IHKmagazin
Nr. 6994460
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Induktion statt Kupolofen

OTTO JUNKER unterstützt Eisengießerei beim Umstieg auf CO₂-arme Schmelztechnik

Die OTTO JUNKER GmbH hat für die Eisengießerei Th. Schultz GmbH & Co. KG in Warendorf eine Mittelfrequenz-Induktionstiegelofenanlage vom Typ MONOMELT erfolgreich in Betrieb genommen.
Das Projekt markiert den vollständigen Umstieg der Gießerei auf eine elektrische Schmelztechnologie und ist Teil ihres Transformationsplans zur Dekarbonisierung und Energieeffizienzsteigerung. Mit einer Schmelzleistung von 1.200 Kilowatt und einem Fassungsvermögen von 1.700 Kilogramm Gusseisen ersetzt die OTTO JUNKER Anlage den Kupolofen und senkt die CO₂-Emissionen im Schmelzprozess um rund 330 Tonnen pro Jahr. Neben einer präzisen Prozesssteuerung ermöglicht das System eine stabile Leistungsregelung, die in bestehende Energiestrukturen integriert werden kann.
“Das Projekt zeigt, wie sich klassische Gießereiprozesse mit moderner Technologie nachhaltig gestalten lassen – und das wirtschaftlich”, sagt Andreas von Wachtendonk, Gebietsverkaufsleiter Gießereianlagen bei OTTO JUNKER.
Die Anlage ist seit Februar 2025 im Vollbetrieb. Erste Praxisergebnisse aus dem Regelbetrieb zeigen: Gegenüber dem früheren Kupolofen konnte der Energieverbrauch um rund 50 Prozent gesenkt werden – bei gleichzeitig höherer Prozessstabilität und gleichmäßigerer Schmelzqualität. Zudem habe sich der Arbeitsplatzkomfort durch geringere Staub- und Lärmemissionen deutlich erhöht. Die Umstellung erforderte eine enge Abstimmung zwischen OTTO JUNKER und dem Kunden: von der Planungs- und Auslegungsphase über die Integration in die bestehende Infrastruktur bis zur Inbetriebnahme und Schulung des Bedienpersonals.