Maßnahmen zum betrieblichen Infektionsschutz

Corona: Branchen-Informationen im Überblick

Das Land Baden-Württemberg hat seine Corona-Verordnung erneut verlängert. Die Änderungen sind seit 31. Mai 2022 in Kraft getreten. Damit weitet sich die Laufzeit der Verordnung bis 28. Juni 2022 aus.
Die aktuelle Corona-Verordnung finden Sie auf den Seiten des Landes. Sie gilt bis zum 28. Juni 2022.

Wesentliche Regelungen

  • Aktuell sind in Baden-Württemberg keine verpflichtenden Corona-Schutzmaßnahmen für Geschäfte, den gastronomischen Bereich sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen vorgesehen.
  • Beschränkungen des täglichen Lebens z. B. im Handel und in der Gastronomie, sowie das Abstandsgebot oder Gäste-Obergrenzen bei Veranstaltungen bzw. Maskenpflicht entfallen.
  • Unternehmen können vom Hausrecht Gebrauch machen und Schutzmaßnahmen vorschreiben.
  • Weiterhin Maskenpflicht im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr, in medizinischen Einrichtungen oder Obdachlosenunterkünften.
  • Das bundesweit gültige Infektionsschutzgesetz enthält eine Verordnungsermächtigung für die Länder, die so genannte Hotspotregelung.
  • Die Einhaltung eines Mindestabstandes, eine ausreichende Hygiene, das Tragen einer medizinischen Maske oder einer Atemschutzmaske in öffentlich zugänglichen geschlossenen Innenräumen sowie das regelmäßige Belüften von geschlossenen Räumen werden generell empfohlen.

Neue Regeln zur Quarantäne und Isolation

Baden-Württemberg hat die Isolations- und Quarantäneregeln zum 3. Mai 2022 geändert.

Für positiv Getestete gilt:

  • Positiv getestete Personen (Schnelltest oder PCR-Test) sind verpflichtet, sich sofort in Isolation zu begeben.
  • Im Regelfall ist eine fünftägige Isolation ausreichend, wenn 48 Stunden keine Symptome mehr bestehen.
  • Bestehen weiterhin Krankheitssymptome (z. B. Husten oder Fieber) muss die Isolation fortgesetzt werden. Sie endet spätestens nach zehn Tagen.
  • Es ist kein negativer Test mehr nötig, um die Isolation zu beenden.
  • Für Beschäftigte im medizinisch-pflegerischen Bereich gilt: Sie können nach der Isolation erst nach einem negativen Corona-Test wieder arbeiten.

Für Kontaktpersonen gilt:

  • Für Kontaktpersonen und haushaltsangehörige Personen entfällt die Quarantänepflicht – unabhängig vom Impfstatus.
  • Es wird für einen Zeitraum von zehn Tagen nach dem letzten Kontakt zur positiv getesteten Person empfohlen, Kontakte zu anderen Personen zu reduzieren.
  • Darüber hinaus sollten die allgemeinen Schutzmaßnahmen (z.B. Tragen einer medizinischen Maske, Abstands- und Hygieneregeln) eingehalten werden.
Die vollständige CoronaVO Absonderung finden Sie auf den Seiten des Landes Baden-Württemberg.

Schutz am Arbeitsplatz

Zurzeit besteht keine 3G-Nachweispflicht für Beschäftigte am Arbeitsplatz. Und auch die Corona-Arbeitsschutzverordnung trat am 26. Mai 2022 außer Kraft.
Lokale und betriebliche Infektionsausbrüche sind dennoch möglich. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind deshalb entsprechend den Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) weiterhin verpflichtet, ihre Gefährdungsbeurteilung stetig an das Infektionsgeschehen anzupassen und Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu ergreifen, wenn nötig.
Hierfür empfiehlt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) Maßnahmen des betrieblichen Infektionsschutzes. In Form von Antworten auf häufig gestellten Fragen (FAQ) liefert das Ministerium Empfehlungen und gibt Hinweise zur Umsetzung.
Bitte beachten Sie auch unseren IHK-Artikel zu Arbeitsrechtlichen Fragen rund um das Coronavirus.

Fragen beantwortet Ihnen gerne unser IHK-Service Recht und Steuern unter: stuttgart.ihk.de/rechtsfrage

Überprüfung von Test-, Genesenen- und Impfnachweisen

Genesenen- und Impfnachweise können elektronisch überprüft werden, etwa mit der CoVPassCheck-App.

Hilfsangebote für Unternehmen

Auf unserem Dokument Finanzielle Soforthilfen von Bund und Land finden Sie weiterführende Informationen zu allen Förderprogrammen und die Zugänge zu den Antragsportalen.
Informationen erhalten Sie über Ihre IHK: Tel. 0711 2005-1677

Hygienekonzepte

Unternehmen und Veranstaltungsbetriebe müssen Hygienekonzepte erstellen. Dazu zählt insbesondere die Regelung von Personenströmen, die ausreichende Lüftung von Innenräumen, die regelmäßige Reinigung von Oberflächen und Gegenständen sowie die rechtzeitige und verständliche Information der Gäste über die geltenden Hygienevorgaben.
Für die Erstellung gibt es Beispiele, Vorlagen und Handlungshilfen von diversen Institutionen und Verbänden.
Trotz sorgfältiger Prüfung können wir für die Angaben keine Haftung übernehmen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Stand: 3. Juni 2022