Rückblick: 13. Energieforum 2026

Am 28. April 2026 fand das 13. Energieforum MV statt. Im Mittelpunkt standen die Energiepolitik im Vorfeld der Landtagswahl 2026 und der Blick der Wirtschaft auf die zentralen Energiefragen.
Die Industrie- und Handelskammer Schwerin, die WEMAG, die Stadtwerke Schwerin und die Akademie Schwerin luden Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Energiewirtschaft zum Austausch ein.
In den Vorträgen sowie der Podiumsdiskussion unter dem Leitspruch “Energie braucht Wirtschaft: Perspektiven und Herausforderungen” wurde deutlich, dass der Ausbau erneuerbarer Energien weiterhin durch komplexe Genehmigungsprozesse, Netzengpässe und lange Anschlussfristen gebremst wird. Vertreter aus Wirtschaft und Verbänden – darunter DIHK, BDEW sowie regionale Energieunternehmen – und die energiepolitischen Sprecher der Fraktionen im Landtag Mecklenburg-Vorpommern machten auf die große Investitionslücke und den hohen Finanzierungsbedarf aufmerksam. Gleichzeitig wurde betont, dass moderne Speichertechnologien, intelligente Netze und die Kombination von Wind‑ und Solarenergie entscheidend für Effizienzgewinne seien.
Zentral stellt sich die Frage, wie es gelingt, die Abnehmerseite für unsere grüne Energie im Land deutlich zu stärken. Nur wenn eine gezielte Ansiedlungspolitik moderne Industriearbeitsplätze, innovative Speicherlösungen sowie intelligente Netze zusammenführt, kann unsere leistungsfähige Infrastruktur ihr volles Potenzial für die heimische Wirtschaft entfalten und zugleich die Kosten durch eine breite Verteilung moderat halten. Die Rahmenbedingungen dafür müssen entschlossen von der Politik gestaltet werden – klar, verlässlich und ohne Zeit zu verlieren.
Deutlich wurde, dass technisch alles in der Energiewende machbar ist. Wenn wir Wärme und Kälte, Gas und Strom grün ersetzen wollen, ist die große Herausforderung die Finanzierung der notwendigen Infrastrukturen.