26.01.2022

Landesregierung muss 2G im Einzelhandel abschaffen

Die 2G-Zugangsbeschränkung für Ladengeschäfte mit Kundenverkehr haben Gerichte in mehreren Bundesländern beanstandet. So sind in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und im Saarland die 2G-Regelung im Einzelhandel außer Kraft gesetzt. Mecklenburg-Vorpommern hält jedoch weiterhin daran fest. Damit drohen aus der Sicht der IHK zu Schwerin Wettbewerbsverzerrungen und ein Einkaufstourismus in andere Bundesländer.
„Wir appellieren daher an die Landesregierung, die 2G-Pflicht für den Einzelhandel in Mecklenburg-Vorpommern abzuschaffen. Die bestehende Maskenpflicht und die Begrenzung der Kundenzahl bieten weiterhin einen hohen Gesundheitsschutz“, so Matthias Belke, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin.
Auf Unverständnis stößt bei den Unternehmen zudem die aktuelle Diskussion um die Ausweitung der 2G-Plus-Regelung in der Gastronomie. Nach Presseberichten soll diese künftig bereits ab Ampelstufe gelb gelten. „Das ist schlicht nicht akzeptabel!“, stellt IHK-Präsident Belke klar. „Die wirtschaftliche Situation der Betriebe ist bereits so belastet, das zusätzliche Verschärfungen sprichwörtlich das Fass zum Überlaufen bringen.“
Klaus-Peter Regler, Centermanager im Schlosspark-Center Schwerin und Mitglied des IHK-Handelsausschusses, macht dazu deutlich: „Wir brauchen von der Landesregierung ein klares Zeichen, wann die 2G-Regel im Einzelhandel und die 2G-Plus-Regelung in der Gastronomie wegfällt.“
Auch Belke setzt hier an: „Einerseits nimmt die Komplexität der MV-Ampel regelmäßig zu, anderseits ist die Belastungsgrenze der betroffenen Betriebe bereits überschritten. Ich appelliere daher an die Landesregierungen, die Unternehmen nicht zusätzlich zu belasten und jegliche Wettbewerbsverzerrungen zu anderen Bundesländern zu vermeiden. Die betroffenen Unternehmen brauchen vielmehr zeitnah verlässliche Öffnungsperspektiven!“