IHK-Wirtschaftsbeirat Lübeck fordert Verwirklichung des Entwicklungskonzeptes für die Roddenkoppel

Zehn Jahre Planungen – und nun fehlt für die zukunftsweisende Entwicklung des Areals Roddenkoppel in Lübeck das Geld. In ihrer Sitzung zeigten sich die Mitglieder des Wirtschaftsbeirats für die Hansestadt Lübeck der IHK zu Lübeck enttäuscht über den voraussichtlich anhaltenden Stillstand im Bereich Lübeck Nordwest. "Nach einem umfangreichen Prozess, den der Wirtschaftsbeirat der IHK gemeinsam mit der Stadtplanung und weiteren Akteuren 2018 initiiert hat, ist diese Entwicklung nicht nachvollziehbar", sagte Frank Schumacher, stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats, nach der Diskussion im Gremium.
"Aufgrund ihrer angespannten Haushaltslage kann die Hansestadt die erforderlichen Mittel derzeit nicht aufbringen. Das müssen wir leider akzeptieren. Dennoch sollte die Stadt die Entwicklung des Areals nicht auf die lange Bank schieben", betonte Schumacher. "Es gibt einen breiten Konsens dafür, diesen Kraftraum am Rande des UNESCO-Weltkulturerbes zu aktivieren."
Das im November 2024 von der Stadtplanung vorgelegte Konzept lobt der Wirtschaftsbeirat ausdrücklich. Es enthalte zentrale Vorhaben, die zur Reaktivierung des ehemals industriell genutzten Areals beitragen. Besonders der geplante Brückenschlag zwischen der Nördlichen Wallhalbinsel und der Roddenkoppel gilt als "Schlüsselmaßnahme", die weitere Investitionen und eine nachhaltige Entwicklung des Gebietes auslösen könnten. Das hat bereits 2019 das Projekt "Lübecker Brückenschlag" des Architekturforums eindrucksvoll belegt. Drei Wochen lang konnten die Lübecker Bürger mit Hilfe einer temporären Ponton-Brücke die Potenziale der Verbindung erkunden. Die Mitglieder des Wirtschaftsbeirats appellieren an die Politik, die Chancen des Konzeptes nicht ungenutzt zu lassen und gemeinsam mit allen Akteuren Wege zu finden, um die Finanzierung sicherzustellen.
Über den Wirtschaftsbeirat der IHK zu Lübeck
Der Wirtschaftsbeirat Lübeck ist ein Gremium der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck. Er setzt sich für die wirtschaftliche Entwicklung der Region ein und begleitet strategische Projekte, die die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Standortes stärken.