IHK Ulm

HyLevel - Der Wasserstoffnewsletter

BWIHK Task Force Wasserstoff, Mai 2026

Forschung

Fallstudie: Pipeline-Transporte von flüssigen Derivaten bis zu zehnmal günstiger als von Wasserstoffgas. Eine Fraunhofer-Studie zeigt, dass flüssige Wasserstoffderivate wie Methanol deutlich günstiger per Pipeline nach Deutschland transportiert werden können als gasförmiger Wasserstoff – teils bis zu zehnmal günstiger. Mit dem neuen Modell HyTROM+ lassen sich erstmals realistische Kosten und optimale Routen auf Basis von Geodaten und technischen Parametern berechnen, was die Planungssicherheit für Politik und Investoren erhöht. Am Beispiel der Route Triest–Karlsruhe wird deutlich, dass solche Derivate besonders für Importkorridore und schwer elektrifizierbare Sektoren attraktiv sind. Gleichzeitig weist die Studie darauf hin, dass dadurch Wertschöpfung stärker in Produktionsländer mit günstiger erneuerbarer Energie verlagert werden könnte. Zur Originalquelle
EWI-Studie: Supply Security of Green Hydrogen and Ammoniak Imports to Germany. Die EWI Studie analysiert Wasserstoff- und Ammoniakimporte nach Deutschland anhand von Lieferkosten und einem Länder-Performance-Score, der wirtschaftliche, politische und soziale Stabilität bewertet. Für grünen Wasserstoff sind europäische Länder wie Spanien und Finnland am effizientesten (niedrige Kosten, hohe Sicherheit), während Marokko und Mexiko günstig aber risikoreicher sind. Bei Ammoniak bieten Australien und Kanada hohe Versorgungssicherheit bei höheren Kosten, Marokko bleibt der kostengünstigste Anbieter. Zur Originalquelle

News

Verlängerte Antragsfrist: Förderung H2-Tankstellen und Nutzfahrzeuge. Die Frist zur Antragseinreichung für Wasserstofftankstellen wurde wegen hoher Nachfrage bis zum 30. Juni 2026 verlängert, da Investitionsentscheidungen im aktuellen Marktumfeld schwierig sind. Antragsteller benötigen vor allem mehr Klarheit zu Fahrzeugverfügbarkeit, Infrastrukturentwicklung und Wasserstoffpreisen. Die verlängerte Förderung soll Planungssicherheit schaffen und den Hochlauf von Wasserstoff im Schwerlastverkehr unterstützen. Gleichzeitig adressiert sie das Problem fehlender Infrastruktur und unzureichender Auslastung, um die Wirtschaftlichkeit von Tankstellen zu verbessern. Zur Originalquelle
Ergebnisse der dritten Auktion der Europäischen Wasserstoffbank. Die dritte Auktion der Europäischen Wasserstoffbank hat neun Projekte in sieben EWR-Ländern mit insgesamt rund 1,09 Mrd. € gefördert, die zusammen knapp 1,1 GW Elektrolysekapazität aufbauen sollen. Über zehn Jahre werden mehr als 1,3 Mio. t erneuerbarer bzw. CO₂-armer Wasserstoff produziert, was rund 9 Mio. t CO₂-Emissionen vermeidet. Die Auktion war stark überzeichnet, mit teils sehr niedrigen Gebotspreisen unter 1 €/kg, und deckt verschiedene Kategorien von RFNBO-Standardprojekten bis hin zu Anwendungen in Schifffahrt und Luftfahrt ab. Ergänzend stellen Deutschland und Spanien zusätzliche 1,7 Mrd. € bereit; Vertragsabschlüsse sind für Ende 2026 geplant, mit anschließenden Fristen für Finanzierung und Umsetzung. Zur Originalquelle

Events

4. "Energiesysteme im Wandel" Konferenz – Strom, Wärme, Verkehr, Industrie in Hamburg (02.06.2026). Die EEHH lädt zur Fachkonferenz „Energiesysteme im Wandel“ am 2. Juni 2026 in Hamburg ein, die sich mit Sektorenkopplung und integrierten Netzen befasst. Schwerpunkt ist die Umsetzbarkeit der Hamburger Dekarbonisierungsziele bis 2040 im Kontext von Wärmeplanung und Digitalisierung der Energienetze. Neben Eröffnungsrede, Keynotes und einer Podiumsdiskussion zur Wärmewende stehen insbesondere praktische Herausforderungen und Perspektiven für kommunale Unternehmen und Industrie im Fokus. Abschließend werden in Fachvorträgen konkrete Projekte zur Netzintelligenz und Digitalisierung vorgestellt, gefolgt von Networking. Zur Originalquelle
H2.INSIGHTS#10 – H2-Anwendungen in der Industrie (10.06.2026). Wasserstoff wird neben der Elektrifizierung als wichtiger Baustein für die klimaneutrale Transformation der Industrie gesehen, insbesondere für schwer elektrifizierbare Prozesse. Dennoch befindet sich seine praktische Anwendung vielerorts noch in einem frühen Stadium, da Unsicherheiten bei Technologien, Prozessen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Investitionen hemmen. Das Webinar beleuchtet diese Herausforderungen und zeigt mögliche Transformationspfade für energieintensive Unternehmen auf. Zudem werden Praxiserfahrungen sowie Fördermöglichkeiten vorgestellt, insbesondere für KMUs auf der Suche nach Orientierung für ihre Dekarbonisierungsstrategien. Zur Originalquelle
Wasserstoff aus Stuttgart (23.06.2026). Im Stuttgarter Hafen hat der Bau einer großen Anlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff begonnen, ein wichtiger Schritt für den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur in der Region. Das Projekt umfasst drei Elektrolyseure, die ab Ende 2026 jährlich bis zu 1.000 Tonnen Wasserstoff produzieren sollen, betrieben mit Strom aus erneuerbaren Energien. Der erzeugte Wasserstoff wird per Pipeline oder Trailer an regionale Abnehmer geliefert und vor allem in Industrie und Verkehr genutzt. Damit leistet das Projekt einen zentralen Beitrag zur CO₂-freien Energieversorgung und zu den Klimazielen von Stuttgart und Baden-Württemberg. Zur Originalquelle
Hydrogen Dialogue Summit 2026 (24.-25.06.2026). Süddeutschlands überlastete Stromnetze, der internationale Wettbewerbsdruck und neue geopolitische Herausforderungen erhöhen den Handlungsdruck in Energie- und Industriepolitik. Wasserstoff wird dabei als zentraler Lösungsbaustein gesehen. Der Hydrogen Dialogue Summit im Rahmen von The smarter E Europe greift diese Themen auf und bringt internationale Akteure aus Industrie, Politik und Energiewirtschaft zusammen. Die Konferenz unterstreicht die strategische Bedeutung von Wasserstoff für Süddeutschland und dient als zentrale Plattform für Austausch und Lösungsansätze. Zur Originalquelle
H2-Kolloquium Baden-Württemberg 2026 (01.-02.07.2026). Das H2-Kolloquium Baden-Württemberg bietet Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik eine Plattform, um sich über aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Wasserstoff auszutauschen und gemeinsam Perspektiven weiterzuentwickeln. Geplant ist ein vielseitiges Umfeld für fachliche Impulse, Vernetzung und Gespräche zu Projekten, Technologien und Anwendungen entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette. Zur Originalquelle