Energie - 22.01.2026
Stromerzeugung 2025: Solar überholt Braunkohle
2025 stammten 55,9 Prozent der Nettostromerzeugung in Deutschland aus erneuerbaren Energien. Damit blieb ihr Anteil gegenüber 2024 unverändert. Innerhalb des Strommixes kam es jedoch zu Verschiebungen: Solarenergie überholte erstmals die Braunkohle und rückte auf Platz zwei vor. Wichtigste Stromquelle blieb die Windenergie, mit deutlichem Abstand zu allen anderen Energieträgern. Trotz dieser Entwicklung wurden die gesetzlichen Ausbauziele klar verfehlt.
Die Erreichung der Klimaneutralität hängt maßgeblich vom Ausbau erneuerbarer Energien ab. Nur wenn Solar- und Windenergie konsequent ausgebaut und fossile Energieträger schrittweise ersetzt werden, kann die Energiewende gelingen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) legt dafür verbindliche Ausbaupfade fest. Weniger bekannt sind die jährlichen Zwischenziele: Für 2025 sah das EEG eine Stromerzeugung von 346 Terawattstunden aus erneuerbaren Energien vor. Tatsächlich wurden jedoch nur 256 Terawattstunden erreicht. Eine wesentliche Ursache war ein windschwaches Jahr. Besonders im ersten Quartal sank der Anteil erneuerbarer Energien zeitweise auf nur 47 Prozent.
Positiver fiel die Entwicklung bei der Photovoltaik aus. Die Solarstromerzeugung stieg um 21 Prozent gegenüber 2024, zugleich nahm die installierte Leistung deutlich zu. Solarenergie überholte damit dauerhaft die Braunkohle bei der Stromerzeugung.
Auch Batteriespeicher entwickelten sich 2025 dynamisch. Hohe Preisschwankungen am Strommarkt und sinkende Kosten für Batterien – vor allem durch die Elektromobilität – machen Speicher zunehmend attraktiv. Die Kapazität großer Batteriespeicher wuchs innerhalb eines Jahres um 60 Prozent auf 3,7 Gigawattstunden. Insgesamt sind inzwischen knapp 25 Gigawattstunden Batteriespeicher installiert, vor allem in privaten Haushalten. Studien des Fraunhofer ISE zeigen jedoch: Bis 2030 werden deutlich mehr Speicher benötigt, um Strom aus Wind und Sonne zuverlässig nutzen zu können.
