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Gründung in der Region

Gut beraten in die Selbstständigkeit

Der Report der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) zeigt: Bundesweit interessieren sich mehr Menschen für die Selbstständigkeit. In der Region Aachen nutzen viele Gründungsinteressierte frühzeitig die Beratung der Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK Aachen).

Mehr Interesse, hohe Hürden

Der neue DIHK-Report "Unternehmensgründung 2026" zeigt: Das Interesse an Unternehmensgründungen in Industrie, Handel und Dienstleistungsbranchen wächst bundesweit. Die Industrie- und Handelskammern führten 2025 deutlich mehr Orientierungsgespräche und Gründungsberatungen.
Gleichzeitig bewerten Gründungsinteressierte den Standort Deutschland im Durchschnitt mit der Schulnote 3,5. Als größte Hürden nennen sie Bürokratie, komplexe steuerliche Regelungen und schwierige Finanzierungsbedingungen. Viele Menschen wollen zudem gründen, weil sie sich beruflich neu orientieren müssen. Gründe sind zum Beispiel Arbeitslosigkeit oder unsichere Beschäftigungsperspektiven.

In der Region Aachen wächst der Gründergeist

Auch im Bezirk der IHK Aachen ist der Gründungswille deutlich spürbar. 2025 führten die Berater knapp 2.600 persönliche Gespräche mit Gründungsinteressierten. Rund 2.400 davon waren erste Orientierungsgespräche. In gut 200 Einzelberatungen arbeiteten die Berater mit den Interessierten an ihren Geschäftskonzepten.
Hinzu kamen zahlreiche Veranstaltungen und Sprechtage. Menschen aus der gesamten Region nutzten diese Angebote. Viele Vorhaben haben einen digitalen oder innovativen Schwerpunkt. Dazu gehören Online-Dienstleistungen, Plattformmodelle und technologieorientierte Geschäftsmodelle. Die Wirtschaftsregion Aachen folgt damit dem bundesweiten Trend zu technologie- und digitalgetriebenen Gründungen.

Viele Konzepte sind gut vorbereitet

Der DIHK-Report zeigt, dass viele Gründungskonzepte bundesweit Schwächen bei Kalkulationen, Finanzierungen und Umsatzannahmen haben.
Die Erfahrungen aus der Gründungsberatung der IHK Aachen zeichnen ein vergleichsweise günstiges Bild. Kaufmännische Fragen bleiben ein wichtiges Thema. Grobe Lücken bei Finanzierung sowie Markt- und Zielgruppeneinschätzung treten jedoch seltener auf als im Bundesdurchschnitt.
Viele Gründungsinteressierte bereiten sich sorgfältig vor. Sie kommen bereits mit gut durchdachten Ideen in die Beratung. Die Berater sprechen typische Schwachstellen gezielt an und entwickeln die Konzepte gemeinsam weiter.

Hohe Zufriedenheit mit der Beratung

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigen, wie wichtig das Angebot ist. Die große Mehrheit sagt, dass das Gespräch mit der IHK Aachen spürbar weitergeholfen hat. Fast alle würden den Gründerservice weiterempfehlen.
Eine neutrale und praxisnahe Beratung kann gerade in anspruchsvollen Zeiten einen Unterschied machen.

Gute Vorbereitung senkt Risiken

"Die Bedingungen zum Gründen sind derzeit anspruchsvoll. Bürokratie, Steuerfragen und Finanzierung stellen viele Menschen vor große Aufgaben. Gerade deshalb beobachten wir, dass viele Menschen in unserer Region ihre Selbstständigkeit sehr bewusst vorbereiten", sagt René Oebel, Teamleiter Gründung, Unternehmensförderung und -nachfolge bei der IHK Aachen.
"Unser Ziel ist es, aus einer ersten Idee ein tragfähiges Geschäftsmodell zu machen. In unseren Gesprächen sprechen wir offen über Chancen und Risiken. Wir arbeiten an Finanz- und Rentabilitätsplänen. Außerdem prüfen wir gemeinsam, ob die Gründung zum persönlichen Umfeld passt. Gute Vorbereitung ist der beste Schutz vor Risiken. Dafür sind wir da."
Neben Veranstaltungen, Sprechtagen und individuellen Beratungen bietet die IHK Aachen auch digitale Werkzeuge an. Dazu gehört die Unternehmenswerkstatt Deutschland. Die bundesweite Plattform unterstützt Gründungsinteressierte mit Werkzeugen für Businessplan und Finanzplanung. Sie bietet außerdem einen Test zur Gründerpersönlichkeit. Die persönliche Begleitung vor Ort ergänzt das digitale Angebot.

Weitere Informationen

Generationenwechsel in den Betrieben

Webinar-Reihe Unternehmensnachfolge – Online-Impulse für eine erfolgreiche Betriebsübergabe

Unternehmensnachfolge ist ein entscheidender Schritt für die Zukunft eines Betriebs. Viele Fragen – von der frühzeitigen Planung über rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen bis hin zu Finanzierung und Kommunikation im Unternehmen – wollen gut vorbereitet sein. Ob Sie bereits konkrete Pläne verfolgen oder sich erstmals mit dem Thema beschäftigen: Ihre IHK Aachen unterstützt Sie dabei.
In Kooperation mit den IHKs in NRW findet einmal jährlich die mehrteilige Online-Reihe zur Unternehmensnachfolge statt. In jeweils rund 90-minütigen Webinaren geben praxiserfahrene Expertinnen und Experten einen kompakten Überblick über zentrale Aspekte der Unternehmensnachfolge – etwa Suche und Auswahl externer Nachfolgerinnen und Nachfolger, Businessplan und Finanzierung, Bewertung des Unternehmens sowie rechtliche und steuerliche Fragestellungen.
Im Anschluss an die fachlichen Impulse besteht die Möglichkeit zum direkten Austausch. Die aktuellen Termine und Themen der Reihe finden Sie in der folgenden Übersicht:
Veranstaltungsdatum Veranstaltungsthema und Anmeldelink
16. April 2026 Anmeldung nicht mehr möglich - die Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
13. Mai 2026 Anmeldung nicht mehr möglich - die Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
14. Juli 2026 Anmeldung nicht mehr möglich - die Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
8. September 2026 Anmeldung nicht mehr möglich - die Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
23. September 2026 Strategische Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmensübernahmen: Die Rolle von öffentlichen Fördermitteln und Bürgschaften
13. Oktober 2026 Wieviel ist (m)ein Unternehmen wert? - Klarheit über Methoden, Werte & Preise
12. November 2026 Change Management und der Umgang mit Konflikten
2. Dezember 2026 Nachfolge ist weiblich: Fachimpuls und Expertinnengespräch zur erfolgreichen Nachfolgegestaltung
Die Webinare sind kostenfrei, aber anmeldepflichtig.
Förderprogramm

"Fit für die Zukunft" – Beratungsprogramm

Gute Nachrichten für Unternehmen im Rheinischen Revier: Die Förderquote im Programm "Fit für die Zukunft“ wurde auf 80 Prozent erhöht! Damit können Unternehmen in der Fördergebietskulisse nun noch stärker von externer Beratung profitieren, um sich zukunftssicher aufzustellen. Ob Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Personalentwicklung oder die Optimierung von Arbeitsprozessen – das Beratungsprogramm bietet maßgeschneiderte Unterstützung mit einer Förderung von bis zu 13.476 Euro.
Das Beratungsprogramm richtet sich an Existenzgründerinnen und Existenzgründer ab Gründungsdatum sowie an Unternehmen und auch gemeinnützige Organisationen und zielt auf strategische Beratungen von maximal 15 Beratungstagen in nahezu allen Arbeitsbereichen ab. FFZ gilt für die Fördergebietskulisse Rheinisches Revier und nördliches Ruhrgebiet (sog. JTF-Gebietskulisse). In unserem IHK-Bezirk sind dies alle Kreise mit Ausnahme des Kreises Euskirchen.

Welche Themen werden gefördert?

Gefördert werden Beratungen zu mindestens einem der folgenden Themenfelder:
  • Digitalisierung (Gestaltung von Arbeit und Technik, IT-Sicherheit, Strategien)
  • Personalentwicklung (Stärkung der Aus- und Weiterbildungsfähigkeit, Gesunderhaltung der Beschäftigten, demographiesensible Personalentwicklung, Mitarbeiterbindung)
  • Green Economy (zum Beispiel ökologische Modernisierung, Ressourceneffizienz, Emissionsreduktion, ökologische Produktgestaltung und Umstellung von Wertschöpfungsketten)
  • Arbeitsorganisation (zum Beispiel Gestaltung und Steuerung betrieblicher Strukturen und Prozesse, Arbeitszeitmodelle, interne / externe Einführung innovativer Verfahren zur Ausrichtung auf neue Märkte, Produkte, Dienstleistungen oder Kunden).
Ausdrücklich nicht förderfähig sind operative Tätigkeiten, wie zum Beispiel Weiterbildung, Coaching, Layout, Erstellung von Dokumentationen, Implementieren einer Software, sowie Rechts-, Steuer- und Liquiditätsberatung.

Was und in welcher Höhe wird gefördert?

Gefördert wird die Inanspruchnahme von Beratungsleistungen.
  • Gefördert werden bis zu 15 Beratungstage (innerhalb von 36 Monaten).
  • Die Inanspruchnahme von Tagewerken kann auch aufgeteilt werden.
  • Bis zu 80 Prozent der Beratungsleistungen werden bezuschusst (max. 80% von max. 1.123 Euro je Beratungstag).
  • Die Beratung muss beteiligungs- und prozessorientiert durchgeführt werden.
    • Es besteht die Möglichkeit, die obligatorischen Vor-Ort-Beratungen auch in Form einer onlinebasierten Videoberatung anzubieten.
  • Unternehmen können ihren Berater oder ihre Beraterin frei wählen.

Welche Unternehmen können “Fit für die Zukunft” nutzen?

Unternehmen, die folgende Kriterien erfüllen, können das Förderprogramm nutzen:
  • natürliche und juristische Personen sowie Personengesellschaften
  • mit Sitz oder Arbeitsstätte in der JTF-Gebietskulisse des Rheinischen Reviers und/oder des Nördlichen Ruhrgebiets
    • PLZ-Übersicht
    • Die IHK Aachen ist zuständig für die Städteregion Aachen, Kreis Düren, Kreis Heinsberg - (Kreis Euskirchen liegt nicht im JTF-Gebiet)
  • ohne Altersbeschränkung, also auch Neugründungen
  • mit mindestens einem Mitarbeitenden (Vollzeitäquivalent), also keine 1-Personen-Unternehmen
  • Ein Unternehmen darf in den letzten drei Jahre keine geförderte FFZ-Beratung in Anspruch genommen haben.
  • Ein Unternehmen oder eine Unternehmensgruppe darf in den letzten drei Jahren nicht mehr als 300.000 Euro de-minimis-pflichtige Beihilfen erhalten haben.

Welche Rolle spielt die IHK Aachen?

Die IHK Aachen ist eine der sogenannten Beratungsstellen. Das bedeutet, dass wir vor Beauftragung eines Beraters durch ein Unternehmen das Beraterangebot auf formale und inhaltliche Förderfähigkeit prüfen und dazu beraten. Auf der Grundlage eines oder mehrerer Gespräche mit der IHK, Unternehmer und Berater registrieren wir im Falle der Förderfähigkeit den Antrag in einem Onlineformular.
Den eigentlichen Antrag stellt das Unternehmen erst, nachdem die Beratung ganz oder teilweise durchgeführt und bezahlt wurde. Das Unternehmen geht also in Vorleistung. Die Rolle der Beratungsstellen ist es, das damit verbundene Restrisiko für den Unternehmer zu minimieren.

Ergänzendes Förderprogramm: “Coach2Change”

Das Programm Coach2Change des MAGS unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung konkreter Veränderungsprozesse - dem Transformationscoaching für Beschäftigte. Es kann unabhängig von Fit für die Zukunft genutzt werden, eignet sich aber insbesondere als anschließende Maßnahme zur Umsetzung zuvor entwickelter Strategien. Beide Programme können formal unabhängig voneinander beantragt werden und bauen inhaltlich sowie methodisch sinnvoll aufeinander auf. Weitere Informationen finden Sie unter: Coach2Change – Beschäftigte für die Transformation stärken (mags.nrw).
Stand: 29.01.2026
IHK-Report

Menschen mit Migrationsgeschichte gründen verstärkt

Ohne sie wäre die deutsche Wirtschaft ärmer: Frauen und Männer mit Einwanderungsgeschichte spielen eine wesentliche Rolle bei Unternehmensgründungen in Nordrhein-Westfalen und machen das Bundesland zu einer Gründungs-Hochburg Deutschlands. Ihr Anteil nimmt kontinuierlich zu und liegt inzwischen bei rund 188.000 Personen – knapp 27 Prozent aller Selbstständigen in NRW. Dazu zählt, wer entweder selbst oder wessen Eltern- oder Großelternteil seit 1950 in das heutige Gebiet Deutschlands eingewandert ist. Generell steigt die Zahl der nordrhein-westfälischen Unternehmensgründungen wieder und erreichte 2024 mit knapp 59.000 Betrieben ungefähr das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Das sind die zentralen Ergebnisse des Gründungsreports von IHK NRW, an dem auch die IHK Aachen beteiligt ist.
"Unser IHK-Bezirk – bestehend aus Stadt und Städteregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg – ist durch eine hohe Branchen- und Bevölkerungsvielfalt geprägt", sagt René Oebel, Teamleiter der IHK Aachen für die Bereiche Gründung, Unternehmensförderung und -nachfolge. "Migrantische Gründerinnen und Gründer sind auch in unserer Region ein wichtiger Motor der wirtschaftlichen Entwicklung."
Die meisten Gründungen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte entstehen im Handel, im Dienstleistungsgewerbe, in der Gastronomie und zunehmend auch in wissens- und technologieintensiven Bereichen. Sie schaffen Arbeitsplätze, bringen neue Ideen in den Markt und tragen dazu bei, Stadtteile und Ortskerne lebendig zu halten. Die IHK Aachen stärkt Gründungswillige gezielt und setzt sich unter anderem für weniger Bürokratie und gut zugängliche Unterstützungsangebote ein.
Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, hebt die Bedeutung des IHK-Gründungsreports hervor und betont: "NRW lebt von Menschen, die anpacken und Ideen in echte Chancen verwandeln. Gerade Gründerinnen und Gründer mit migrantischem Hintergrund bereichern unsere Wirtschaft. Mir ist wichtig, dass jeder Mensch unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialem Hintergrund die gleiche Chance bekommt, erfolgreich zu gründen. Deshalb bauen wir Hürden ab, vereinfachen Verfahren und sorgen dafür, dass gute Förder- und Beratungsangebote wirklich bei den Menschen ankommen."
Der Gründungsreport der nordrhein-westfälischen IHKs wird alle zwei Jahre veröffentlicht. Befragt wurden diesmal 828 Gründerinnen und Gründer aus allen relevanten Branchen, die sich von 2022 bis einschließlich 2024 selbstständig gemacht haben. Die allermeisten von ihnen – mehr als 90 Prozent – entschieden sich für eine Neugründung. Lediglich 59 Personen geben an, ein bestehendes Unternehmen übernommen zu haben.
52 Prozent der Befragten gründeten ihr Unternehmen im Haupterwerb. Der Anteil an Nebenerwerbsgründungen steigt jedoch seit Jahren und erreicht nun 48 Prozent. Gut 77 Prozent gründeten aus einem Beschäftigungsverhältnis heraus, 14 Prozent aus der Arbeitslosigkeit, 6 Prozent aus einem Studium. Das durchschnittliche Gründungsalter liegt bei 41 Jahren. 31 Prozent der Gründenden sind Frauen.
Bei der Erstellung des aktuellen Gründungsreports kooperierte IHK NRW mit der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung aus Essen. Der 28-seitige Bericht kann über die Website der IHK Aachen unter www.ihk.de/aachen/gruendungsreport (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 1195 KB) kostenfrei heruntergeladen werden.
IHK-Presseinformation vom 10. Dezember 2025
Sechs Preisträger aus dem IHK-Bezirk

EIFEL Award 2025 – Regionale Wertschöpfung im Fokus

Gemeinsam für regionale Wertschöpfung in der Eifel – EIFEL Award 2025

In der Feuerhalle Euskirchen wurden insgesamt 31 Unternehmen mit dem EIFEL Award 2025 ausgezeichnet. Diese Betriebe stehen für vorbildliche regionale Wertschöpfungsketten – von lokalen Rohstoffen bis hin zu nachhaltigen Produkten.
Die Zukunftsinitiative Eifel hat mit dieser Auszeichnung erneut gezeigt, wie wichtig starke Partnerschaften, kurze Wege und nachhaltige Geschäftsmodelle für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung unserer Region sind.
Wie Markus Ramers, Landrat des Kreises Euskirchen und Präsident der Zukunftsinitiative Eifel, betonte: "Ländlich heißt bei uns: zukunftsfähig – mit Digitalisierung, guter Ausbildung und nachhaltigen Geschäftsmodellen übernehmen wir Verantwortung vor Ort."
Wir sind besonders stolz, dass sechs Preisträger aus dem Bezirk der IHK Aachen zu den Gewinnern zählen:
Diese Unternehmen sind echte Vorbilder, wenn es darum geht, regionale Wertschöpfung zu leben und gleichzeitig Arbeitsplätze zu schaffen, Emissionen zu senken und die Eifel als Wirtschaftsstandort zu stärken.

Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger!
Lasst uns gemeinsam die Zukunft der Eifel gestalten – nachhaltig, innovativ und regional!
Nachhaltigkeitspreis

Das sind die Gewinner

Zweiter Nachhaltigkeitspreis der IHK Aachen: Das sind die Gewinner

Die IHK Aachen hat zum zweiten Mal ihren Nachhaltigkeitspreis verliehen. 25 Unternehmen aus der Städteregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg haben ihre Projekte eingereicht – vom Kleinstbetrieb bis zum international tätigen Konzern. Drei davon hat eine Fachjury aus Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft jetzt ausgezeichnet: die Einreichung der GKD – Gebr. Kufferath AG aus Düren, der Hermetia Tech GmbH aus Aachen und der Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG aus Stolberg. Den Publikumspreis hat Picard’s aus Übach-Palenberg für sich entschieden.
"Die Gewinnerinnen und Gewinner zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und kreativ nachhaltiges Wirtschaften ist", sagt IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel während der feierlichen Übergabe der aus nachhaltigen Rohstoffen hergestellten Trophäen. "Mit unserem Nachhaltigkeitspreis wollen wir als IHK herausragende Initiativen von Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Region sichtbarer machen und andere Betriebe motivieren, ebenfalls aktiv zu werden. Die Projekte zahlen sich nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch aus. Denn nachhaltiges Wirtschaften bietet Unternehmen oftmals die Chance, neue Märkte zu erschließen und neue Kunden zu gewinnen."
© IHK Aachen
Deshalb wird die IHK Aachen auch 2027 wieder einen Nachhaltigkeitspreis verleihen. Dafür werden die aktuellen Gewinnerinnen und Gewinner in die künftige Jury eingebunden, um ihre Erfahrungen und Perspektiven einzubringen. Der Aachener Nachhaltigkeitspreis ist der erste seiner Art unter den nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern und wird alle zwei Jahre ausgelobt. Schirmfrau des Preises war auch diesmal Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen.
Die Gewinnerprojekte im Überblick:
Die GKD – Gebr. Kufferath AG hat mit einem innovativen Filtersystem für Gullideckel die Fachjury überzeugt. Es hilft, Mikroplastik in Form von Reifenabrieb aus dem Straßenverkehr zu sammeln und somit aus dem Wassersystem fernzuhalten. Eine zusätzliche Wartung ist nicht erforderlich. Seit September 2025 werden die Filter in einem Pilotprojekt in Düren erprobt. Die Jury lobt: "Das Projekt von GKD setzt neue Maßstäbe im Bereich Umweltschutz und Ressourcenschonung."
Die Hermetia Tech GmbH verwertet unverkaufte Lebensmittel aus Supermärkten, um damit Insektenlarven zu züchten, die zu Tierfutter weiterverarbeitet werden können. Damit schließt das Aachener Unternehmen eine Lücke in der Kreislaufwirtschaft. Die Jury befindet: "Das Projekt zeigt, wie organische Abfälle in nachhaltige Futtermittel umgewandelt werden können – ein Beitrag zur Reduktion von Müll und Treibhausgasen."
Die Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG hat die Fachjury mit ihrem "Aktionsplan Nachhaltigkeit" überzeugt. Bereits heute produziert der Kupferspezialist aus Stolberg mehr als ein Drittel seines Energiebedarfs aus regionalen Windkraftwerken und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Die Jury würdigt dieses "äußerst ambitionierte Ziel, das die Unternehmensführung gemeinsam mit der Belegschaft konsequent umsetzt."
Picard’s wurde von einer gebürtigen Kamerunerin gegründet. Der Ein-Frau-Betrieb hat das Geschäftsmodell, "gesunde, kultursensible und nachhaltige Getränke aus Kamerun" zu produzieren, hergestellt in Handarbeit. Beim öffentlichen Online-Voting erzielte das Projekt aus Übach-Palenberg mit 1.614 Stimmen den ersten Platz.
IHK-Presseinformation vom 26. September 2025

Die Sieger vom ersten Nachhaltigkeitspreis der IHK Aachen

Die IHK Aachen hat als erste IHK Nordrhein-Westfalens einen Nachhaltigkeitspreis verliehen. Eine Fachjury aus Vertreterinnen und Vertretern der regionalen Politik und Verwaltung sowie der IHK und der Handwerkskammer Aachen hat aus allen Einreichungen die aus ihrer Sicht drei besten Nachhaltigkeitsprojekte gekürt. Gewonnen haben das Luisenhospital Aachen, die Papstar Solutions GmbH aus Kall und die Pro Pet Koller GmbH & Co. KG aus Kall. Zusätzlich wurde ein Öffentlichkeitspreis vergeben, der per Online-Abstimmung ermittelt worden ist. Diesen erzielte die Walbert-Schmitz GmbH & Co. KG aus Aachen. Die vier Sieger wurden am Abend des 19. September in der IHK Aachen mit speziell angefertigten Trophäen aus nachhaltigen Rohstoffen aus der Region ausgezeichnet.
Das Luisenhospital Aachen hat gleich drei Projekte kombiniert eingereicht. Besonders hervorgehoben hat die Jury in ihrer Bewertung, dass das Luisenhospital "als regionales Einzelunternehmen für den Gesundheitssektor innovative Projekte sowie eine Nachhaltigkeitsstrategie konzipiert hat, die unmittelbar sowohl der Gesundheit der Kunden als auch dem Klimaschutz dienen." Ein skalierbarer Effekt im Gesundheitssektor mit hoher überregionaler Bedeutung für den Klimaschutz sei absehbar. Pluspunkte gab es zudem dafür, dass die Mitarbeitenden bei der Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie einbezogen worden sind.
Die Papstar Solutions GmbH befindet sich mit Einwegprodukten aus Kunststoff und Pappe grundsätzlich in einem unter Nachhaltigkeitsaspekten herausfordernden Markt. Umso beachtlicher sei es laut Jury, dass das Unternehmen mit dem Projekt "Zero Waste" Nachhaltigkeit als wichtiges Unternehmensziel definiert. Dabei handle es sich um ein "vorbildliches Konzept zur Vermeidung von Müll und Treibausgas-Emissionen".
Die Pro Pet Koller GmbH & Co. KG hat die Jury mit dem Projekt "Klimafreundliche Tiernahrung" überzeugt. Es habe "viel Potenzial für nachhaltiges Wirtschaften", insbesondere weil es gemeinsam mit den Partnern der Wertschöpfungskette realisiert und weitergedacht wird. Vor allem der Rohstoff Wasser werde bei der Herstellung der klimafreundlichen Tiernahrung deutlich eingespart.
Die öffentliche Abstimmung hat die Walbert-Schmitz GmbH & Co. KG aus Aachen vor der Schwan Gastgebergesellschaft mbH aus Jülich und der Inform GmbH aus Aachen für sich entschieden. Das ausgezeichnete Unternehmen liefert mit dem Projekt "W-S Sub" ein Konzept für mehr Nachhaltigkeit in der Produktion und Wiederverwertung von Rohstoffen im Messebau.
Schirmfrau Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie stellvertretende Ministerpräsidentin, betont: "Ob Kreislaufwirtschaft, klimagerechte Mobilität oder Energieeffizienz: Der Nachhaltigkeitspreis der IHK Aachen zeigt die große Bereitschaft, sich für nachhaltige Ideen einzusetzen und innovative Lösungen zu entwickeln. Genau diese Bereitschaft und dieses Anpacken brauchen wir, um die Transformation zur klimaneutralen Industrieregion in Nordrhein-Westfalen erfolgreich zu gestalten. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern und bedanke mich für ihr wertvolles Engagement für eine klimafreundliche Zukunft."
Insgesamt wurden 32 Projekte von Unternehmen verschiedener Branchen und Größen aus dem gesamten IHK-Bezirk – bestehend aus der Städteregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg – eingereicht. "Ein großes Dankeschön an alle Unternehmen, die unserem Aufruf gefolgt sind, sich mit ihrem Projekt zu bewerben", unterstreicht IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel. "Mit dem Nachhaltigkeitspreis wollen wir weitere Unternehmen dazu motivieren, sich ebenfalls auf den Weg zu machen, nachhaltig zu wirtschaften. So kann aus dem Thema ein Wettbewerbsvorteil für unsere Region entstehen."