IHK-Region

Das Regionale Innovationsmanagement im Schwabenbund

Unsere Region steht vor großen Herausforderungen. Dazu gehören der demografische Wandel, die Globalisierung der Wirtschaft und der anhaltende Innovationsdruck. Die Dynamik und die Komplexität dieser Herausforderungen erfordern ein konzertiertes Vorgehen aller Partner. Das regionale Innovationsmanagement ist unsere Antwort darauf. 

Unsere Ziele

Das regionale Innovationsmanagement hat den Anspruch die Region zukunftsorientiert und nachhaltig weiterzuentwickeln und den Wirtschaftsraum zu stärken. Hauptthema ist der Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, aber auch die Vernetzung der Innovationsintermediäre und die Erfassung von Zukunftstrends, die die Wissensinfrastruktur und den Technologietransfer in der Region beeinflussen können, spielen eine zentrale Rolle. Grundsätzlich geht es dabei um die Vernetzung und den Austausch der für einen solchen Transfer zuständigen Innovatoren aller relevanten Organisationen, die aktiv das wirtschaftliche Geschehen der Region mitgestalten wollen. Die Einbindung aktueller und zukünftiger Bedarfe der Unternehmen in der Region steht dabei im Fokus.
Ziel ist der Aufbau einer nachhaltigen Entwicklungsstrategie mit hohem Förderpotenzial, die keine „Bruchkanten“ in einem eng verflochtenen Raum wie dem des grenzüberschreitenden Schwabenbundes aufweist.

Unser Weg

Für ein nachhaltiges Regionales Innovationsmanagement (RI) bedarf es der Zusammenarbeit aller für die regionale Entwicklung verantwortlichen Akteure (Innovationsintermediäre). Das RI bietet hier unter der Federführung der IHK Ulm eine Austauschplattform zu den Themen Forschungsinfrastruktur, Wissens- und Technologietransfer. Es wird unterstützt durch ein gleichnamiges Förderprogramm des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums, das ermöglicht, sogenannte „Regionale Innovationsmanager/Innen“ aufzubauen. Wir bauen dabei keine zusätzlichen Strukturen auf, sondern die Akteure entwickeln die Region gemeinsam weiter. Ein solches Engagement stärkt sowohl die Sichtbarkeit der einzelnen Akteure und zeigt gleichzeitig, dass alle auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Die gemeinsame Weiterentwicklung der Region soll damit verstetigt werden.
Als gemeinsame Antwort auf globale Trends wie z.B. demographischer Wandel, Mobilitätsverhalten, Digitalisierung oder Klimawandel haben die regionalen Akteure das „Regionale Entwicklungskonzept“ erarbeitet. Es soll die Grundlage für die Entwicklungsarbeit der nächsten sieben bis zehn Jahre bilden. Diese integrierten Konzepte haben eine besondere Bedeutung, da sie zu einer nationalen bzw. EU-weiten Voraussetzung für die Erschließung von Fördermitteln geworden sind. Förderziel ist unter anderem die Weiterentwicklung des bestehenden und für den gesamten Schwabenbund länderübergreifend erarbeiteten „Regionalen Entwicklungskonzepts“ (REK).
Unser REK „Schwabenbund 2030: Wir schaffen die erfolgreiche Transformation im Mittelstand“ umfasst eine sozioökonomische Analyse sowie eine SWOT (Stärken/Schwächen/Chancen/Risiken) - Analyse der Region. Daraus haben die Regionalen Akteure eine Vision und eine regionale Strategie abgeleitet, wie mit den identifizierten Stärken und Chancen den festgestellten Risiken und Schwächen begegnet werden kann. Kern der regionalen Strategie bilden zwei sogenannte Leuchtturmprojekte und sieben Schlüsselprojekte mit den Schwerpunktthemen Digitalisierung, Bioökonomie und Ressourceneffizienz.
Mit dem Regionalen Entwicklungskonzept hat sich die Region am Wettbewerb RegioWin2030 des Landes Baden-Württemberg beteiligt, denn im Kontext des 8. EU-Rahmenprogramms (2021 - 2027) bieten sich exzellente Fördermöglichkeiten für Forschungsinfrastruktur und Technologietransfer. Unser gemeinsam erarbeitetes REK mit seinen beiden Leuchttürmen wurde am 14. April 2021 von Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, prämiert. Für die Leuchtturmprojekte, das Transferzentrum für Digitalisierung, Analytics & Data Science (DASU) in Ulm und das Transferzentrum für industrielle Biotechnologie, fließen in den kommenden Jahren rund 13,4 Mio. € Fördermittel in die Region.

Unsere Partner

Unter www.transfernetzwerksued.de werden die Projekte und die bereits bestehenden Vernetzungen der regionalen Akteure wie in den verschiedenen Clustern oder Initiativen sichtbar gemacht. Es geht darum, eine Plattform zu schaffen, um die vielen Akteure und Intermediäre der Region aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung länderübergreifend darzustellen und Netzwerkaktivitäten zusammenzuführen. Mit der Darstellung und Zusammenführung der Akteure soll eine nachhaltigere Struktur aufgebaut werden und eine Art „Schwäbische Wissensregion“ entstehen.
Das Projekt wird durch Mittel des Wirtschaftsminsteriums des Landes Baden-Württemberg gefördert.
Viererband