22.09.2022

Baltic Sea Business Day muss Initialzündung sein für enge Zusammenarbeit

Rostock, 22.09.2022: In seiner Eigenschaft als geschäftsführender Präsident der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern in MV (IHKs) erklärt Matthias Belke anlässlich des Baltic Sea Business Days:
„Die aktuellen Ereignisse in Europa zwingen uns geradezu, enger zusammen zu rücken, neue Ideen der Zusammenarbeit zu entwickeln und länderübergreifend miteinander zu arbeiten. Innerhalb Europas hat der Ostseeraum immer schon eine wirtschaftlich bedeutende Rolle gespielt. Diese historisch gewachsenen Beziehungen sind ein großer Vorteil, wenn es gilt gemeinsam zu lernen und zu wachsen. Wir begrüßen deshalb die Idee sehr, diese Veranstaltung zu einer Initialzündung und zu einem dauerhaften Format werden zu lassen.
Die Zusammenarbeit im Ostseeraum bietet aus Sicht der IHKs große Potenziale, etwa die Forschung und Entwicklung voranzubringen durch intensive Kooperationen von Hochschulen und Universitäten. Großes wirtschaftliches Potential sehen die IHKs ebenfalls bei der Digitalisierung. Hier kann Mecklenburg-Vorpommern von den Erfahrungen in den Ostseeanrainerstaaten lernen. Dabei geht es sowohl um neue digitale Geschäftsmodelle als auch die Digitalisierung von Standardprozessen etwa in der Verwaltung im Sinne des Bürokratieabbaus. Aktuell besonders wichtig ist Kooperation bei der Versorgung mit Energie und Rohstoffen wie Holz. Hier müssen im Sinne der Unternehmen Synergien genutzt und Kräfte gebündelt werden, damit in Zeiten angespannter Lieferketten Unternehmen dabei unterstützt werden können, ihre Lieferantenstruktur anzupassen.
Wichtig ist und bleibt jedoch, dass Mecklenburg-Vorpommern in den Staaten dieser Region präsent ist. Sei es durch Gespräche mit Partnern vor Ort oder Veranstaltungsformaten. Die IHKs sehen in dieser Frage eine besondere Verantwortung bei der Landesregierung und bieten gerne ihre Unterstützung an.
Die IHKs pflegen bereits seit Jahrzehnten eine enge Zusammenarbeit im Ostseeraum. Das bestehende IHK-Netzwerk der Auslandshandelskammern ist dabei ein bewährtes Instrument, wirtschaftliche Impulse aus den Nachbarstaaten zu nutzen und gemeinsame Herausforderungen auch gemeinschaftlich zu bewältigen.“

Die Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg Vorpommern

Unter dem Namen „ IHKs in Mecklenburg-Vorpommern“ haben sich die drei Industrie- und Handelskammern in Neubrandenburg, Rostock und Schwerin als Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Sie vertreten rund 85.000 Unternehmen, die etwa 500.000 Mitarbeiter beschäftigen. Ungefähr 3.700 Unternehmerinnen und Unternehmer engagieren sich ehrenamtlich in den drei IHKs. Die Geschäftsführung der IHKs in MV obliegt für die Dauer von zwei Jahren rotierend jeweils einer der drei IHKs und wird für die Jahre 2021 und 2022 von der IHK zu Schwerin wahrgenommen.