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Breites Leistungsspektrum für die Wirtschaft

Die IHKs vertreten nicht nur die Interessen der Wirtschaft, sondern stehen ihren Mitgliedern auch mit einem vielfältigen Angebot an Leistungen zur Seite. Sie unterstützen mit ihrem Dienstleistungsangebot Unternehmen in allen Phasen – von der Gründung über Innovation und Sicherung bis schließlich zur Unternehmensnachfolge.

Beratung von der Existenzgründung …

So unterstützen die IHKs angehende Unternehmerinnen und Unternehmer mit rund 175.000 Einstiegsgesprächen und Beratungen zum Geschäftskonzept.

Die IHKs geben jährlich knapp 10.000 Stellungnahmen zu Förderanträgen ab – vor allem bei Bürgschaften und bei Zuschüssen für Existenzgründungen.

… bis zur Nachfolgesuche

In Fragen der Unternehmensnachfolge sind die IHKs wichtige Ansprechpartner. Jährlich besuchen circa 10.000 Interessenten rund 300 Veranstaltungen zu diesem Thema. Daneben finden rund 11.000 individuelle Beratungsgespräche statt.

Unternehmen brauchen Rechtssicherheit

Die IHKs geben Auskunft in vielen für Unternehmen relevanten Rechtsbereichen. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen ohne spezialisierte Rechtsabteilung sind diese IHK-Dienstleistungen eine wichtige Unterstützung. So erteilten die IHKs im Jahr 2017 mehr als 478.000 Rechtsauskünfte.

IHKs gewährleisten, dass das Handelsregister stimmt

Das öffentliche Handelsregister gibt Auskunft über unternehmensbezogene Rechtsverhältnisse und Rechtstatsachen. Damit das Handelsregister fehlerfrei bleibt, unterstützen die IHKs die registerführenden Stellen mit jährlich über 102.000 gutachterlichen Stellungahmen. So verhindern sie beispielsweise rechtswidrige Eintragungen und helfen dabei, Einträge zu berichtigen oder zu vervollständigen.

IHKs wirken an der kommunalen Bauleitplanung mit

Die IHKs vertreten die Interessen der Unternehmen bei städtebaulichen Fragen wie etwa der Entwicklung des Verkehrsnetzes oder der Ausweisung von Gewerbegebieten. Im Rahmen der kommunalen, regionalen und Landesplanung geben die IHKs bundesweit 18.239 Stellungnahmen pro Jahr ab. Als Träger öffentlicher Belange werden die IHKs bereits im frühesten Verfahrensstadium von der Kommune einbezogen. Auf dieser Grundlage ist die Kommunalpolitik in der Lage, über einen Ausgleich oder Kompromiss zwischen verschiedenen Nutzungsinteressen zu entscheiden.

Wachstum über Grenzen hinweg unterstützen

Die IHKs unterstützen Unternehmen dabei, auf internationalen Märkten Fuß zu fassen. Der exportorientierten deutschen Wirtschaft liefern die IHKs Marktinformationen, geben Hinweise zu Fragen des Zollrechts und bieten persönliche Beratungen. Gleichzeitig erhalten die Unternehmen das für viele Märkte erforderliche Ursprungszeugnis für die Ausfuhr ihrer Waren.

Informationen über ausländische Märkte

Knapp 34.500 Unternehmen haben sich 2017 im Rahmen von Länderberatungstagen informiert. Themenbezogene Veranstaltungen zu Zoll- und Außenwirtschaftsrecht zählten mehr als 37.500 Teilnehmende. Oftmals greifen die IHKs dabei auf das Know-how aus dem Ausland zurück: Sie halten engen Kontakt zu dem vom DIHK koordinierten Netz der Deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen der Deutschen Wirtschaft (AHKs) mit über 140 Büros in 92 Ländern und weltweit insgesamt 51.000 Mitgliedschaften. Oftmals vermitteln AHK-Fachleute persönlich praxisnahe Ratschläge bei solchen Veranstaltungen.

Meistgefragt: Rat rund um Zoll- und Außenwirtschaft

Die persönliche Beratung ist mit Blick auf das internationale Geschäft wichtig. Häufig sind Informationen zum ersten Engagement auf einem neuen Zielmarkt oder zur Suche nach Geschäftspartnern gefragt. Insgesamt erteilten die IHKs im Jahr 2017 mehr als 123.000 Auskünfte zu Auslandsmärkten – ein Beleg auch für das starke internationale Engagement der deutschen Unternehmen.

Zum Zoll- und Außenwirtschaftsrecht gaben die IHKs rund 413.000-mal Rat und Unterstützung. Die meisten Fragen zielen dabei auf die Höhe von Zöllen und Steuern, auf die notwendigen Handelspapiere und die Frage nach erforderlichen Genehmigungen ab.

Hinzu kommen jährlich 1,9 Millionen Ursprungszeugnisse, Carnets – sozusagen die Reisepässe einer Ware – und andere Bescheinigungen für den Außenwirtschaftsverkehr, die die IHKs den Unternehmen ausstellen.

Welcome Center helfen Zuwanderern

Etwa jede dritte IHK engagiert sich bei der Begleitung von Zugewanderten. IHKs gründen und betreiben IHK-Welcome Center, kooperieren mit Partnern oder unterstützen mit ihren Angeboten bestehende Einrichtungen in ihren Regionen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für Zugewanderte und ihre Familien, um die Integration in Beschäftigung und Leben in Deutschland zu unterstützen. Außerdem helfen sie Unternehmen bei der Suche und Integration von ausländischen Fachkräften. Zunehmend sind sie auch Anlaufstelle für qualifizierte Flüchtlinge und Asylsuchende.

Energie und Rohstoffe für morgen

Die Energiewende hat starken Einfluss auf die Standortbedingungen hierzulande. Die IHK-Organisation achtet dabei auf eine angemessene Berücksichtigung der Versorgungssicherheit, der Bezahlbarkeit und Planungssicherheit sowie der Nachhaltigkeit. In diesem Rahmen unterstützt sie die Unternehmen vor Ort vielfältig: Von Effizienzsteigerungen über eine Optimierung der Energieeinkaufsstrategie bis hin zur verstärkten Eigenenergieerzeugung reichen die Themen, die IHKs aufgreifen.

Bereits über 3.800 Energie-Scouts qualifiziert

Die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz hat bis Oktober 2018 6.500 Azubis aus ca. 1.500 Unternehmen zu Energie-Scouts qualifiziert. In ihren Ausbildungsbetrieben helfen sie dabei, Energieeinsparpotenziale aufzudecken und Verbesserungen anzustoßen.

Inserieren statt entsorgen

In der IHK-Recyclingbörse (www.ihk-recyclingboerse.de) können Unternehmen kostenlos Inserate für verwertbare Abfälle und Produktionsrückstände einstellen, zum Beispiel Kunststoffe, Metalle, Papier / Pappe und Gummi. 2017 suchten rund 34.000 Unternehmen in der Börse nach recycelfähigem Material.

Vor Ort in Unternehmen

Zum Selbstverständnis gehört bei all diesen Aktivitäten, dass IHK-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter regelmäßig Unternehmen besuchen und sich vor Ort nach den aktuellen Herausforderungen erkundigen – allein 2017 gab es knapp 130.000 solcher Gespräche. Hier können die Unternehmen der IHK ihre Sorgen und Schwierigkeiten mit auf den Weg geben, die dies wiederum an die Politik übermittelt. Die IHK erfährt aber auch, in welchen Bereichen die Betriebe sich weitere Unterstützung wünschen.