26.01.2022

MPK-Beschlüsse hinterlassen viele offene Fragen bei den Unternehmen

„Die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vom 24.01.2022 haben bei den Unternehmen viele neue Fragen aufgeworfen, auf die dringend Antworten erforderlich sind“, resümiert der Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin, Matthias Belke.
Seit der Änderung beim Janssen-Impfstoff hinsichtlich des Immunisierungsgrades gelten nun viele Beschäftigte in den Betrieben wieder als nicht vollständig geimpft und müssen täglich Tests beibringen. Sie können auch keine 2G- oder 2Gplus-Angebote mehr in Anspruch nehmen und fallen damit von heute auf morgen als Kunden weg.
„Diese unangekündigte Änderung war mehr als ärgerlich. Es ist sehr bedauerlich, dass die Ministerpräsidentenkonferenz diese Entscheidung nicht weiter überprüfen lässt“, erläutert Belke.
Nach den MPK-Beschlüssen vom 24.01.2022 stehen Unternehmen zudem vor der Frage wie ihre Angestellten künftig ohne den Anspruch auf einen PCR-Test eine Infektion und die daraus resultierende Isolation rechtssicher als Grundlage für die Lohnfortzahlung nachweisen werden. Ferner ist völlig offen, wie Infizierte an die Gesundheitsämter gemeldet werden, um dann später auch einen Genesenennachweis zu erhalten. Dieser wiederum ist relevant für die Inanspruchnahme von 2G(plus)-Angeboten, sofern die Personen nicht auch geimpft sind.  „Genesenennachweise müssen auch künftig ausgestellt werden“, fordert Belke.
Mit Blick auf die von der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Aussicht gestellten Anpassungen im Kulturbereich unterstreicht der IHK-Präsident das Gebot der Gleichbehandlung.
„Wir begrüßen die angekündigten Anpassungen für den Kulturbereich und appellieren an die Landesregierung, diese Anpassungen für alle Freizeitangebote im Innenbereich vorzunehmen. Zudem sind die Ampelregelungen insgesamt anzupassen und zu vereinfachen. Beispielsweise ist es nicht zu erklären, warum Fitnessstudios in Ampelphase rot mit 2Gplus geöffnet sind, Tanzschulen aber schließen müssen.