Coronavirus

Tourismus und Gastronomie

Hinweise und Informationen rund um das Coronavirus für die Tourismus- und Gastrobranche finden Sie hier.

Update aus der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes

gültig ab dem 3. April 2022
Am 3. April 2022 endeten in Schleswig-Holstein die meisten Corona-Einschränkungen. Betreiberinnen und Betreibern von Einrichtungen mit Publikumsverkehr sowie Veranstalterinnen und Veranstaltern wird aber empfohlen, weiterhin angemessene Hygienevorkehrungen zu gewährleisten. Diese Empfehlungen finden Sie im Folgenden aufgeführt.

Allgemeine Empfehlungen zur Hygiene

Absatz 1

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Sinne von § 3 wird insbesondere in Innenräumen empfohlen, in denen Gedränge oder vermehrtes Personenaufkommen herrscht.

Absatz 2

Die jeweils aktuellen Empfehlungen und Hinweise der zuständigen öffentlichen Stellen zur Vermeidung der Übertragung des Coronavirus sollen beachtet werden.

Allgemeine Empfehlungen für Einrichtungen mit Publikumsverkehr

Absatz 1

Beim Betrieb von Einrichtungen mit Publikumsverkehr sowie bei Veranstaltungen und Versammlungen gelten die nachfolgenden Empfehlungen. Arbeitsschutzrechtliche Vorgaben bleiben unberührt.

Absatz 2

Es wird empfohlen, die jeweils aktuellen Empfehlungen und Hinweise der zuständigen öffentlichen Stellen zur Vermeidung der Übertragung des Coronavirus zu beachten. Den Betreiberinnen und Betreibern, Veranstalterinnen und Veranstaltern und Versammlungsleiterinnen und Versammlungsleitern wird empfohlen, die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Einhaltung folgender Hygienestandards zu gewährleisten:
  1. Besucherinnen und Besucher sowie Beschäftigte, Teilnehmerinnen und Teilnehmer halten die allgemeinen Regeln zur Husten- und Niesetikette ein;
  2. in geschlossenen Räumen bestehen für Besucherinnen und Besucher, Teilnehmerinnen und Teilnehmer Möglichkeiten zum Waschen oder Desinfizieren der Hände;
  3. Oberflächen, die häufig von Besucherinnen und Besuchern, Teilnehmerinnen und Teilnehmern berührt werden, sowie Sanitäranlagen werden regelmäßig gereinigt;
  4. Innenräume werden regelmäßig gelüftet.

Absatz 3

Es wird empfohlen, an allen Eingängen durch deutlich sichtbare Aushänge in verständlicher Form hinzuweisen
  1. auf die Hygienestandards nach Absatz 2 Satz 2 Nummer 1 bis 4 und weitere im Einzelfall anwendbaren Hygienestandards der aktuellen Coronabekämpfungsverordnung des Landes;
  2. darauf, dass Zuwiderhandlungen zum Verweis aus der Einrichtung oder Veranstaltung führen können;
  3. auf sich aus dieser Verordnung für die Einrichtung ergebende Zugangsvoraussetzungen, insbesondere Anforderungen an den Impf- oder Genesenenstatus;
  4. auf Regelungen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.
Es wird empfohlen, jeweils einen QR-Code für die Registrierung mit der Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts bereitzustellen und die Umsetzung der Hygienestandards nach Nummer 1 jeweils kenntlich zu machen.

Absatz 4

Bei der Bereitstellung von Toiletten wird empfohlen zu gewährleisten, dass enge Begegnungen vermieden werden, und leicht erreichbare Möglichkeiten zur Durchführung der Händehygiene vorzuhalten.
Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte der aktuellen Corona-Verordnung.

Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie wurde verlängert

  • vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2022 sieben Prozent
  • und danach wieder 19 Prozent.
Getränke sind von der Steuersenkung ausgenommen.
Das Bundesfinanzministerium hat mit seinem Schreiben vom 2. Juli 2020 eine pauschalierte Ermittlung des Entgeltanteils für Getränke, die Bestandteil eines sogenannten Kombiangebots aus Speisen und Getränken zugelassen. Danach kann der Entgeltanteil für Getränke, die weiterhin dem Regelsteuersatz unterliegen, mit 30 Prozent des Pauschalpreises angesetzt werden. Diese Regelung gilt befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021.
Mit gleichem Schreiben wird bei kurzfristiger Vermietung von Wohn- und Schlafräumen (Beherbergungsleistungen) sowie von Campingplätzen der pauschal anzusetzende Entgeltanteil bei Pauschalangeboten (Business-Package, Service-Pauschale) für nicht begünstigte Leistungen (Abgabe eines Frühstücks; Nutzung von Kommunikationsnetzen; Reinigung und Bügeln, von Kleidung, Schuhputzservice; Transport zwischen Bahnhof/Flughafen und Unterkunft; Transport von Gepäck außerhalb des Beherbergungsbetriebs; Nutzung von Saunaeinrichtungen; Überlassung von Fitnessgeräten; Überlassung von Plätzen zum Abstellen von Fahrzeugen) von bisher 20  auf 15 Prozent gesenkt.

Hygiene- und Sicherheitskonzept

Über allem steht die Abstandsregelung: Es muss durchgängig der notwendige Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 Metern von Person zu Person gewährleistet sein. Jeder Betrieb muss ein Hygienekonzept erarbeiten. Es muss unter anderem darüber Auskunft geben, wie die Abstandsregeln eingehalten werden können und festlegen, in welchen Zeitabständen Türgriffe, Oberflächen und so weiter desinfiziert werden.
Einen begleitenden Leitfaden für Hygienekonzepte (PDF-Datei · 217 KB) für die notwendigen Schutz- und Hygiene-Konzepte hat die Landesregierung herausgegeben. In der vierseitigen Handlungsempfehlung geht es neben allgemeinen Anforderungen an die Hygienekonzepte in den Betrieben und Unterkünften vor allem um Einzelfragen wie Reservierungs-Regelungen oder etwa die Möglichkeit, Gäste-Tische auch mit geeigneten physischen Barrieren wie etwa Plexiglas-Scheiben voneinander zu trennen.
Laden Sie sich den Leitfaden für Hygienekonzepte (PDF-Datei · 217 KB) herunter. Hier finden Sie die Exit-Strategie-Empfehlungen für Hotellerie und Gastronomie (PDF-Datei · 752 KB) in Schleswig-Holstein. Zur Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzeptes haben wir eine Handreichung mit Hilfestellungen (PDF-Datei · 157 KB) für Sie erarbeitet.

Finanzierungshilfen

Eine Übersicht von Hilfsprogrammen, die Bund, Land und Förderbanken ins Leben gerufen haben, um einen finanziellen Engpass im Unternehmen durch die Coronakrise abzufedern, finden Sie hier: Finanzierungshilfen für Unternehmen.

Auswirkungen auf Stornierungen

Eine kostenlose Stornierung für Gäste aufgrund eines außerordentlichen Kündigungsrechts aus wichtigem Grund (zum Beispiel Gefährdung der Gesundheit durch Benutzung der Wohnung/höherer Gewalt), ist in folgenden Konstellation denkbar:
  • Unterkunft befindet sich in einem abgesperrten Gebiet.
  • Es besteht von behördlicher Seite ein Verbot der touristischen Vermietung beziehungsweise von touristischen Reisen in das Gebiet.
  • Das Gebiet wird von amtlicher Seite (zum Beispiel Gesundheits- oder Innenministerien der Länder, Bundesministerien, Robert Koch-Institut, örtliche Gesundheitsbehörden) als Risikogebiet eingestuft.
Allein die Angst der Reisenden, sich mit dem Virus anzustecken, berechtigt die Kunden nicht zur Stornierung der Reise.
In den oben genannten Fallkonstellationen kann ein Gast seine Reise kostenfrei stornieren. Geleistete Anzahlungen oder - falls der gesamte Mietpreis/Zimmerpreis überwiesen wurde - müssen erstattet werden. Gastgeber sind darüber hinaus aber nicht zur Erstattung von Schäden (zum Beispiel Kosten für vergebliche Anreise oder vorzeitige Rückreisekosten) verpflichtet, da sie kein Verschulden trifft.
Die rechtliche Einordnung dient als erste Orientierungshilfe und kann eine individuelle Rechtsberatung nicht ersetzen. Trotz sorgfältiger Prüfung kann eine Haftung für den Inhalt nicht übernommen werden.
Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie auch auf der Website des Deutschen Tourismusverbands.