Nachgefragt (Juli 2020)

Warum sind Sie gerne Unternehmer?

Und dann kam der Shutdown: Der Laden ist zu, Umsätze brechen weg, jahrelang aufgebaute Polster schmelzen dahin. Die Corona-Pandemie verlangt Unternehmerinnen und Unternehmern einiges ab - fünf von ihnen verraten, wieso sie ihren Job trotzdem lieben.

"Es gibt keine Sicherheiten im Außen"

"Ich bin auch in der Coronakrise gerne Unternehmerin, weil Herausforderung­en zum Unternehmertum dazugehören. Entscheidungen unter Unsicherheiten zu treffen, ist unser Tages­geschäft. Es gibt keine Sicher­heiten im Außen. Die können wir nur in uns selbst finden. Corona ist eine neue Herausforderung - eine große und weitreichende, aber sicher nicht die letzte."
Birgit Prange, Finanzberatung und Coaching, incito consult in Kiel


"Herausforderungen in Chancen umwandeln"

"Unternehmerin zu sein bedeutet für mich Selbstbestimmung. Dabei bin ich nicht frei von äußeren Einflüssen wie etwa der aktuellen Lage durch Covid-19. Ich entscheide aber selbst, wie ich mit neuen Rahmenbedingungen umgehe. Ich habe selbst in der Hand, wie ich Herausforderungen in Chancen umwandeln kann und meine Komfortzone verlasse. Neugier hilft mir, neue Perspektiven zu entwickeln. Entscheidend ist aber die Leidenschaft, mit der ich meinen Weg gehe. Nur so kann ich Mitarbeitende begeistern, mir dabei zu folgen."
Franziska Leupelt, Geschäftsführerin der Druckhaus Leupelt GmbH in Handewitt


"Sich stärken für die guten Zeiten"

"Ein Unternehmer muss seine Firma durch alle Wetterlagen manövrieren. Auch schwierige Zeiten wie die Corona-Pandemie bieten teils Chancen. Die gilt es auch in der Krise zu suchen und zu nutzen: sich stärken für die gute Zeiten, die kommen. Unternehmer zu sein ist für mich eine Berufung. Sie bringt soziale Verantwortung und Pflichten mit sich. Nicht nur das Unternehmen muss bedacht werden – auch das Wohl der Beschäftigten und, wo immer es geht, der Gesellschaft. Insofern bereue ich auch in der Coronakrise mein unternehmerisches Engagement in keiner Sekunde. Sonne und Schatten gehören zusammen!"
Thomas Da Ronch, Geschäftsführer der P.E.R. Flucht- und Rettungsleitsysteme GmbH in Ahrensburg

"Die Krise gemeinsam bewältigen"

"Auch während der Corona-Pandemie bin ich gerne Unternehmer, weil ich es liebe, mein Schicksal selbst zu gestalten. Es macht mir zudem große Freude, die Krise gemeinsam mit meinem Team zu bewältigen und zu sehen, dass alle Kollegen mitziehen, eigenverantwortlich arbeiten - und noch enger zusammenhalten als ohnehin schon."
Ralf Jaacks, Geschäftsführer von Jaacks Fashion GmbH in Timmendorfer Strand

"Vorteile selbstbestimmt nutzen"

"Trotz Coronakrise - ich bin gerne Unternehmer, weil jede große Veränderung Ideen freisetzt, neue Möglichkeiten bringt und stets auch positive Aspekte im Gepäck hat. All diese Vorteile selbstbestimmt nutzen zu können, ist ein wertvolles Unternehmerprivileg. Außerdem ist professionelle Kommunikation gerade in der Krise wichtiger denn je. Und Kommunikationsberatung ist schließlich unser Kerngeschäft."
Andreas Jung, geschäftsführender Gesellschafter der Kieler PR-Agentur AMT Gesellschaft für individuelle Kommunikation mbH & Co. KG
Veröffentlicht am 2. Juli 2020