Bewachung

Sachkundeprüfung Bewachungsgewerbe

Allgemeine Informationen zum rechtlichen Hintergrund

Seit 1. Januar 2003 ist für die direkte Ausübung folgender Tätigkeiten im Bewachungsgewerbe der Nachweis einer erfolgreich abgelegten Sachkundeprüfung erforderlich.
  • Personen, die das Bewachungsgewerbe nach § 34a Absatz 1 Satz 1 der Gewerbeordnung als Selbständige ausüben wollen,
  • die gesetzlichen Vertreter bei juristischen Personen, soweit sie mit der Durchführung von Bewachungsaufgaben direkt befasst sind,
  • die mit der Leitung des Gewerbebetriebes beauftragten Personen und
  • sonstige Personen, die mit der Durchführung von Bewachungsaufgaben nach § 34a Absatz 1a Satz 2 der Gewerbeordnung beschäftigt werden.
Zu diesen Bewachungsaufgaben zählen vor allem:
  • Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr (sogenannte Citystreifen etc.),
  • Schutz vor Ladendieben (sogenannte Kaufhausdetektive),
  • Bewachungen im Einlassbereich von gastgewerblichen Diskotheken (z. B. Türsteher)
  • Bewachungen in leitender Funktion von Aufnahmeeinrichtungen nach § 44 des Asylgesetzes und von Gemeinschaftsunterkünften nach § 53 des Asylgesetzes oder anderen Immobilien und Einrichtungen, die der auch vorübergehenden amtlichen Unterbringung von Asylsuchenden oder Flüchtlingen dienen,
  • Bewachungen in leitender Funktion von zugangsgeschützten Großveranstaltungen.
Vielfach wird das 40-stündige Unterrichtungsverfahren für Bewachungspersonal als Basisvorbereitung genutzt, da die uns bekannten Vorbereitungskurse Grundkenntnisse voraussetzen. Jedoch ist diese nicht als Prüfungsvorbereitung zu empfehlen, da sie rein aus zeitlichen Gesichtspunkten bereits keine qualifizierte Vorbereitung ersetzt. Ein Anbieter, der an verschiedenen Standorten in Norddeutschland Vorbereitungskurse durchführt, ist der Verband „Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland e. V. (VSWN)“. Aber auch die einschlägigen Sicherheitsschulen bieten Vorbereitungslehrgänge an.

Das Wichtigste zur Prüfung in Kürze

  • Die Sachkundeprüfung besteht aus einem schriftlichen (120 Minuten) und einem mündlichen Teil (15 Minuten je Prüfling). Mündlich können bis zu fünf Teilnehmer gleichzeitig geprüft werden.
  • Wörterbücher oder Ähnliches sind als Hilfsmittel nicht zugelassen.
  • Die schriftlichen Sachkundeprüfungen finden grundsätzlich bundeseinheitlich an jedem dritten Donnerstag im Monat statt. Ausnahmen sind möglich und hängen von der zeitlichen Lage der Feiertage ab. Die mündliche Prüfung findet jeweils noch am gleichen Tag statt. Ausnahmen sind möglich.
  • Prüfungsgebühr ca. 150,- EUR.
  • Die Teilnahme an der Sachkundeprüfung erfordert eine umfassende und intensive inhaltliche Vorbereitung. Sie kann sowohl durch selbstständiges Lernen als auch durch Schulungsmaßnahmen bei Weiterbildungsträgern oder in Unternehmen erfolgen.
  • Geprüft werden Sachgebiete, die im Rahmenstoffplan (PDF) festgelegt  sind

Bundeseinheitliche Prüfungstermine

  • 20. Oktober 2022
  • 17. November 2022
  • 8. Dezember 2022
Die Sachkundeprüfung muss vor Aufnahme einer der vorgenannten Tätigkeiten absolviert werden. Bei Nichtbestehen darf sie wiederholt werden.

Wo kann die Prüfung abgelegt werden?

Wichtiger Hinweis: Die IHK Stade führt die Sachkundeprüfung derzeit nicht durch.