OB-Wahl: Das sind die Top-Forderungen der Kieler Wirtschaft
Die Landeshauptstadt steht wirtschaftlich an wichtigen Weichenstellungen. Die Unternehmen erwarten von einem neuen Oberbürgermeister klare Prioritäten und verlässliche Entscheidungen. Aus Sicht Knud Hansens, Präsident der IHK zu Kiel, sind dies die drei zentralen Forderungen der Wirtschaft:
1. Mehr Wertschätzung und klare Zuständigkeiten für Wirtschaftspolitik
Die Kieler Wirtschaft erwartet, dass ihre Bedeutung in der Verwaltung stärker anerkannt wird. Unternehmen finanzieren über Steuern einen erheblichen Teil der städtischen Leistungen. Deshalb müssen ihre Bedürfnisse konsequent mitgedacht werden. Wir fordern ein eigenes Wirtschaftsdezernat, das Wachstum bestehender Betriebe sowie die Ansiedlung neuer Unternehmen aktiv unterstützt und strategisch begleitet.
2. Bessere Anbindung für eine leistungsfähige Wirtschaftsregion
Für Logistik, Pendler und Kunden ist eine verlässliche und leistungsfähige Erreichbarkeit Kiels unverzichtbar. Insbesondere beim Ausbau der B404 zur A21 bis zum Barkauer Kreuz braucht es klare politische Prioritäten. Ein neuer Oberbürgermeister sollte sich – auch im Sinne der städtischen Finanzen – eindeutig für dieses Projekt einsetzen und damit ein starkes Signal für wirtschaftliche Entwicklung senden.
3. Mehr wirtschaftsfreundliche Flächenpolitik und mutige Entwicklungsperspektiven
Kiel leidet an akuter Flächenknappheit. Mit Blick auf das Flächensparziel des Landes, den steigenden Bedarf wachsender Branchen und eine mögliche militärische Nachnutzung des MFG5-Geländes braucht es rasche, entschlossene Schritte: geeignete Flächen müssen identifiziert, entwickelt und dem Markt zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören interkommunale Gewerbegebiete und die klare Entwicklung des Strandort für Industrieunternehmen. Gerade Bahn- und Wehrtechnik sowie die maritime Wirtschaft bieten enorme Chancen für Arbeitsplätze und Gewerbesteuern, doch diese Branchen benötigen Raum.
Hansen abschließend: “Die IHK zu Kiel wünscht beiden Kandidaten ein gutes Händchen und den Mut, wirtschaftsfreundliche Entscheidungen zu treffen. Die IHK und die Kieler Wirtschaft stehen bereit, diesen Weg konstruktiv mit Politik und Verwaltung zu gehen und die wirtschaftliche Zukunft unserer Stadt zu sichern.”
Beigefügt finden Sie ein Foto von Knud Hansen. Als Bildhinweis verwenden Sie bitte "IHK/Lühr".
Medieninformation der IHK zu Kiel vom 5. Dezember 2025