Aus- und Fortbildung
Zeichen setzen für Ausbildung
Die IHK Aachen begleitet junge Menschen gezielt bei ihrer Berufswahl. Mit neuer Manpower, der Kampagne #könnenlernen und der Ehrung von Top-Absolventen unterstreicht die IHK 2025 den hohen Stellenwert der dualen Berufsausbildung für die Städteregion Aachen und die Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg.
Ulrich Ivens verstärkt die Geschäftsführung
Mit Ulrich Ivens hat die IHK Aachen im vergangenen Jahr die Geschäftsführung verstärkt. Als stellvertretender Bereichsleiter Bildung bringt Ivens umfassendes Know-how und Expertise mit. So war er fast 15 Jahre als Ausbildungsleiter im Forschungszentrum Jülich tätig. In dieser Zeit hat er umfassende Ausbildungs- und Qualitätsprogramme auf den Weg gebracht, die das Forschungszentrum zu einem der anerkanntesten Ausbildungsbetriebe der Region werden ließ.
Ivens ist der IHK Aachen schon lange eng verbunden. Seit 2014 ist er Mitglied im Berufsbildungsausschuss und bereits seit 2013 in verschiedenen Prüfungsausschüssen für die Ausbildereignung. Diese Ämter hat er mit seinem Eintritt in die IHK niedergelegt, um sich voll und ganz seinen neuen Aufgaben zu widmen.
Sein umfassendes Know-how trägt dazu bei, die Bildungsangebote der IHK Aachen zukunftsorientiert auszurichten und Unternehmen im Strukturwandel und bei der digitalen Transformation zu begleiten.
Fachkräfte von morgen gezielt fördern
Die IHK Aachen setzt sich mit vielfältigen Formaten dafür ein, junge Menschen bei ihrer Berufswahlentscheidung zu unterstützen und Unternehmen bei der Suche nach qualifiziertem Nachwuchs zu begleiten. Das Angebot kombiniert persönliche Beratung, digitale Plattformen, Praxiserfahrungen und authentische Einblicke von Auszubildenden:
Ausbildungsatlas und digitale Ausbildungsplatzbörse: Der jährlich erscheinende Ausbildungsatlas wird an allgemeinbildenden Schulen der Region verteilt und bildet das zentrale Verzeichnis der örtlichen Ausbildungsbetriebe ab. Die digitale Ausbildungsplatzbörse Ausbildung.NRW ergänzt dieses Angebot.
Ausbildungsbörsen und Beratung: Auf regionalen Ausbildungsmessen und Berufsinfotagen beraten IHK-Vertreter junge Menschen und ihre Eltern zu allen Aspekten der Dualen Ausbildung.
Azubi-Speed-Dating: In Kooperation mit der Agentur für Arbeit bringt die Veranstaltungsreihe "Speed-Aix" Unternehmen und Bewerber in den Regionen Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg zusammen.
Ready4Job – Berufsorientierung vor Ort: Das Modellprojekt startete 2024 an der Realschule Bretzelnweg in Düren. 2025 wurde die Zusammenarbeit mit der Adam-Ries-Schule in Eschweiler erweitert. Mit dem Einstieg der Handwerkskammer Aachen wird das Projekt um die Perspektive von Handwerksberufen bereichert.
Ausbildungsbotschafter: Authentische Einblicke aus erster Hand: Rund 200 speziell geschulte Auszubildende waren 2025 wieder in allgemeinbildenden Schulen der Region unterwegs und gaben über 3.200 Schülerinnen und Schülern Erfahrungsberichte aus ihrer Ausbildungspraxis. Dieses Format trägt wesentlich zu einer authentischen Berufsorientierung bei.
Ausbildungsatlas und digitale Ausbildungsplatzbörse: Der jährlich erscheinende Ausbildungsatlas wird an allgemeinbildenden Schulen der Region verteilt und bildet das zentrale Verzeichnis der örtlichen Ausbildungsbetriebe ab. Die digitale Ausbildungsplatzbörse Ausbildung.NRW ergänzt dieses Angebot.
Ausbildungsbörsen und Beratung: Auf regionalen Ausbildungsmessen und Berufsinfotagen beraten IHK-Vertreter junge Menschen und ihre Eltern zu allen Aspekten der Dualen Ausbildung.
Azubi-Speed-Dating: In Kooperation mit der Agentur für Arbeit bringt die Veranstaltungsreihe "Speed-Aix" Unternehmen und Bewerber in den Regionen Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg zusammen.
Ready4Job – Berufsorientierung vor Ort: Das Modellprojekt startete 2024 an der Realschule Bretzelnweg in Düren. 2025 wurde die Zusammenarbeit mit der Adam-Ries-Schule in Eschweiler erweitert. Mit dem Einstieg der Handwerkskammer Aachen wird das Projekt um die Perspektive von Handwerksberufen bereichert.
Ausbildungsbotschafter: Authentische Einblicke aus erster Hand: Rund 200 speziell geschulte Auszubildende waren 2025 wieder in allgemeinbildenden Schulen der Region unterwegs und gaben über 3.200 Schülerinnen und Schülern Erfahrungsberichte aus ihrer Ausbildungspraxis. Dieses Format trägt wesentlich zu einer authentischen Berufsorientierung bei.
Fachpraktiker-Ausbildung stärken
Die Fachberatung für inklusive Bildung (FbiB) ist Schnittstelle zwischen schulischer Orientierung und betrieblicher Ausbildung von Menschen mit Behinderung. Sie berät Schülerinnen und Schüler sowie Arbeitgeber kostenfrei vor Ort und entwickelt passgenaue Lösungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Fachpraktiker-Ausbildung nach § 66 BBiG – einer theorieduzierten Ausbildung, die jungen Menschen mit Beeinträchtigung einen qualifizierten Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglicht. Die FbiB unterstützt ausbildende Unternehmen bei organisatorischen Rahmenbedingungen und Förderanträgen.
Ein wichtiger Erfolg ist die Anweisung der Bezirksregierung vom November 2024, die Berufskollegs verpflichtet, Fachpraktiker-Ausbildungen auch für einzelne Personen zu ermöglichen. Der Start des Bildungsgangs "Fachpraktiker Lagerlogistik" am Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg im August 2025 zeigt die praktische Umsetzung. Allerdings deuten Schätzungen auf einen doppelt so hohen Bedarf an Ausbildungsplätzen hin, als aktuell finanziert werden. Die IHK Aachen bleibt bei diesem Thema engagiert.
Ein wichtiger Erfolg ist die Anweisung der Bezirksregierung vom November 2024, die Berufskollegs verpflichtet, Fachpraktiker-Ausbildungen auch für einzelne Personen zu ermöglichen. Der Start des Bildungsgangs "Fachpraktiker Lagerlogistik" am Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg im August 2025 zeigt die praktische Umsetzung. Allerdings deuten Schätzungen auf einen doppelt so hohen Bedarf an Ausbildungsplätzen hin, als aktuell finanziert werden. Die IHK Aachen bleibt bei diesem Thema engagiert.
Ausbildungskampagne #Könnenlernen sorgt für Aufmerksamkeit
Auch 2025 hat die IHK Aachen mit der bundesweiten Ausbildungskampagne #könnenlernen ein starkes Zeichen für die duale Ausbildung gesetzt. Unter dem Motto "Ausbildung sichtbar machen" hat die IHK das Thema durch verschiedene Aktivitäten aufgegriffen und dabei ihre Kommunikation gezielt auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtet: Während junge Menschen verstärkt über Social-Media-Kanäle erreicht wurden, sprach die IHK die Beteiligten im Berufswahlprozess durch ein breites Spektrum klassischer Werbemaßnahmen an.
Ob über eine regionale Radiokampagne oder Werbespots auf großen Veranstaltungen, zum Beispiel “Rursee in Flammen“, das Thema Ausbildung wurde öffentlichkeitswirksam in die Fläche getragen. Für eine besondere Werbemaßnahme im Rahmen der Ausbildungskampagne konnten im IHK-Bezirk über 30 Ausbildungsbetriebe gewonnen werden. An prominenten und verkehrsreichen Standorten haben die Ausbildungsbetriebe gemeinsam mit der IHK große Banner mit dem Slogan der Kampagne ”WAS WIR MAL WERDEN WOLLEN: STOLZ AUF UNS.“ platziert. Mit dem IHK-Logo und dem Logo des Unternehmens versehen, zeigen die Banner das gemeinsame Interesse beider, Ausbildung nach vorne zu bringen. Über einen QR-Code können Interessierte zudem direkt auf die Karriereseiten der Unternehmen springen.
Ob über eine regionale Radiokampagne oder Werbespots auf großen Veranstaltungen, zum Beispiel “Rursee in Flammen“, das Thema Ausbildung wurde öffentlichkeitswirksam in die Fläche getragen. Für eine besondere Werbemaßnahme im Rahmen der Ausbildungskampagne konnten im IHK-Bezirk über 30 Ausbildungsbetriebe gewonnen werden. An prominenten und verkehrsreichen Standorten haben die Ausbildungsbetriebe gemeinsam mit der IHK große Banner mit dem Slogan der Kampagne ”WAS WIR MAL WERDEN WOLLEN: STOLZ AUF UNS.“ platziert. Mit dem IHK-Logo und dem Logo des Unternehmens versehen, zeigen die Banner das gemeinsame Interesse beider, Ausbildung nach vorne zu bringen. Über einen QR-Code können Interessierte zudem direkt auf die Karriereseiten der Unternehmen springen.
Durch die Kampagne werden nicht nur potenzielle Auszubildende angesprochen, sondern auch die Bedeutung der Ausbildung für die Fachkräftesicherung in den Fokus gerückt.
Prüferfest würdigt ehrenamtliches Engagement
Die IHK Aachen hat im Rahmen des Prüferfests 2025 das Engagement ihrer ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer gewürdigt. Vor rund 700 Gästen im Kwartier 106 betonte IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel die immense Bedeutung der über 1.800 Ehrenamtlichen in 320 Prüfungsausschüssen für die duale Ausbildung und die regionale Wirtschaft. Sie hob hervor, dass die Prüferinnen und Prüfer durch ihre Zeit, Sorgfalt und Verantwortung einen zentralen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten und junge Menschen auf ihrem Weg in die berufliche Zukunft begleiten. "Ihr Einsatz ist nicht nur wertvoll – er ist systemrelevant“, so Kohl-Vogel.
Das Prüferfest diente als Ausdruck der Wertschätzung und Anerkennung für die unverzichtbare Arbeit der Prüfergemeinschaft. Gleichzeitig rief die IHK Aachen dazu auf, neue engagierte Fachkräfte aus der Praxis zu gewinnen, um das hohe Niveau der Aus- und Weiterbildung langfristig zu sichern.
Das Prüferfest diente als Ausdruck der Wertschätzung und Anerkennung für die unverzichtbare Arbeit der Prüfergemeinschaft. Gleichzeitig rief die IHK Aachen dazu auf, neue engagierte Fachkräfte aus der Praxis zu gewinnen, um das hohe Niveau der Aus- und Weiterbildung langfristig zu sichern.
IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel begrüßt im Kwartier 106 in Aachen rund 700 geladene Gäste zum Prüferfest der IHK Aachen.
IHK-Absolventen mit Bestnoten
Die IHK Aachen hat 2025 in zwei Veranstaltungen die herausragenden Leistungen von Auszubildenden und Fortbildungsabsolventen gewürdigt. Im Krönungssaal des Aachener Rathauses wurden insgesamt 250 Prüflinge ausgezeichnet, die ihre Abschlussprüfung mit der Note "Sehr gut" bestanden haben. IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel betonte die Bedeutung dieser Erfolge für die Fachkräftesicherung und dankte den Ausbilderinnen, Ausbildern, Berufskollegs sowie den ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern für ihren Beitrag zur Qualität der dualen Ausbildung.
Bei der Landesbestenehrung in Soest wurden zwölf Auszubildende aus der Region als Jahrgangsbeste ihres Berufs geehrt.
Ein besonderer Höhepunkt war die Ehrung von Hannah Bär aus Zülpich, die bundesweit die besten Prüfungsergebnisse in ihrem Beruf erzielte und bei der Bundesbestenehrung in Berlin ausgezeichnet wurde. Im Bereich der beruflichen Fortbildung ehrte die IHK Aachen alle Absolventinnen und Absolventen, die erfolgreich Abschlüsse wie Industriemeister, Fachwirt, Technischer Betriebswirt oder Fachkaufleute erworben haben. Olrik Müller, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses, unterstrich die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung und beglückwünschte die Absolventen herzlich.
Ein besonderer Höhepunkt war die Ehrung von Hannah Bär aus Zülpich, die bundesweit die besten Prüfungsergebnisse in ihrem Beruf erzielte und bei der Bundesbestenehrung in Berlin ausgezeichnet wurde. Im Bereich der beruflichen Fortbildung ehrte die IHK Aachen alle Absolventinnen und Absolventen, die erfolgreich Abschlüsse wie Industriemeister, Fachwirt, Technischer Betriebswirt oder Fachkaufleute erworben haben. Olrik Müller, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses, unterstrich die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung und beglückwünschte die Absolventen herzlich.
Freut sich über die Auszeichnung: Hannah Bär, Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik (l.) nimmt die Urkunde von Swaantje Creusen, Vorsitzende des DIHK-Bildungsausschusses entgegen.
Ausbildungsmarkt unter Druck
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 3.572 neue Ausbildungsverträge eingetragen – ein Rückgang von 4,7 Prozent gegenüber 2024. Während die Differenz in kaufmännischen Ausbildungsberufen mit –1 Prozent gering ausfällt, zeigt sich in gewerblich-technischen Berufen ein deutlicherer Rückgang von -11,3 Prozent. Landesweit sind die neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse in IHK-Berufen um 7,2 Prozent gesunken.
Die Rückgänge sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Unternehmen berichten von Besetzungsschwierigkeiten aufgrund unzureichend qualifizierter Bewerbungen. Die angespannte wirtschaftliche Situation führt zusätzlich zu einer gewissen Zurückhaltung beim Ausbildungsengagement.
Die IHK Aachen ist und bleibt im Dialog mit den regionalen Akteuren des Ausbildungsmarktes, mit dem Ziel, den Ausbildungsmarkt zu stabilisieren und die Rückgänge zu kompensieren. Im regionalen Ausbildungskonsens und in weiteren Gremien engagiert sich die IHK Aachen für die Duale Berufsausbildung, eine passgenaue Berufsorientierung und ein realistisches Erwartungsmanagement auf Arbeitgeber- und Azubiseite.
Die Rückgänge sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Unternehmen berichten von Besetzungsschwierigkeiten aufgrund unzureichend qualifizierter Bewerbungen. Die angespannte wirtschaftliche Situation führt zusätzlich zu einer gewissen Zurückhaltung beim Ausbildungsengagement.
Die IHK Aachen ist und bleibt im Dialog mit den regionalen Akteuren des Ausbildungsmarktes, mit dem Ziel, den Ausbildungsmarkt zu stabilisieren und die Rückgänge zu kompensieren. Im regionalen Ausbildungskonsens und in weiteren Gremien engagiert sich die IHK Aachen für die Duale Berufsausbildung, eine passgenaue Berufsorientierung und ein realistisches Erwartungsmanagement auf Arbeitgeber- und Azubiseite.