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Gas: Energiequelle der Zukunft?

28. Oktober 2019 - DIHK

Deutschlands Ausstieg aus Kernkraft und Kohle reißt eine Lücke in die hiesige Primärenergieversorgung, die der Strom aus erneuerbaren Quellen zumindest mittelfristig nicht vollständig schließen wird. Welche Rolle Erdgas und Wasserstoff übernehmen können, schildert die Arbeitsgemeinschaft niedersächsischer Industrie- und Handelskammern (IHKN) in einer aktuellen Publikation.

In der neuen Ausgabe der Themenreihe "Fokus Niedersachsen" beleuchtet die IHKN die Bedeutung von Erdgas für die Energiewende, heutige und künftige Importquellen sowie die Herstellungsweise und die Marktchancen von "grünem" Gas, also von Wasserstoff, der unter Verwendung von überschüssigem Strom aus erneuerbaren Quellen per Elektrolyse aus Wasser gewonnen wird.

Niedersachsen spielt in diesem  Zusammenhang in mehrfacher Hinsicht eine bedeutende Rolle: Das Land ist größter Förderer heimischen Erdgases, sämtliche norwegischen Gasimporte laufen über niedersächsische Häfen, Konsortien in Stade und Wilhelmshaven planen den Aufbau von Import-Terminals für Flüssigerdgas (LNG). Zudem verfügt Niedersachsen in unterirdischen Kavernen über die größten deutschen Speicherkapazitäten für Gas.

Auch für die energieintensive "Power to Gas"-Technologie bietet das Bundesland günstige Voraussetzungen – denn zu Spitzenzeiten liefern die Windanlagen dort deutlich mehr Strom, als über das Netz bundesweit verteilt werden kann. Erste Produktionskapazitäten sind bereits vorhanden: So haben unter anderem die Emder Stadtwerke und ein Autohersteller in Werlte Power-to-Gas-Anlagen in Betrieb genommen.

Sie finden die neue Publikation "Erdgas und 'grünes' Gas – Energiequellen der Zukunft" mit vielen weiteren Details und Infografiken zum Download auf der Website der IHKN.