Digitale Erfolgsgeschichten aus Sachsen-Anhalt 2026: Auszeichnung für mutige Transformation
Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner des Wettbewerbs „Digitale Erfolgsgeschichten aus Sachsen-Anhalt“, die am 1. Juli 2026 im Haus des Handwerks in Magdeburg im Rahmen des Digitalforums der Wirtschaft von der IHK Halle-Dessau, IHK Magdeburg, HWK Halle (Saale) und HWK Magdeburg ausgezeichnet wurden.
Die drei prämierten Projekte zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, wie Unternehmen digitale Lösungen nutzen, um Herausforderungen zu meistern, Chancen zu ergreifen und ihr Geschäftsmodell nachhaltig weiterzuentwickeln.
Alle drei Preisträger zeigen eindrucksvoll, dass erfolgreiche Digitalisierung viele Gesichter hat: Prozessoptimierung mit KI, neue digitale Geschäftsmodelle oder die Modernisierung interner Abläufe. Gemeinsam ist ihnen der Mut, Veränderungen anzustoßen, dranzubleiben und Digitalisierung als fortlaufenden Entwicklungsprozess zu verstehen. Genau solche Beispiele machen digitale Transformation greifbar und inspirieren andere Unternehmen, ihren eigenen Weg zu gehen.
Alle eingereichten Digitalen Erfolgsgeschichten, auch der vergangenen Wettbewerbe, können Sie auf unserer Wettbewerbshomepage nachlesen: Digitale Erfolgsgeschichten aus Sachsen-Anhalt
1. Platz: Hallog GmbH, Lutherstadt Eisleben
Die digitale Erfolgsgeschichte zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Digitalisierung nicht als Selbstzweck, sondern als wirksames Werkzeug zur Weiterentwicklung des Unternehmens verstanden wird.
Der Weg dorthin war alles andere als einfach: Investitionskosten, die Anpassung gewachsener Prozesse im laufenden Betrieb und Vorbehalte gegenüber Veränderungen mussten überwunden werden. Eine Blaupause gab es nicht. Stattdessen waren Mut, Ausdauer und die Bereitschaft gefragt, Prozesse immer wieder zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.
Das Ergebnis spricht für sich:
- Die Investitionen haben sich amortisiert.
- Prozesse laufen heute deutlich effizienter.
- Kundenanforderungen können flexibel und zuverlässig erfüllt werden.
- Kosten, Bearbeitungszeiten und Papierverbrauch wurden erheblich reduziert.
- Aus anfänglicher Skepsis wurde Begeisterung – die Mitarbeiter treiben heute weitere Digitalisierungsprojekte aktiv mit voran.
Beeindruckend ist die Konsequenz, mit der das Unternehmen den Grundsatz “immer weiter verbessern” lebt. So wurde beispielsweise die anfängliche Fehlerquote der KI bei der Dokumentenerkennung durch gezieltes Training auf 0,2 Prozent gesenkt. Die Digitalisierung von Frachtpapieren und Dokumentenabläufen zeigt, wie kontinuierliche Optimierung spürbare Mehrwerte schafft – für Kunden, Mitarbeiter und das Unternehmen gleichermaßen.
Die Erfolgsgeschichte der Hallog GmbH macht deutlich: Digitale Transformation ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess. Wer den Mut hat, anzufangen und dranzubleiben, wird mit mehr Effizienz, höherer Qualität und einer zukunftsfähigen Organisation belohnt.
2. Platz: Mein BioRind, Kevin Schulze, Groß Garz
Die Erfolgsgeschichte von Mein BioRind zeigt, dass Digitalisierung nicht nur bestehende Prozesse verbessert, sondern auch völlig neue Geschäftsmodelle ermöglichen kann. Aus dem Wunsch nach mehr Transparenz in der Fleischvermarktung entstand ein digitales Direktvermarktungskonzept: Ein Tier wird erst geschlachtet, wenn es vollständig online verkauft wurde.
Was mit Laptop, Kamera und Internet begann, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem tragfähigen Unternehmen – und das in einer wirtschaftlich schwachen Region, der Altmark.
Die digitale Plattform verbindet Transparenz, Nachhaltigkeit und Regionalität mit direktem Kundenzugang – ohne die üblichen Zwischenstufen der Vermarktung.
Damit ist Mein BioRind ein Brückenbauer zwischen Stadt und Land, zwischen verschiedenen Gewerken und Kunden. Es bindet viele regionale Partner ein und ermöglicht einen respektvollen Umgang mit dem Tier. Genau diese innovative Verbindung von Landwirtschaft und Digitalisierung macht das Projekt zu einer echten Erfolgsgeschichte.
3. Platz: Wohnungsgenossenschaft Seehausen/Altmark eG
Die Wohnungsgenossenschaft zeigt, dass Digitalisierung häufig dort beginnt, wo Mitarbeiter selbst Verbesserungspotenziale erkennen. Ziel war es, Übergabeprozesse effizienter, einheitlicher und papierärmer zu gestalten. Dafür mussten Standards definiert, Datenstrukturen aufgebaut und digitale Lösungen in bestehende Systeme integriert werden.
Besonders bemerkenswert ist der erfolgreiche kulturelle Wandel: Mitarbeiter, die über Jahrzehnte mit Papier und Stift gearbeitet hatten, haben den Umstieg auf digitale Prozesse mitgetragen. In kleinen Schritten mit praktischem Mehrwert.
Die Erfolgsgeschichte liegt daher nicht nur in der technischen Lösung, sondern im gelungenen Zusammenspiel von Technologie, Organisation und Veränderungsbereitschaft - und das in einem kleinen Team mit hohem Altersdurchschnitt abseits von Großstädten.