IHK zu Lübeck
Lagebericht des Geschäftsjahrs 2021
I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
I.I Konjunkturelle Rahmenbedingungen im Kammerbezirk
Auf dem Höhepunkt des zweiten Lockdowns startete die Wirtschaft im Hansebelt ins neue Jahr. Zwar hatte sich die Stimmung in den Unternehmen im Vergleich zum Frühjahr verbessert: Nach seinem historischen Tiefststand von 60 Punkten erreichte der Konjunkturklimaindex der IHK´n in Schleswig-Holstein zum Jahreswechsel 2020/21 wieder 95 Punkte. Im vierten Quartal kletterte der Index sogar auf 116,4 Punkte. Damit liegt er zum zweiten Mal in Folge über seinem langjährigen Durchschnitt von 111,2 Punkten. Allerdings zeichnete sich bereits im Herbst ab, dass der Aufschwung an Fahrt verloren hatte.
Bis zum Jahreswechsel waren vor allem die Industrie, die Dienstleistungen, die Bauwirtschaft und die Logistik die Wachstumstreiber. Einzelhandel und Gastronomie litten weiterhin unter den Corona-Beschränkungen. Die Hotellerie dagegen konnte vom Trend zum Urlaub an Deutschlands Ostseeküste profitieren. An die Stelle der Pandemie-Bewältigung traten Faktoren, die die Zukunftsaussichten der Unternehmen trübten: der anhaltende Fachkräftemangel, die globalen Lieferengpässe und der massive Preisanstieg bei den fossilen Brennstoffen. Hinzu kommt die vierte Welle der Pandemie, die einer Rückkehr zur Normalität im Wege steht. In der Summe liegen vor der Wirtschaft damit zum Jahreswechsel enorme und selbst kaum zu beeinflussende Zukunftsrisiken.
Verbote und Einschränkungen von Veranstaltungen, die Schließung von Geschäften, Hotels und Gastronomiebetrieben sowie die Zuteilung von staatlichen Zuschüssen oder Krediten führte wie schon 2020 zu einem erhöhten Aufkommen von Anfragen betroffener Unternehmen an die IHK zu Lübeck. Unser Service-Center, unsere Hotline (-250) und der Einsatz weiterer IHK-Experten war eine große Hilfe für unsere Mitglieder. Zudem hat sich die enge Kooperation im Verbund der IHKs und der Handwerkskammern in der Krise weiter bewährt. Auf unserer Homepage www.ihk-schleswig-holstein.de haben die Experten stets aktuelle Informationen für die Unternehmen zusammengestellt.
I.II Inhaltliche Schwerpunkte der Kammerarbeit
Auch 2021 haben wir einen Schwerpunkt auf eine verstärkte Politikberatung und Vertretung der Interessen unserer regionalen Wirtschaft gelegt. Den Aufholprozess der regionalen Wirtschaft begleiteten wir und schoben durch zahlreiche Blitz-Umfragen zu Wirtschaftsentwicklung und Spezialfragen konkrete Politikberatung an. Die IHK zu Lübeck war daher in vielen wirtschaftspolitischen Fragen rund um Corona aktiv. Dabei handelten wir im engen Verbund mit den Schwesterkammern, um dem Hauptadressaten unserer Forderung, der Landesregierung, geschlossen entgegenzutreten und ihr durch einheitliche Handlungsempfehlungen die Arbeit zu erleichtern. Die IHK-Organisation insgesamt konnte sich, auch im Vergleich zu anderen Verbänden und Organisationen, als kompetenter, handlungsfähiger und reaktionsschneller Politikberater präsentieren. Dazu trugen vor allem die engen persönlichen Kontakte in die Landesregierung und unser Konzept des konstruktiven Dialogs mit der Politik bei.
Corona bestimmte das ganze Jahr über die Arbeit der Geschäftsbereiche. Die Option des mobile office haben täglich weiterhin rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genutzt. Unsere IT-Abteilung bewältigte zahllose Herausforderungen, um allen Kolleginnen und Kollegen die Arbeit von zuhause aus zu ermöglichen. In der Beratungs- und
Bearbeitungsqualität der Mitgliederanfragen gibt es keine qualitativen Einschränkungen. Unser gemeinsames Ziel, unseren Mitgliedern gerade in Krisenzeiten bestmöglichen Service zu bieten, haben wir ganz im Sinne unseres Leitsatzes: „Innovativ – Herzlich – Kompetent“ verfolgt. Im Haupthaus und in den Geschäftsstellen haben wir den Kontakt mit unseren Kunden trotz der widrigen Umstände aufrechterhalten. Für unsere Kunden waren und sind wir jederzeit erreichbar, auch wenn externe Gäste nicht mehr auf die Etagen kommen und wir die Laufkundschaft „auf Abstand“ halten.
Trotz eines umfangreichen Webinar-Angebots verspürten wir den Wunsch unserer Kunden, wieder Präsenzveranstaltungen zu besuchen. Daher haben wir die Lockerungen im Land genutzt und vereinzelt Veranstaltungen angeboten, für die Abstand und Hygieneregeln entscheidende Voraussetzungen waren.
Ein wichtiger Schwerpunkt der IHK-Arbeit ist und bleibt das Querschnittsthema Künstliche Intelligenz (KI). Akteure aus unterschiedlichen Branchen zeigen hohes Interesse an der Technologie und deren Einsatz in den Unternehmen, stehen aber häufig vor vergleichbaren Herausforderungen und offenen Fragen.
Bearbeitungsqualität der Mitgliederanfragen gibt es keine qualitativen Einschränkungen. Unser gemeinsames Ziel, unseren Mitgliedern gerade in Krisenzeiten bestmöglichen Service zu bieten, haben wir ganz im Sinne unseres Leitsatzes: „Innovativ – Herzlich – Kompetent“ verfolgt. Im Haupthaus und in den Geschäftsstellen haben wir den Kontakt mit unseren Kunden trotz der widrigen Umstände aufrechterhalten. Für unsere Kunden waren und sind wir jederzeit erreichbar, auch wenn externe Gäste nicht mehr auf die Etagen kommen und wir die Laufkundschaft „auf Abstand“ halten.
Trotz eines umfangreichen Webinar-Angebots verspürten wir den Wunsch unserer Kunden, wieder Präsenzveranstaltungen zu besuchen. Daher haben wir die Lockerungen im Land genutzt und vereinzelt Veranstaltungen angeboten, für die Abstand und Hygieneregeln entscheidende Voraussetzungen waren.
Ein wichtiger Schwerpunkt der IHK-Arbeit ist und bleibt das Querschnittsthema Künstliche Intelligenz (KI). Akteure aus unterschiedlichen Branchen zeigen hohes Interesse an der Technologie und deren Einsatz in den Unternehmen, stehen aber häufig vor vergleichbaren Herausforderungen und offenen Fragen.
Ein weiterer großer Schwerpunkt für den Geschäftsbereich Innovation und Umwelt war erneut die Beratung der Mitgliedsunternehmen zu Fragen „rund um Corona“. Die Themen reichten von der Beschaffung von „Corona-Produkten“ (Masken, Tests, etc.) über deren korrekten Einsatz in den Unternehmen, Möglichkeiten zur Förderung einer heimischen Produktion von Schutzausrüstung (vor allem Masken) bis zum Ausstellen von Testbescheinigungen seitens der Unternehmen beim „betrieblichen Testen“. Als Erschwernis der Beratungstätigkeit zu diesem Themenkomplex erweisen sich immer wieder die auch zwischen den norddeutschen Bundesländern (Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen) abweichenden und häufigen Änderungen unterworfenen Regelungen zu einzelnen Punkten wie der Anpassung an aktuelle Corona-Inzidenzwerte. Zu diesem Themenkomplex gab es mehrere hundert Anfragen. Zahlreiche unklare Einzelpunkte klärte der Bereich mit den verantwortlichen Behörden (Ministerium für Gesundheit und Soziales, regionale Gesundheitsämter).
Ein Schwerpunkt der Arbeit des Geschäftsbereichs Existenzgründung und Unternehmensförderung lag bei der Interessensvertretung und der Politikberatung zu Corona-Finanzierungshilfen.
Die erlaubnispflichtigen Gewerbe waren 2021 ein weiterer wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Geschäftsbereiches Existenzgründung und Unternehmensförderung. Obwohl sich das Makler- und Vermittlergewerbe durch die Coronazeit auf neue Prozesse und Abläufe einstellen musste, deutete die hohe Zahl an telefonischen Beratungen und damit verbunden eine gestiegene Zahl von Antragsverfahren für eine Gewerbeerlaubnis auf eine positive Entwicklung hin. Mit gemeinsamen Stellungnahmen der IHK Schleswig-Holstein ist es uns unter anderem gelungen, die geplante Übertragung der Aufsicht über die Finanzanlagenvermittler auf die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zunächst zu stoppen und die Verordnung über die Prüfung zum zertifizierten Verwalter nach
§ 26a des Wohnungseigentumsgesetzes durch Rückmeldungen aus der Praxis für die Verwalter positiv zu beeinflussen. Dank des Feedbacks aus dem Makler- und Vermittlergewerbe werden wir auch 2022 Webinare und Präsenzveranstaltungen zu wichtigen Branchenthemen anbieten.
Die erlaubnispflichtigen Gewerbe waren 2021 ein weiterer wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Geschäftsbereiches Existenzgründung und Unternehmensförderung. Obwohl sich das Makler- und Vermittlergewerbe durch die Coronazeit auf neue Prozesse und Abläufe einstellen musste, deutete die hohe Zahl an telefonischen Beratungen und damit verbunden eine gestiegene Zahl von Antragsverfahren für eine Gewerbeerlaubnis auf eine positive Entwicklung hin. Mit gemeinsamen Stellungnahmen der IHK Schleswig-Holstein ist es uns unter anderem gelungen, die geplante Übertragung der Aufsicht über die Finanzanlagenvermittler auf die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zunächst zu stoppen und die Verordnung über die Prüfung zum zertifizierten Verwalter nach
§ 26a des Wohnungseigentumsgesetzes durch Rückmeldungen aus der Praxis für die Verwalter positiv zu beeinflussen. Dank des Feedbacks aus dem Makler- und Vermittlergewerbe werden wir auch 2022 Webinare und Präsenzveranstaltungen zu wichtigen Branchenthemen anbieten.
In den Geschäftsstellen Ahrensburg und Norderstedt erfolgte die Umstellung auf das neue digitale Außenwirtschaftsverfahren – das sogenannte eUZ – sehr erfolgreich. Die Mitglieder können außenwirtschaftliche Bescheinigungen, wie Ursprungszeugnisse und Handelsrechnungen, online beantragen. 80 Prozent der Kunden nutzen dieses Verfahren
bereits, hier hat Corona als Digitalisierungsbeschleuniger geholfen. Ein Ziel für 2022 ist, dass 95 Prozent der Kunden das neue Verfahren nutzen und damit noch schneller ihre Exporte auf den Weg bringen können.
Einen Teilnehmerrekord verzeichneten die fünften Fehmarnbelt Days am 31. Mai 2021 als hybride Veranstaltung im Ferienzentrum Weißenhäuser Strand. Rund 850 Interessenten aus den Königreichen Dänemark, Schweden und Norwegen sowie aus Norddeutschland und weiteren europäischen Staaten hatten sich zugeschaltet. Die Veranstaltung stand unter dem Motto: „Our region. Our future. Stronger together!“. Die nächste Ausgabe der Fehmarnbelt Days ist 2023 in der dänischen Region Seeland geplant.
bereits, hier hat Corona als Digitalisierungsbeschleuniger geholfen. Ein Ziel für 2022 ist, dass 95 Prozent der Kunden das neue Verfahren nutzen und damit noch schneller ihre Exporte auf den Weg bringen können.
Einen Teilnehmerrekord verzeichneten die fünften Fehmarnbelt Days am 31. Mai 2021 als hybride Veranstaltung im Ferienzentrum Weißenhäuser Strand. Rund 850 Interessenten aus den Königreichen Dänemark, Schweden und Norwegen sowie aus Norddeutschland und weiteren europäischen Staaten hatten sich zugeschaltet. Die Veranstaltung stand unter dem Motto: „Our region. Our future. Stronger together!“. Die nächste Ausgabe der Fehmarnbelt Days ist 2023 in der dänischen Region Seeland geplant.
Das Regionalmanagement im Hansebelt, einer Teilregion der Metropolregion, hat im April 2021 die erste Förderphase erfolgreich abgeschlossen.
Seit April befindet sich das Regionalmanagement in der zweiten Förderphase mit einer Förderquote von 65 Prozent. Das Team hat die ersten Projekte bereits angestoßen, ausgeschrieben und beauftragt.
Die Tourismusbranche hat zu Beginn des Jahres durch die Corona-Situation einen schweren Start gehabt. Im Frühjahr gab es für die innere Lübecker Bucht durch das Modellregion-Projekt erste Lichtblicke. Von Mai bis August 2021 gab es im Hansebelt sogar eine Steigerung der Buchungen im Vergleich zu 2019. Die IHK zu Lübeck war für die Branche stets Ansprechpartnerin zu Themen wie die Corona-Bekämpfungsverordnung, Hygienekonzepte oder Corona-Hilfspakete. Die Beratungsangebote verzeichneten online sowie auch im direkten Austausch mit der Gastronomie und Beherbergungsbetrieben ein großes Interesse. Das Veranstaltungsformat „Designkontor“ erfreute sich weiterhin einer hohen Nachfrage.
Im Zuge der Corona-Pandemie und den damit anhaltenden wechselnden Regelungen auch im Bereich Einzelhandel und Dienstleistungen bereitete die IHK die neuen Regelungen regelmäßig und sehr zeitnah branchengerecht auf und streute diese unter anderem über den eingeführten Ticker auf der IHK-Website sowie an und über die Handels- und Gewerbevereine. Ziel der Interessenvertretung auf Landesebene war es, spezifische Probleme in der Praxis aufzuzeigen und Erleichterungen für die Branche herbeizuführen. Ergänzend bot die IHK-Informationsveranstaltungen zum Beispiel zum Einsatz digitaler Tools im Handel an und wies auf Fördermöglichkeiten hin.
Für den Handel sowie körpernahe Dienstleistungen verabschiedete die IHK ein mit den Handelsausschüssen abgestimmtes Dokument, das aus Praxissicht verträgliche Schritte zur Eindämmung der Pandemie präsentiert. Auch das Thema Innenstadt stand auf der Agenda. Die IHK zu Lübeck hat gemeinsam mit den Handelsausschüssen der Schwesterkammern in Schleswig-Holstein ein Positionspapier erarbeitet und der Vollversammlung vorgelegt. Damit will die IHK eine breitere, detailliertere und legitimierte Position gegenüber Politik und Verwaltung einnehmen. In diesem Sinne hat die IHK auch einen schriftlichen Entwurf zum Positionspapier Raumplanung und Tourismus erarbeitet, der die bestehenden Handelsstrukturen aufgreift.
Der Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung nahm die IHK-Prüfungen in der Aus- und Weiterbildung sowie in der Sach- und Fachkunde 2021 vollständig unter „Corona-Bedingungen“ ab. „Corona-Bedingungen“ bedeutet: Abstand halten, desinfizieren, Kontaktverbot. Diese Regelungen betrafen die schriftlichen, einzelnen mündlichen und/oder praktischen Prüfungen von mehr als 5.000 Auszubildenden in mehr als 120 Berufen und rund 1.000 Teilnehmer an Fortbildungsprüfungen in mehr als
15 Fortbildungsabschlüssen mussten jeweils geprüft werden. Hinzu kamen rund
2.000 Teilnehmer an Sach- und Fachkundeprüfungen.
15 Fortbildungsabschlüssen mussten jeweils geprüft werden. Hinzu kamen rund
2.000 Teilnehmer an Sach- und Fachkundeprüfungen.
In diesem Jahr kamen auch den Berufsschulen und den Ausbildungsbetrieben eine besondere Rolle und auch ein besonderer Verdienst zu: Wo immer möglich und nötig, ermöglichten sie Prüfungen in kleineren Gruppen als sonst üblich und in Räumlichkeiten, die aufgrund ihrer Größe das Infektionsrisiko in Grenzen hielten. Für die umfangreichen Vorbereitungen stimmten sich die Prüfungskoordinatoren der IHK und der Berufsschulen eng mit den ehrenamtlichen Prüfern in den Unternehmen ab.
Aber auch die Unternehmen und die Bewerber auf Ausbildungsplätze standen vor großen Herausforderungen, da sich die Coronakrise auf dem Ausbildungsmarkt deutlich bemerkbar gemacht hat. Die Chancen auf einen freien Ausbildungsplatz waren zwar genauso gut wie im Jahr 2020, jedoch haben sich die sonst üblichen Schritte auf dem Weg in die Ausbildung um zwei bis drei Monate verschoben. Berufsmessen fielen aus, Praktika waren zum größten Teil nicht möglich und auch die Berufsorientierung in den Schulen war reduziert.
Auch etablierte Formate wie die Meisterfeier oder auch der geplante Ausbilder- und Prüfertag mussten ausfallen. Zur großen Freude der Wirtschaft, Berufsschulen und auch Prüfungsabsolventen ehrte die IHK die besten Prüfungsabsolventen aber am 22. Oktober 2021 unter freiem Himmel. Rund 320 ehemalige Auszubildende, Vertreter der Ausbildungsbetriebe und Angehörige waren in das VfB-Stadion in Lübeck gekommen. Darüber hinaus verlieh die IHK an sechs Unternehmen den begehrten Ausbildungs-Award.
Die Digitalisierung der Berufsausbildung ging weiter voran: Das IHK-online-Ausbildungsportal erhielt einige zusätzliche Funktionen und Anwendungen. Zudem hat die IHK viele weitere Ausbildungsbetriebe als Nutzer gewonnen.
Das Projekt „Hand in Hand for international Talents“ ist erfolgreich gestartet. Ziele sind die Entwicklung und Erprobung eines praxistauglichen Prozesses für die Gewinnung und Vermittlung von qualifizierten Fachkräften aus den Drittländern in rund zehn IHK-Berufen. Die IHK zu Lübeck kann damit einen Prozess für die Einwanderung von Fachkräften mitgestalten und Erfahrung sammeln. Außerdem leistet sie wie beim Projekt
„Willkommenslotsen“ einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der regionalen Wirtschaft.
Die Erkenntnisse aus unseren Kontakten und Gesprächen mit Unternehmern, aus unseren Umfragen und Veranstaltungen sind in unsere Politikberatung eingeflossen. Zum ersten Mal haben wir gemeinsam unter dem Dach der IHK Schleswig-Holstein Forderungen zur Bundestagswahl aufgestellt und den Kandidatinnen und Kandidaten die Anforderungen der Wirtschaft an die künftige Bundespolitik mitgeteilt. Besonders wichtig ist es uns, dass die Politik die Bedeutung der Wirtschaft in der Krise anerkennt, ihr mehr Vertrauen als bisher entgegenbringt und Freiheiten gestattet, damit die freie und soziale Marktwirtschaft wieder funktionieren kann. Auch die Landespolitik ist Adressatin unserer Forderungen, denn sie kann über den Bundesrat und die Landesgruppen der Parteien Einfluss auf die Bundespolitik nehmen. Für uns sind die Forderungen die Grundlage für Gespräche mit den Parteien und Bundestagsabgeordneten.
„Willkommenslotsen“ einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der regionalen Wirtschaft.
Die Erkenntnisse aus unseren Kontakten und Gesprächen mit Unternehmern, aus unseren Umfragen und Veranstaltungen sind in unsere Politikberatung eingeflossen. Zum ersten Mal haben wir gemeinsam unter dem Dach der IHK Schleswig-Holstein Forderungen zur Bundestagswahl aufgestellt und den Kandidatinnen und Kandidaten die Anforderungen der Wirtschaft an die künftige Bundespolitik mitgeteilt. Besonders wichtig ist es uns, dass die Politik die Bedeutung der Wirtschaft in der Krise anerkennt, ihr mehr Vertrauen als bisher entgegenbringt und Freiheiten gestattet, damit die freie und soziale Marktwirtschaft wieder funktionieren kann. Auch die Landespolitik ist Adressatin unserer Forderungen, denn sie kann über den Bundesrat und die Landesgruppen der Parteien Einfluss auf die Bundespolitik nehmen. Für uns sind die Forderungen die Grundlage für Gespräche mit den Parteien und Bundestagsabgeordneten.
Das Jahresende stand im Zeichen der Vollversammlungswahl. Unsere rund 65.000 Mitglieder stimmten darüber ab, wer in den kommenden sechs Jahren einen Sitz im höchsten Gremium der IHK hat und die Leitlinien der IHK bestimmt. 122 Kandidatinnen und Kandidaten hatten sich um die 64 Sitze beworben. Zum ersten Mal hatten wir eine Online-Wahl zusätzlich zur Briefwahl ermöglicht.
Die IHK zu Lübeck verstärkte die Kooperationen mit den benachbarten IHKs. Das Präsidium tagte gemeinsam mit dem Präsidium der IHK zu Schwerin. Die Gremien der Landesarbeitsgemeinschaft IHK Schleswig-Holstein tagten regelmäßig.
Die IHK zu Lübeck verstärkte die Kooperationen mit den benachbarten IHKs. Das Präsidium tagte gemeinsam mit dem Präsidium der IHK zu Schwerin. Die Gremien der Landesarbeitsgemeinschaft IHK Schleswig-Holstein tagten regelmäßig.
Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben hat die IHK eng mit dem Hansebelt-Unternehmensnetzwerk, dem Regionalmanagement im Hansebelt, dem Fehmarnbelt Business Council (FBBC) sowie den Wirtschaftsjunioren Lübeck, Ostholstein und Segeberg kooperiert. Außer der Handelskammer Hamburg gehört nur der Bezirk der IHK zu Lübeck vollständig zur Metropolregion Hamburg (MRH). Gemeinsam mit den IHKs und Wirtschaftsverbänden in der MRH engagiert sich die IHK zu Lübeck in der Initiative pro Metropolregion Hamburg e.V. (IMH).
II. Vermögens-/Finanz-/Ertragsentwicklung und -lage
Vermögenslage
Das Vermögen der IHK zu Lübeck setzt sich aus 13.997 T€ (Vj. 14.368 T€) langfristigem Anlagevermögen, 9.613 T€ (Vj 9.278 T€) kurzfristigem Umlaufvermögen, sowie 95 T€ (Vj. 73 T€) aktiven Rechnungsabgrenzungsposten zusammen. Die Bilanz weist zum 31. Dezember 2021 ein Volumen von 23.705 T€ auf und liegt damit um 14 T€ unter dem Vorjahreswert.
Im Jahr 2021 hat sich im Vergleich zum Vorjahr eine Verlagerung vom Anlagevermögen zum Umlaufvermögen ergeben. Dies ist überwiegend bedingt durch Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und Abnahme des Wertpapier-Bestandes.
Das in der Anlagerichtlinie vorrangige Ziel der Kapitalerhaltung unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Ethik konnte im Geschäftsjahr 2021 aufgrund der Entwicklung an den Kapitalmärkten erfüllt werden. Die Wertentwicklung belief sich im Jahr 2021 auf +3,98 %, bei der Bethmann Bank. Der Bestand an Wertpapieren beträgt zum 31.12.2021 6.993 T€.
Im Vergleich zum Jahr 2020 verminderte sich aufgrund des negativen Jahresergebnisses und der Entnahmen aus den Rücklagen im Jahr 2021 das Eigenkapital der IHK zu Lübeck um 389 T€ auf 11.054 T€.
Finanzlage
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist ein Maßstab für die Innenfinanzierungskraft der IHK.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit umfasst das um die Veränderungen der Rücklagen, Rückstellungen, der Abschreibungen und Zuschreibungen zum Anlagevermögen, der sonstigen Aktiva und Passiva sowie der Zuführungen oder Auflösungen von aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten bereinigte Jahresergebnis vor außerordentlichen Aufwendungen.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 482 T€ und liegt damit über dem Vorjahreswert (-415 T€). Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt 71 T€ (Vorjahr; -251 T€).
Ein Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit ist im Berichtsjahr nicht angefallen.
Die Zahlungsfähigkeit der IHK war während des Geschäftsjahres 2021 sowie bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses jederzeit gewährleistet.
Im Rahmen des bestehenden Finanzmanagements wird auf ausreichende Sicherheit, angemessenen Ertrag sowie auf die Verfügbarkeit der Mittel geachtet. Die nicht zur laufenden Liquiditätssicherung benötigten Mittel werden einerseits durch externe Vermögensverwaltungen in Wertpapieren sowie durch internes Management in Tages-bzw. Festgeldern angelegt.
Bei der Erstellung der Bilanz wurden alle erkennbaren Risiken aus nicht kalkulierbaren Beitragsschwankungen, die aus der konjunkturellen Entwicklung im IHK-Bezirk oder aus dem Abrechnungsverfahren selbst resultieren können, und sonstigen Verpflichtungen berücksichtigt. Aus den bestehenden Verpflichtungen sind derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf die zukünftige Vermögenslage ersichtlich. Den satzungsmäßigen und zweckgebundenen Rücklagen und Rückstellungen steht eine solide finanzielle Deckung durch das Vermögen auf der Aktivseite gegenüber. Der Sicherung der Liquidität und der Verfügbarkeit der Finanzmittel gilt weiterhin oberste Priorität vor Renditezielen. Somit sind die Voraussetzungen für eine sachgerechte Aufgabenerfüllung und die Handlungsfähigkeit der IHK zu Lübeck auch zukünftig gewährleistet.
Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2021 wurde das geplante Jahresergebnis von -1.877 T€ deutlich überschritten. Es wurde ein Jahresergebnis von -389 T€ erzielt.
Wesentliche Ursache sind die gegenüber der Planung um 495 T€ erhöhten Gebühreneinnahmen, die um 346 T€ gestiegenen Einnahmen aus sonstigen betrieblichen Erträgen sowie Einsparungen von T€ 447 im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Folge der CORONA-Pandemie.
Die Erträge aus Beiträgen in Höhe von 11.559 T€ lagen mit 126 T€ über dem Planansatz und T€ 266 über dem Vorjahreswert. Dies ergibt sich insbesondere aufgrund der im Rahmen der laufenden Veranlagung höheren Anzahl zum Grundbeitrag veranlagter Firmen sowie einer gestiegenen Bemessungsgrundlage.
Die Erträge aus Gebühren betragen im aktuellen Geschäftsjahr 2.665 T€. Sie liegen damit über der Planung (2.170 T€).
Die Materialaufwendungen in Höhe von 1.209 T€ korrespondieren mit entsprechenden Erträgen bei den Gebühren.
Der erhöhte Personalaufwand für Gehälter in Höhe von 6.400 T€ (Vorjahr: 6.168 T€) resultiert aus zusätzlichen geförderten Stellen und der tariflichen Anpassung. Insgesamt wird der Wert des Jahres 2020 damit um 231 T€ überschritten. Der Planwert des Jahres 2021 in Höhe von 6.520 T€ ist unterschritten worden.
Die Abschreibungen liegen im Jahr 2021 mit 300 T€ rund 19 T€ unter dem Vorjahresniveau. Minderaufwendungen sind vor allem bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 447) entstanden.
Das Finanzergebnis (- 443 T€) fällt im Jahr 2021 um 26 T€ schlechter aus als geplant. Es wird im Wesentlichen durch die Aufzinsung der Rückstellungen T€ 545 geprägt.
Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Ertragslage als positiv.
Der Präses und der Hauptgeschäftsführer werden der Vollversammlung vorschlagen, das Ergebnis des Jahres 2021 in Höhe von 1.741 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Präses und der Hauptgeschäftsführer werden der Vollversammlung vorschlagen, das Ergebnis des Jahres 2021 in Höhe von 1.741 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.
III. Personalbericht
Personalstruktur
Zusätzliche Positionen entstanden im Veranstaltungsmanagement, Help-Desk im Bereich EDV, sowie im Bereich AWB (Ausbildungsbotschaften und Teilzeitausbildung). Die Wesentlichen Mitarbeiterdaten sind in der Personalübersicht im Anhang, Anlage 1.6, dargestellt.
Teilzeitquote und Frauenanteil
Der Anteil der Beschäftigten, die in Teilzeit arbeiten, lag bei 25 Frauen und 12 Männern (Stand 31.12.2021). Das sind 29,8 % der Beschäftigten. Der Frauenanteil der Beschäftigten lag bei 61,6 %. Die Frauenquote auf der Geschäftsbereichsleiterebene lag bei 20 %, auf Referentenebene mit 10 % unterrepräsentiert.
Ausbildung und Übernahme
2021 wurden 7 Kaufleute für Büromanagement sowie 1 Fachinformatiker für Systemintegration ausgebildet. Zwei Auszubildende beendeten in 2021 ihre Ausbildung. Davon konnten beide Auszubildende in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Darüber hinaus wird Auszubildenden aufgrund ihrer guten Leistungen eine halbjährliche Weiterbeschäftigung angeboten. Die Übernahme für ein halbes Jahr erfolgt immer dann, wenn keine freie Position, aber zusätzliche befristete Einsatzmöglichkeiten bestehen und der Notendurchschnitt der Ausbildung bei mindestens 2,5 lag.
Einarbeitung und Qualifizierung
Die Einarbeitung der Beschäftigten erfolgt in der Regel nach einem individuell vorbereiteten Einarbeitungsplan der Geschäftsbereiche, welche durch Inhouse-Kommunikationsseminare und Einführungsseminare der IHK-Organisation flankiert werden.
Zur Einarbeitung existieren Checklisten für alle Bereiche, die in die Einarbeitung eingebunden sind, um ein strategisches Vorgehen zu gewährleisten. Während der Einarbeitungszeit stehen Pate, direkte Kollegen und Vorgesetzte als Ansprechpartner zur Verfügung, um fachliche, formelle und informelle Angelegenheiten zu klären.
Fachliche und persönliche Weiterbildungsnotwendigkeiten und -möglichkeiten werden zumeist zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzten besprochen. Dafür werden hauptsächlich die Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten der nahestehenden Organisationen wie der DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung, der Bildungs-Service gGmbH der Handelskammer Hamburg oder der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein genutzt.
Seminare für Mitarbeitergruppen werden in der Regel als Inhouse-Seminare in Absprache mit dem Personalbereich organisiert.
Vereinbarkeit Beruf und Familie
In der IHK existiert eine Vielzahl an Teilzeitmodellen. Diese entstanden aufgrund der individuellen Bedürfnisse nach Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Mitgliedschaft in Beruf und Familie im HanseBelt gGmbH gewährleistet die Betreuung der Kinder in Notfallsituationen. Das Dienstleistungsangebot des Instituts für betriebliche Gesundheitsförderung wird mit einem Beratungsaufkommen von durchschnittlich drei Beratungen monatlich genutzt, um Unterstützung in kritischen Alltags- und Berufsangelegenheiten zu erhalten.
Vergütung
Das Vergütungssystem besteht aus 15 Gehaltsgraden und sechs Funktionsgruppen. Die Zuordnung der einzelnen Positionen in den Gehaltsgraden und Funktionsgruppen geschieht auf Basis eines Bewertungskatalogs, welche sowohl Fach- und Geschäftskenntnisse berücksichtigt, aber auch die Ausprägung des Einflussbereiches auf die Organisation oder der Umfang der notwendigen Kommunikationsfähigkeiten.
Die Jahresgrundvergütung enthält einen leistungsbezogenen Vergütungsbestandteil in Höhe eines Monatsgehaltes. Dieser basiert auf der Erfüllung der strategischen Ziele, welche Haupt- und Ehrenamt jährlich für das gesamte Haus aufstellen.
Arbeitssicherheit
Arbeitssicherheitsausschusssitzungen, Gefährdungsbeurteilungen und Seminare im Bereich der Arbeitssicherheit werden im vorgegebenen Rahmen durchgeführt und dokumentiert. Die Jahresberichte der Arbeitssicherheitsfachkraft zeigen, dass die Arbeitssicherheitsthemen auf einem hohen Niveau verfolgt und durchgeführt werden.
IV. Prognosebericht
Wie im Konzept „IHK Initiativ“ vorgesehen, baut die IHK ihre Mitgliederorientierung weiter aus. Dazu stärkt die IHK ihr Service-Center als kompetente Erstanlaufstelle für die Unternehmen. Um ihre Relevanz in Wirtschaft und Politik weiter zu steigern, festigt die IHK ihre Präsenz im gesamten Bezirk.
Diese konsequente Mitgliederorientierung soll den Unternehmen echte Mehrwerte bieten und ihre Zufriedenheit mit den Leistungen der IHK zu Lübeck nachhaltig erhöhen. Ein weiterer Baustein für Mehrwerte ist die neue Netzwerkstrategie. Ziel der Netzwerke ist der konstruktive, fachliche Austausch interessierter Personen untereinander.
Es bestehen größere Unsicherheiten aus der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung und im Speziellen im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie und den Folgen des russisch/ukrainischen Krieges und den verhängten wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland. Dadurch haben sich in kurzer Zeit die ökonomischen Rahmenbedingungen geändert. Die Konsequenzen sind für die deutsche Wirtschaft derzeit nicht absehbar. Die immer noch bestehenden Probleme als Folge der Corona-Pandemie werden dadurch verschärft und die wirtschaftliche Entwicklung gebremst. Die genauen Folgen können nicht prognostiziert werden.
In unserem Wirtschaftsplan 2022 rechnen wir gegenüber dem Jahr 2021 mit sinkenden Beitragserträgen in Höhe von rund 11.161 Mio. Euro.
Bei den Gebühren und den Entgelten rechnen wir mit niedrigeren Einnahmen um T€ 184. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringern sich um 189 T Euro.
Die Betriebsaufwendungen erhöhen sich laut unserem Wirtschaftsplan 2022 um ca. 1.254 Mio. Euro (Vergleich Ist 2021 - Plan 2022) das entspräche einer Erhöhung von 8,06 %.
In der Summe aller Effekte rechnen wir in unserem Wirtschaftsplan 2022 bei weiterhin reduziertem Umlagesatz von 0,135 % mit einem negativen Betriebsergebnis von -1.944 Mio. Euro und einem Jahresergebnis in Höhe von rund -2.249 T Euro. Die IHK zeigt somit weiterhin ihr Bestreben, einer unzulässigen Vermögensbildung vorzubeugen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung ihrer Leistungsfähigkeit und ihres Produktkatalogs.
Trotz der sich bisher planmäßig entwickelnden Erträge und Aufwendungen ist von einem Rückgang der Beiträge und eine geringere Nachfrage nach Dienstleistungen auszugehen, was negative Auswirkungen auf das Gebühren- und Entgeltaufkommen zur Folge hätte.
V. Chancen und Risikobericht
Die Entwicklungen im Außenhandel beinhalten Chancen und Risiken gleichermaßen. Um den Unternehmen in den Zeiten unsicherer Entwicklungen im Außenhandel zur Seite zu stehen, wird der Geschäftsbereich International unsere Mitgliedsbetriebe verstärkt sensibilisieren für die Chancen der weiteren Internationalisierung. Bei der Beratung wird es eng aufeinander abgestimmte Einzel- und Gruppengespräche, Seminare, Workshops, Informationsveranstaltungen, in-house-Beratungen, Merkblätter, IHK-Website, Newsletter und Firmenbesuche geben.
Der Fachkräftemangel in technischen und digitalen Berufen wird immer gravierender und von unseren Mitgliedsunternehmen als ein großes Hemmnis für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Region gesehen. Es bedarf daher umfassender Anstrengungen, zukünftige Fachkräfte für die Themen zu begeistern. Das eigens zu diesem Zwecke gegründete Forschungsforum Schleswig-Holstein wird 2022 zum zweiten Mal den Bundeswettbewerb Jugend forscht nach Schleswig-Holstein – diesmal nach Lübeck – holen. Die Strahlkraft dieses Wettbewerbs wird die IHK dazu nutzen, in der Region neue Regionalwettbewerbe von Jugend forscht anzustoßen, um eine breite Schülerschaft an naturwissenschaftliche Forschung heranzuführen. Ziel ist es, beim Bundeswettbewerb 2022 mindestens einen Bundessieger aus Schleswig-Holstein zu küren.
In der IHK zu Lübeck existiert seit 2015 ein Risikomanagement als Standard-Steuerungsinstrument. Quartalsweise wird der Risikobericht in der Geschäftsbereichsleiter Sitzung sowie in den Gremien Haushaltsausschuss und Präsidium präsentiert. Seit 2016 wird zudem die Vollversammlung jährlich im Rahmen der Beschlussfassung zur Wirtschaftsplanung über die Risiken informiert, die durch die Ausgleichsrücklage abgesichert werden.
Die wesentlichen Risiken der IHK zu Lübeck sind unverändert die bereits beschriebenen konjunkturellen Risiken, IT-Risiken, mögliche Gebührenausfälle aufgrund des demografisch bedingten Rückgangs von Auszubildenden sowie Risiken aus Haftungs- und Rechtsfragen. Die Vollversammlung der IHK zu Lübeck hat im Dezember 2021 diese Risiken zur Kenntnis genommen.
Die wesentlichen Risiken der IHK zu Lübeck sind unverändert die bereits beschriebenen konjunkturellen Risiken, IT-Risiken, mögliche Gebührenausfälle aufgrund des demografisch bedingten Rückgangs von Auszubildenden sowie Risiken aus Haftungs- und Rechtsfragen. Die Vollversammlung der IHK zu Lübeck hat im Dezember 2021 diese Risiken zur Kenntnis genommen.
Als wesentliches finanzielles Einzelrisiko sind die aktuellen Auswirkungen des russisch/ukrainischen Krieges auf Beiträge, Gebühren und Entgelte zu nennen. Bei den Beiträgen liegt das Risiko für das Geschäftsjahr 2022 in steigenden Stundungen und Zahlungsausfällen sowie in sinkendem Gewerbeertragsaufkommen für die nachfolgenden Geschäftsjahre. Durch die großen Unsicherheiten im Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung könnten Unternehmen Aus- und Fortbildungen zurückfahren und es könnte das Risiko reduzierter Nachfrage nach entsprechenden Dienstleistungen geben.
Nachtragsbericht
Wie bereits in der Chancen- und Risikoberichterstattung sowie in der Prognose dargestellt, wird der russisch/ukrainische Krieg negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der IHK zu Lübeck im Geschäftsjahr 2022 haben.
Darüber hinaus bestehen keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Lübeck, den 6. Mai 2022