Zukunftsprogramm

Erfolgreiche Arbeit in stürmischen Zeiten

Die IHK Aachen befindet sich in einer ihrer ereignisreichsten Legislaturperioden. Noch bis zur Konstituierung der neuen Vollversammlung am 23. Februar 2027 arbeitet sie an den aktuellen Zielen ihres Zukunftsprogramms "Morgen-Land" – und kann bereits eine positive Bilanz ziehen: Die Projekte und Aufgaben in den vier strategischen Handlungsfeldern sind zum jetzigen Zeitpunkt weitgehend abgearbeitet worden – trotz aller ökonomischen und geopolitischen Probleme, mit denen unsere Wirtschaft derzeit zu kämpfen hat.
Wo steht die IHK Aachen bei der Erreichung ihrer 2022 gesteckten Ziele? Die Aufgaben im Themenfeld "Standort stärken" wurden bereits zu 100 Prozent erarbeitet, die Projekte im Bereich "Supply sichern" zu 87 Prozent, "Energiewende entfesseln" zu 90 Prozent und "Fachkräfte finden" zu 95 Prozent. Diese Zahlen dokumentieren die konsequente Umsetzung der von der Vollversammlung der IHK Aachen gesetzten Ziele.
Die Prozentsätze spiegeln die Projektfortschritte in Bezug auf unser Zukunftsprogramm wider, nicht die aktuelle wirtschaftliche Lage. Diese ist vor dem Hintergrund der derzeitigen geopolitischen Lage und der strukturellen Probleme in Deutschland äußerst angespannt und erfordert kontinuierliche Anpassungen in der IHK-Arbeit.
"Die vergangenen vier Jahre und besonders das aktuelle Jahr sind von enormen Herausforderungen für unsere Wirtschaft geprägt", betont Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. "Die derzeitige Polykrise – bestehend aus internationalen Konflikten und Spannungen, wirtschaftspolitischen Verwerfungen, technologischer Transformation, veränderten Sicherheitsanforderungen und dem Übergang zu nachhaltigeren Produktionsweisen und Lieferketten – stellt unsere Mitglieder vor massive Herausforderungen."
Themenfelder wie Halbleitertechnologie oder Wirtschaft und Verteidigung rücken stärker in den Fokus und prägen zunehmend die Entwicklung unserer Region und verdeutlichen.
"Das bislang Erreichte ist ein wichtiger Meilenstein und zugleich Ausgangspunkt für unsere künftige Arbeit. Denn die globalen Entwicklungen und regionalen Herausforderungen erfordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Strategie und der daraus resultierenden Maßnahmen."

Halbzeit im Zukunftsprogramm 2022–2027: Die IHK Aachen zieht Zwischenbilanz

Halbzeit – ein Moment zum Innehalten und Weiterdenken. Die IHK Aachen nutzt diesen Zeitpunkt, um eine erste Bilanz ihres Zukunftsprogramms 2022–2027 zu ziehen. Die vergangenen Jahre waren geprägt von außergewöhnlichen Herausforderungen: Pandemie, Hochwasserschäden und ein Cyberangriff haben deutlich gemacht, wie wichtig eine flexible und krisenfeste Organisation ist.
Doch genau darin liegt auch eine Stärke der Region: Wandel nicht nur zu bewältigen, sondern aktiv zu gestalten. Die Schwerpunkte des Zukunftsprogramms liegen auf den Feldern Standortstärkung, Energiewende, Fachkräftesicherung und Versorgungssicherheit. Die IHK vernetzt regionale Akteure, vereinfacht Planungsprozesse für erneuerbare Energien und bringt konkrete Vorschläge für die berufliche Bildung auf den Weg.
Die IHK Aachen blickt auf eine erfolg- und ereignisreiche erste Hälfte der Legislaturperiode zurück und ist zuversichtlich, auch in den kommenden Jahren positive Impulse für die Region setzen zu können. Nun starten wir motiviert in die zweite Hälfte. Klar ist: Die IHK Aachen bleibt dran – mit Ideen, Engagement und einem starken Netzwerk.

Zukunftsprogramm 2022-2027

Standort stärken. Energiewende entfesseln. Fachkräfte finden. Supply sichern. Das sind die zentralen Themenfelder, denen sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen in der Legislaturperiode 2022 bis 2027 mit Nachdruck widmen wird, um den Strukturwandel in der Region zu meistern. Alle vier Bereiche beinhalten zahlreiche Projekte, Maßnahmen und Initiativen, die aus der Städteregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg ein Morgen-Land – eine wirtschaftlich gestärkte Region mit innovativen Unternehmen und zukunftsfähigen Arbeitsplätzen – machen sollen. Zusammengefasst sind die Weichenstellungen im Zukunftsprogramm der IHK Aachen, das deren Vollversammlung einstimmig auf den Weg gebracht hat.
Ob Energiewende, Digitalisierung oder Fachkräftesicherung: "Vieles wird, vieles muss sich verändern. Und darin sehen die Unternehmerinnen und Unternehmer in erster Linie eines: Chancen", betont IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel. Sie plädiert dafür, Herausforderungen proaktiv anzugehen, lösungsorientiert zu denken und pragmatisch zu handeln. "Gelingt uns das, ist Veränderung etwas Gutes, kann aus Neuem Zukunft entstehen", ist Kohl-Vogel überzeugt. "Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es der Kraft der gesamten Wirtschaft zwischen Wegberg und Dahlem, Selfkant und Weilerswist."
Wie wirtschaftliche Kräfte gebündelt und entfaltet werden können, ist im Zukunftsprogramm anhand konkreter Beispiele zusammengefasst. So wird sich die IHK Aachen etwa noch stärker dafür einsetzen, regionale Akteure und Entscheider miteinander zu vernetzen und die Standortvorteile der Region hervorzuheben, um Ansiedlungen neuer Unternehmen zu fördern. Der Ausbau erneuerbarer Energien wird vorangetrieben, indem bürokratische Regelungen verschlankt und aufwendige Planungsverfahren vereinfacht werden. Die IHK Aachen wird beispielsweise aufzeigen, wie neue Gewerbegebiete nachhaltig geplant und gebaut sowie bestehende entsprechend umgerüstet werden können. Und sie wird den Aufbau weiterführender Schulen für berufliche Bildung vorschlagen – mit dem Ziel, jedem Absolventen einen Ausbildungsplatz zu ermöglichen.