussetzung, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu sichern.
Business Women IHK Aachen: Neues Netzwerk für Unternehmerinnen
Mit der Gründung des Netzwerks “Business Women IHK Aachen” setzt die IHK Aachen ein starkes Zeichen für die Förderung und Vernetzung von Frauen in der Wirtschaft. Rund 60 Unternehmerinnen aus der Region folgten der Einladung von IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel zur Auftaktveranstaltung in der Kohlibri Eventlocation in Aachen. Professorin Ulrike Malmendier, eine der fünf Wirtschaftsweisen der Bundesregierung, hielt einen Vortrag zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Malmendier betont "Frauen sind wichtig für eine unterschiedliche Sichtweise und eine Bereicherung für alle Wirtschaftszweige."
“Mit unserem neuen Netzwerk möchten wir weibliche Stimmen in der Wirtschaft sichtbarer machen”, betont Kohl-Vogel. Die Initiative ist Teil des bundesweiten Netzwerks “Business Women IHK” der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Mit regelmäßigen Treffen und Veranstaltungen soll das Netzwerk wachsen. Unternehmerinnen, Gründerinnen und weibliche Führungskräfte aus der Städterregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg sind herzlich eingeladen, sich kostenlos zu registrieren.
“Mit unserem neuen Netzwerk möchten wir weibliche Stimmen in der Wirtschaft sichtbarer machen”, betont Kohl-Vogel. Die Initiative ist Teil des bundesweiten Netzwerks “Business Women IHK” der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Mit regelmäßigen Treffen und Veranstaltungen soll das Netzwerk wachsen. Unternehmerinnen, Gründerinnen und weibliche Führungskräfte aus der Städterregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg sind herzlich eingeladen, sich kostenlos zu registrieren.
Sind davon überzeugt, dass eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern die deutsche Wirtschaft stärkt (v. li.): Professorin Ulrike Malmendier, IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel und Julia Arnold, Projektleiterin Business Women IHK und Netzwerkkommunikation der DIHK.
Mit klarem Fokus in die zweite Hälfte der Legislaturperiode
Die IHK Aachen hat eine Zwischenbilanz gezogen und auf eine ereignisreiche erste Hälfte der Legislaturperiode zurückgeblickt. Herausforderungen wie die Corona-Pandemie, die Hochwasserkatastrophe im IHK-Bezirk und ein Cyberangriff haben gezeigt, wie wichtig eine flexible und dynamische Ausrichtung ist. Mit der Aktualisierung des Leitbildes 2023 und einer strategischen Personalentwicklung hat die IHK Aachen ihre Organisationsstruktur optimiert, um noch agiler auf die Bedürfnisse ihrer Mitgliedsunternehmen reagieren zu können.
Das Zukunftsprogramm der IHK Aachen, das von rund 35 Unternehmerinnen und Unternehmern der Vollversammlung entwickelt wurde, setzt ein klares Ziel: Die Region zukunftsfähig machen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nachhaltig verbessern. Die IHK Aachen arbeitet weiterhin daran, den Strukturwandel aktiv zu gestalten und die Region zwischen Wegberg und Dahlem, Selfkant und Weilerswist zu stärken. Themen wie demografischer Wandel, Arbeitskräftemangel, Energieversorgung und Transformationsdruck betreffen jeden Winkel des IHK-Bezirks. Durch konkrete Aktionen in den vier Handlungsfeldern des Zukunftsprogramms – Standort stärken, Supply sichern, Energiewende entfesseln und Fachkräfte finden – soll die Region zu einem “Morgen-Land” werden, in dem Wirtschaft Zukunft macht.
Das Zukunftsprogramm der IHK Aachen, das von rund 35 Unternehmerinnen und Unternehmern der Vollversammlung entwickelt wurde, setzt ein klares Ziel: Die Region zukunftsfähig machen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nachhaltig verbessern. Die IHK Aachen arbeitet weiterhin daran, den Strukturwandel aktiv zu gestalten und die Region zwischen Wegberg und Dahlem, Selfkant und Weilerswist zu stärken. Themen wie demografischer Wandel, Arbeitskräftemangel, Energieversorgung und Transformationsdruck betreffen jeden Winkel des IHK-Bezirks. Durch konkrete Aktionen in den vier Handlungsfeldern des Zukunftsprogramms – Standort stärken, Supply sichern, Energiewende entfesseln und Fachkräfte finden – soll die Region zu einem “Morgen-Land” werden, in dem Wirtschaft Zukunft macht.
Parlamentarischer Dialog: IHK zu Besuch in Berlin
Im Rahmen des Parlamentarischen Dialogs hat die IHK im November in Berlin die Interessen der Unternehmen aus der Region Aachen, Düren, Heinsberg und Euskirchen vertreten. Gemeinsam mit Partnern aus Unternehmen und Forschung wurde mit Bundestagsabgeordneten aus der Region zentrale Themen diskutiert, wie die Chancen der Halbleiterindustrie und weitere wirtschaftspolitische Herausforderungen. Die Halbleiterindustrie ist ein Schlüsselbereich moderner Technologien und essenziell für die wirtschaftliche Souveränität Deutschlands und Europas. Die Region Aachen hat sich das Ziel gesetzt, ein grenzüberschreitendes Halbleiter- und KI-Ökosystem mit starker Anbindung an NRW, Belgien und die Niederlande aufzubauen. “Die heutige Veranstaltung hat gezeigt, wie wichtig der Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist, um die Region Aachen als Innovationsstandort zu stärken”, betonte IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel. Die IHK Aachen agiert auch weiterhin als Brückenbauer zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung.
IHK Magazin im neuen Look gestartet
Nach fast 20 Jahren im gewohnten Look haben sich die "Wirtschaftlichen Nachrichten" zu Beginn des Jahres 2025 grundlegend gewandelt: Mit dem neuen Namen „IHK Magazin" und einem modernen Layout präsentiert sich das Magazin der IHK Aachen in völlig neuem Gewand. Die Umstellung wurde wie geplant umgesetzt. Das neue sechsmal jährlich erscheinende Format – statt der bisherigen zehn Ausgaben – ermöglicht es der Redaktion, jede Ausgabe noch sorgfältiger und detaillierter zu gestalten. Die Verwendung von hochwertigerem Papier und die Umstellung von der Heftung zur Klebebindung haben die Wertigkeit des Magazins spürbar erhöht. “Die Resonanz auf unser neues IHK Magazin bestätigt uns in unserem Weg”, freut sich die Redaktion. “Wir können unseren Lesern ein modernes, hochwertiges Leseerlebnis bieten, das die Themen der regionalen Wirtschaft noch besser in den Fokus rückt.” Parallel zum Relaunch wurde die crossmediale Verwertung der Inhalte konsequent ausgebaut.
Neuer Name, neue Gestaltung: 2024 wurde der Relaunch der Wirtschaftlichen Nachrichten vorbereitet.
Organisationsoptimierung erfolgreich abgeschlossen
Im Jahr 2025 hat die IHK Aachen einen umfassenden Organisationsprozess erfolgreich abgeschlossen. Damit ist sie zukunftsfähig aufgestellt und kann ihre Mitgliedsunternehmen auch künftig optimal bei den Herausforderungen des wirtschaftlichen Wandels begleiten. Die zentrale Maßnahme war die Verschlankung der Organisationsstruktur: Aus den bisherigen fünf Abteilungen entstanden drei leistungsstarke Bereiche: Bildung und Zentrale Dienste, Energie, Innovation, Standort, International sowie Recht, junge Unternehmen, Unternehmensförderung. Diese Neuorganisation ermöglicht es, flexibler auf die Bedürfnisse der Zielgruppen zu reagieren und die bereichsübergreifende Zusammenarbeit zu stärken.
Parallel zur strukturellen Neuausrichtung wurden neue Teamleiterstellen geschaffen und intern besetzt. Arbeitsabläufe und Schnittstellen wurden überarbeitet. Mit dem Abschluss der Organisationsoptimierung hat die IHK das Fundament für schnelleres und flexibleres Arbeiten gelegt. In den kommenden Monaten wird sich auf die weitere Prozessoptimierung konzentriert und dabei verstärkt auf innovative Technologien wie Künstliche Intelligenz gesetzt. Die neue Struktur stärkt die Position der IHK als zentrale Anlaufstelle für die regionale Wirtschaft und schafft die Voraussetzung dafür, die Interessen der rund 84.000 Mitgliedsunternehmen bestmöglich zu vertreten.