Pressemitteilung vom 12. Januar 2022

Zahl der eingetragenen Ausbildungen sinkt abermals

Der Rückgang  der Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse fällt allerdings geringer aus als 2020.
Die Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse im Jahr 2021 im Landkreis Böblingen ist zum Stichtag 31. Dezember im Vergleich zum Vorjahr abermals gesunken. Der Rückgang zum Vorjahr beträgt 1,2 Prozent. Insgesamt erholt sich der Ausbildungsmarkt jedoch wieder etwas. Im Jahresvergleich 2019 zu 2020 betrug der Rückgang der eingetragenen Ausbildungsverhältnisse noch 10,8 Prozent. 2020 wurden insgesamt 1.127 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, 2021 waren es nur noch 1.113. Insgesamt liegt der Landkreis knapp über dem Schnitt der Region Stuttgart, die einen Rückgang von 1,3 Prozent zu verzeichnen hat.
Vor allem in den technischen Berufen ist ein Rückgang an Ausbildungsplätzen zu bemerken. Sie nahmen um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ab. „Insgesamt fiel es den Unternehmen in den letzten Jahren zunehmend schwer, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Die seit fast zwei Jahren bestehende Pandemie und Veränderungen aufgrund des Strukturwandels im Automobilbereich haben neben anderen Effekten zu einem geringeren Angebot an Ausbildungsplätzen geführt.“, sagt Marion Oker, Leitende Geschäftsführerin der IHK-Bezirkskammer Böblingen: „Problematisch ist, dass sich dadurch der Fachkräftemangel, der im Landkreis ja schon lange besteht, weiter verschärft.“ Aber auch die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen sinkt. „Dabei spielt neben sinkenden Schülerzahlen ebenso die Corona-Pandemie eine Rolle: Schülerinnen und Schüler hatten weniger Möglichkeiten, sich vor Ort zu informieren oder Praktika zu machen.“, sagt Oker. „Dem versuchen wir mit unseren Angeboten entgegenzusteuern. Die IHK-Bezirkskammer Böblingen unterstützt Schülerinnen und Schüler beim Finden eines Ausbildungsplatzes und hilft Unternehmen, passende Auszubildende zu finden.“
Dafür bietet die IHK verschiedenste Projekte, wie „Azubi-Gesucht?“, die Ausbildungsbotschafter oder das „Kümmerer“-Projekt an, um Betriebe und interessierte Jugendliche zusammen zu bringen. Außerdem unterstützen die Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater Auszubildende und Unternehmen vor und während der Ausbildung.