DIHK News Detail DIHK News Detail

Tourismusbranche in Niedersachsen schwer getroffen

21. Juli 2020 - DIHK

Auch nach dem strengen Lockdown kämpfen Gastgewerbe und Reisewirtschaft noch immer mit Einschränkungen, und der Weg zur Normalität ist weit. Einen Überblick über die Situation der Branche bietet die Arbeitsgemeinschaft der niedersächsischen Industrie- und Handelskammern (IHKN) in ihrem aktuellen "Fokus Niedersachsen".

Die neue Ausgabe der Themenreihe behandelt die Ergebnisse der halbjährlichen IHKN-Tourismusumfrage, an der sich im Juni 522 Betriebe aus Hotellerie, Gastronomie und Campingwirtschaft sowie 122 Reisebüros und -veranstalter beteiligt hatten.

Dabei zeigte sich bei dem Klimaindex, der die aktuelle Lage, aber auch die Erwartungen der Branche widerspiegelt, ein massiver Einbruch: Er sank im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung von 127 Punkten auf nunmehr 48,6 Punkte. Vier von fünf Unternehmen berichteten von Stornierungen; ein Großteil beklagte Nachfragerückgänge. 43 Prozent der Befragten im Gastgewerbe gaben an, dass ihre Geschäftstätigkeit noch stillstehe. Bei den Reisebüros und -veranstaltern galt dies sogar für 80 Prozent.

Zur Überbrückung der schlechten Geschäftslage haben knapp 80 Prozent der Betriebe im Gastgewerbe und sogar 90 Prozent der Reiseunternehmen Soforthilfe beantragt. Und fast die Hälfte der Befragten aus dem Gastgewerbe und 70 Prozent der Reisebüros gaben an, weitere finanzielle Hilfen zu benötigen.

Knapp 60 Prozent der Gastgewerbebetriebe äußerten die Befürchtung, in der nächsten Saison Personal abbauen zu müssen, 56 Prozent planen keine Investitionen. Rund drei Viertel der Betriebe im Gast- und Reisegewerbe erwarten, im Laufe des Jahres 2021 zur Normalität zurückzukehren.

Den Fokus Niedersachsen "Tourismusbranche – Umsatzeinbrüche zwingen zum Personalabbau" mit weiteren Details gibt es zum kostenlosen Download auf der Website der IHKN.