Coronavirus

Finanzierungshilfen

Nachfolgend finden Sie die Corona-Finanzierungshilfen der Landes- und Bundesregierung. Diese endeten spätestens zum 30. Juni 2022. Hinweise für die Schlussabrechnung finden Sie auf den Informationsseiten der Bundesregierung.

Überbrückungshilfe IV

Im Haupterwerb tätige Unternehmen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe  können zur Deckung ihrer betrieblichen Fixkosten die Überbrückungshilfe IV beantragen. Auf der Internetplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de können prüfende Dritte bis 15. Juni 2022 Erst- und Änderungsanträge für den Förderzeitraum Januar bis Juni 2022 stellen.

Voraussetzungen und Förderhöhe

Voraussetzung sind Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent in jedem Monat im Zeitraum Januar bis Juni 2022, für den ein Fixkostenzuschuss beantragt werden kann. Maßgeblich für den Vergleich ist der Referenzmonat im Jahr 2019. Für Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. September 2021 gegründet wurden, gelten besondere Vorschriften. Unternehmen, die nach dem 30. September 2021 gegründet wurden, sind nicht antragsberechtigt.
Unternehmen, die im Zeitraum 1. Januar 2022 bis 28. Februar 2022 wegen behördlich angeordneter Corona-bedingter Einschränkungen wie zum Beispiel der 3G- oder 2G-Regel oder vergleichbarer Maßnahmen (Verbot touristischer Übernachtungen, Sperrstundenregelungen) ihre Öffnungszeiten stark reduzieren oder freiwillig schließen, weil eine Aufrechterhaltung des Betriebs unwirtschaftliche wäre, sind ebenfalls antragsberechtigt für die Überbrückungshilfe IV.
Mit der Überbrückungshilfe werden betriebliche Fixkosten bezuschusst.
Für alle Antragsteller gilt, dass Zuschüsse zu den monatlichen betrieblichen Fixkosten abhängig von der Höhe des Umsatzrückgangs gegenüber dem Vergleichsmonat in 2019 erstattet werden.
Ein Zuschuss kann beantragt werden bei einem:
  • Umsatzeinbruch mehr als 70 Prozent: Es werden bis zu 90 Prozent der monatlich förderfähigen Fixkosten erstattet.
  • Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent – 70 Prozent: Es werden bis zu 60 Prozent der monatlich förderfähigen Fixkosten erstattet.
  • Umsatzeinbruch zwischen 30 Prozent – 50 Prozent: Es werden bis zu 40 Prozent der monatlich förderfähigen Fixkosten erstattet.
Der Umsatzeinbruch wird im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 betrachtet. Junge Unternehmen können andere Vergleichsumsätze heranziehen.
Liegt der Umsatzeinbruch in einem Fördermonat bei weniger als 30 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat, entfällt die Überbrückungshilfe IV für den jeweiligen Fördermonat.
Welche Kosten im Einzelnen förderfähig sind, und weitere Details zu den Fördervoraussetzungen sind in den FAQs zum Programm aufgeführt: FAQs zur Überbrückungshilfe IV

Antragstellung

Der Antrag zur Überbrückungshilfe IV ist zwingend durch einen prüfenden Dritten im Namen des Antragsstellenden über eine digitale Schnittstelle an die Bewilligungsstellen der Länder einzureichen. Falls Antragstellende bisher noch keinen prüfenden Dritten im Sinne des Paragraf 3 StBerG (zum Beispiel Steuerberater/in, Steuerbevollmächtigte/n, Wirtschaftsprüfer/in, vereidigten Buchprüfer/in oder Rechtsanwalt/-anwältin) beauftragt haben, zum Beispiel für ihre laufende Buchhaltung, die Fertigung von Steuererklärungen oder die Erstellung von Jahresabschlüssen, können sie diese unter anderem hier finden:

Weitere Hinweise

Außerdem wurden branchenspezifischen Sonderregelungen beschlossen:
  • Die Reisebranche kann Ausfall- und Vorbereitungskosten für Reisen aus dem Zeitraum Oktober bis Dezember 2021 geltend machen. Die Anschubhilfe wird fortgeführt.
  • Die Veranstaltungs- und Kulturbranche kann Ausfall- und Vorbereitungskosten für geschäftliche Aktivitäten im Zeitraum September bis Dezember 2021 geltend machen. Die Anschubhilfe wird fortgeführt.
  • Unternehmen der Pyrotechnikindustrie, die im Dezember 2021 einen Umsatzeinbruch von mindestens 80 Prozent gegenüber Dezember 2019 erlitten haben, können Überbrückungshilfe IV beantragen. Auch Lager- und Transportkosten sowie Stornokosten können für diesen Zeitraum zum Ansatz gebracht werden.
  • Private Betreiber von Weihnachtsmärkten, Schausteller und Marktkaufleute, die von den Absagen der Advents- und Weihnachtsmärkte im Jahr 2021 betroffen waren, erhalten einen erhöhten Eigenkapitalzuschlag in Höhe von 50 Prozent (statt 30 Prozent) auf die Fixkostenerstattung für jeden Fördermonat, in dem sie antragsberechtigt sind, sofern sie im Dezember 2021 einen coronabedingten Umsatzeinbruch in Höhe von mindestens 50 Prozent im Vergleich zu Dezember 2019 zu verzeichnen hatten.
  • Erweiterung der Förderung von Hygienemaßnahmen um Sach- und Personalkosten für die Umsetzung von Corona-Zutrittsbeschränkungen
Detaillierte FAQs und Antragstellung unter:  www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de
Weitere Informationen, auch zu vorangegangenen Förderprogrammen wie Überbrückungshilfen I, II, III und III Plus sowie zur Novemberhilfe und Dezemberhilfe finden Sie unter:  www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de
Sämtliche beihilferechtlich relevante Regelungen für alle Programme finden Sie in den   FAQs des Wirtschaftsministeriums.
Hinweis: Für die Corona-Hilfsprogramme stehen Informationskanäle bereit - bei Anfragen halten Sie bitte Ihre Antragsnummer bereit: 
  • Hotline für potenzielle Antragstellende: 0431 550 733 412, 
  • Mailanfragen von potenziellen Antragsstellenden an ueberbrueckungshilfe@ib-sh.de
  • Hotline für Steuerberater/innen, Wirtschafts- und Buchprüfer/innen und Rechtsanwält/innen für allgemeine Fragen zu den Förderbedingungen und technische Fragen: 030 52 68 50 87. Oder diese senden über das Kontaktformular als E-Mail. 

Neustarthilfe 2022 

Mit der Neustarthilfe 2022 können hauptberuflich agierende Soloselbständige, Kapitalgesellschaften und Genossenschaften unterstützt werden, deren wirtschaftliche Tätigkeit in den Förderzeiträumen 1. Januar bis 31. März 2022 und 1. April bis 30. Juni 2022 coronabedingt eingeschränkt ist. Damit kann die Neustarthilfe 2022 auch weiterhin die bestehenden Sicherungssysteme, wie z.B. die Corona-Grundsicherung, ergänzen.
Antragstellende, welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe IV nicht in Anspruch nehmen, können einmalig je Quartal  50 Prozent des im Vergleichszeitraum 2019 erwirtschafteten Referenzumsatzes erhalten. Pro Förderzeitraum kann die „Neustarthilfe 2022“ einen einmaligen Zuschuss von bis zu 4.500 Euro für Soloselbständige und Kapitalgesellschaften mit einer Gesellschafterin beziehungsweise einem Gesellschafter sowie von bis zu 18.000 Euro für Kapitalgesellschaften mit mehreren Gesellschafterinnen beziehungsweise Gesellschaftern und Genossenschaften umfassen.
Nach Ablauf der Förderzeiträume erfolgt auf Basis des endgültig realisierten Umsatzes die Berechnung der tatsächlichen Höhe der Neustarthilfe 2022, auf den der Antragstellende Anspruch hat. Sie ist somit als Liquiditätsvorschuss zu verstehen, der im Falle eines positiven Geschäftsverlaufs des Antragstellenden (anteilig) zurückgezahlt werden muss.
Die Geschäftstätigkeit muss vor dem 1. Oktober 2021 aufgenommen worden bzw. das Gründungsdatum muss vor dem 1. Oktober 2021 liegen. Die Anträge auf Neustarthilfe 2022 können für beide Förderzeiträume bis zum 15. Juni 2022 gestellt werden.
Mehr Informationen, detaillierte FAQs und Antragstellung unter  FAQs zur Neustarthilfe 2022.
Informationen zu vorangegangenen Förderprogrammen wie Neustarthilfe, Neustarthilfe Plus Juli bis September sowie Neustarthilfe Plus Oktober bis Dezember finden Sie unter:  www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de
Bei Fragen zur Neustarthilfe ist die Hotline unter 030 1200 21034 zu erreichen.

Härtefallhilfen des Landes Schleswig-Holstein 

Die Härtefallhilfen sind ein gemeinsames Programm des Bundes und der Länder und ergänzen die bestehenden Corona-Hilfsprogramme. Es richtet sich an Unternehmen und Selbständige, die aufgrund von speziellen Fallkonstellationen in den bestehenden Hilfsprogrammen von Bund und Ländern nicht berücksichtigt sind, deren wirtschaftliche Not eindeutig durch die Corona-Pandemie bedingt ist und die grundsätzlich förderwürdige Fixkosten aufweisen. 
Die Antragstellung richtet sich nach den im Bundesland der Antragstellenden getroffenen spezifischen Vorgaben. Jeder Einzelfall wird nach den landesspezifischen Vorgaben geprüft und entschieden. Für Schleswig-Holstein gibt es hierfür spezielle FAQs, die Sie unter  www.haertefallhilfen.de finden.  
Die Härtefallhilfe wird auf der Basis einer Einzelfallentscheidung gewährt. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Gewährung der Leistungen. Die Härtefallhilfe kann nur gewährt werden, wenn andere Hilfsprogramme von Bund, Ländern und Kommunen (ohne Darlehensprogramme) nicht greifen. 
Ergänzend zu den oben genannten grundsätzlichen Antragsvoraussetzungen sind Unternehmen nur antragsberechtigt, wenn sie sich mindestens einer der in den FAQs erläuterten Härtefallkategorien für Schleswig-Holstein zuordnen lassen.  
Dazu gehören:  
  • Wahl alternativer Vergleichszeiträume für 2018 bei begründeten außergewöhnlichen betrieblichen Umständen in 2019  
  • Wechsel vom Neben- in den Haupterwerb: Wahl alternativer Referenzmonate nach Februar 2020, wenn zum Zeitpunkt der Antragstellung ein Haupterwerb vorliegt  
  • Vermietung von Ferienwohnungen ohne Gewerbeschein, wenn eine gewerbliche Prägung gemäß der in den FAQs erläuterten Kriterien vorliegt  
  • Mischbetriebe / Verbundunternehmen: Antragstellung für einen abgrenzbaren Teil der wirtschaftlichen Tätigkeitsfelder des Mischbetriebes bzw. für ein Unternehmen eines Unternehmensverbundes  
  • Sonstige Härtefälle: Über weitere Konstellationen kann die Härtefallkommission nach pflichtgemäßen Ermessen bei vorliegenden ausführlichen Begründungen entscheiden.  
Der Förderzeitraum für die Härtefallhilfen umfasst die Monate  November 2020 bis Juni 2022. Die Höhe der Förderung hängt unter anderem von der Belastung im Einzelfall ab. Sie orientiert sich in der Regel an den sonstigen Unternehmenshilfen des Bundes, das heißt insbesondere an den förderfähigen Fixkosten. Die Härtefallhilfe sollte im Regelfall 100.000 Euro nicht übersteigen.
Die  Antragstellung ist ausschließlich über einen prüfenden Dritten oder eine prüfende Dritte im Namen des/der Antragstellenden über die digitale Schnittstelle  www.haertefallhilfen.de möglich. Der Antrag auf Härtefallhilfe kann nur einmal gestellt werden. Abschlagszahlungen sind nicht vorgesehen.  
Bitte verwechseln Sie dieses Unterstützungsangebot nicht mit den bestehenden Unterstützungsangeboten von Unternehmen über den  MBG Härtefallfonds Mittelstand (Eigenkapitalunterstützung).  
Alle weiteren Informationen rund um die Härtefallhilfen finden Sie unter  www.haertefallhilfen.de
Sie haben weitere Fragen? 
Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) 
Telefon: 0431 550 73 34 12 
Sprechzeiten: Montag bis Donnerstag, 8 bis 18 Uhr / Freitag, 8 bis 16 Uhr
ueberbrueckungshilfe@ib-sh.de

Kurzarbeitergeld

Wie kann ich die Kosten meines Personalaufwands reduzieren?  
Sie können einen Antrag auf Kurzarbeitergeld stellen.  
Voraussetzung:  
  • mindestens 10 Prozent der Beschäftigten haben einen Entgeltausfall von mehr als 10 Prozent.  
  • Überstunden und positive Zeitguthaben wurden abgebaut (Ausnahmen beachten).  
Förderhöhe:  
  • 60 Prozent des Netto-Entgelts, 67 Prozent mit min. einem Kind  
  • Bezug ist in der Regel für bis zu 12 Monate möglich; es gilt unter bestimmten Voraussetzungen eine Bezugsdauer von längstens 28 Monaten.
Bezugsmonat 1 – 3: 
60/67* Prozent des Netto-Entgelts (*Beschäftigte mit mindestens 1 Kind) 
Ab dem 4. Bezugsmonat unter bestimmten Voraussetzungen: 
70/77* Prozent des Netto-Entgelts (*Beschäftigte mit mindestens 1 Kind) 
Ab dem 7. Bezugsmonat: 
80/87* Prozent des Netto-Entgelts (*Beschäftigte mit mindestens 1 Kind) 
Da das Kurzarbeitergeld vorläufig bewilligt wird, erfolgt eine Abschlussprüfung durch die Arbeitsagenturen. Zu dieser Abschlussprüfung hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) eine FAQ Liste erarbeitet. Diese finden Sie auf der  Website der BA.
Weitere Informationen unter:  www.arbeitsagentur.de

Grundsicherung

Wie decke ich meine persönlichen Lebenshaltungskosten? Was ist mit meinem Unternehmerlohn (bei Personengesellschaften)? 
Sie können unter bestimmten Voraussetzungen einen Antrag auf ALG II/ Grundsicherung stellen. Ob Sie Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung haben, können Sie mithilfe des Digitalen Assistenten selbst einschätzen.
Weitere Informationen und eine Service-Hotline für Selbständige unter:  www.arbeitsagentur.de

Entschädigungen bei Quarantäne, Tätigkeits­verbot oder Betreuungserfordernis

Treten wegen der Corona-Beschränkungen Verdienstausfälle auf, kann es gegebenenfalls Entschädigungen nach Paragraph 56 Infektionsschutzgesetz geben. Bei behördlich angeordneten Schul- und Kitaschließungen können auch Selbständige einen Anspruch auf Verdienstausfall geltend machen, da der Paragraph 56 Absatz 1a IFSG für Arbeitnehmer genauso wie für Selbstständige gilt.
Wann entsteht ein Anspruch auf Entschädigung?
  • bei einem Verdienstausfall infolge einer behördlich angeordneten Quarantäne oder eines behördlich angeordneten Tätigkeitsverbots sowie
  • bei einer behördlich angeordneten Kita- oder Schulschließung, wenn die Eltern berufstätig (auch selbstständig) sind, die Kinder das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert beziehungsweise auf Hilfe angewiesen sind
Weitere Voraussetzungen und Anträge auf Entschädigung für entsprechende Verdienstausfälle finden Betroffene in dem Onlineportal zum Infektionsschutzgesetz. Die Daten werden elektronisch an das Landesamt für soziale Dienste in Neumünster zur weiteren Bearbeitung übermittelt. Weitere Infos zum Online-Entschädigungsportal hat das Land Schleswig-Holstein auf seiner Website hinterlegt.
Entschädigungsansprüche nach dem Infektionsschutzgesetz (Paragraph 56) bestehen nur bei angeordneter (häuslicher) Isolation oder Quarantäne. Nur wer aufgrund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem sogenannten “Tätigkeitsverbot“ unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann eine Entschädigung beantragen. 
Ein Anspruch kann bei angeordneter Quarantäne sowohl für Arbeitnehmer als auch für Selbständige bestehen. Für den Betrieb selbst besteht dieser Anspruch grundsätzlich nicht. Auch nicht im Falle einer angeordneten Betriebsschließung oder bei sonstigen Umsatzsausfällen.
Weitere Auskünfte erteilt das  Landesamt für soziale Dienste.

Sonderfonds Kulturveranstaltungen

Der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstalter unterstützt die Wiederaufnahme und finanzielle Planbarkeit von Konzerten, Theateraufführungen, Kinovorstellungen und vielen anderen kulturellen Veranstaltungen.
Der Sonderfonds besteht aus einer Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere Veranstaltungen, die wegen der geltenden Hygienebestimmungen der Länder nur mit reduziertem Publikum stattfinden können. Hinzu kommt eine Ausfallabsicherung für geplante Veranstaltungen, falls es aufgrund der Corona-Pandemie zu einer Absage kommt.
Der Sonderfonds besteht aus zwei Modulen: 
  1. Kleinere und mittelgroße Veranstaltungen, die wegen der geltenden Hygienebestimmungen der Länder nur mit reduziertem Publikum stattfinden können, erhalten einen Zuschuss auf ihre Ticketeinnahmen, damit sie auch mit verringerter Teilnehmerzahl stattfinden können (Wirtschaftlichkeitshilfe). Die Wirtschaftlichkeitshilfe des Sonderfonds steht für Veranstaltungen mit bis zu 2.000 Personen 500 Personen ab dem 1. Juli 2021 zur Verfügung und für Veranstaltungen mit bis zu 2.000 Personen ab dem 1. August 2021.
  2. Größere Veranstaltungen erhalten eine Absicherung gegen Corona-bedingte Absagen. Die Ausfallabsicherung gilt für größere Kulturveranstaltungen. Dies betrifft Konzerte und Festivals mit mehr als 2.000 möglichen Teilnehmenden.
Mit der Registrierung einer Veranstaltung muss auch eine Kostenkalkulation und ein geeignetes Hygienekonzept vorgelegt werden. Für Fragen zur Antragstellung steht den Veranstaltern eine bundesweite Service-Hotline unter 0800 6648430 zur Verfügung.
Mehr Informationen, detaillierte FAQs und Antragstellung unter: Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen.

Eigenkapital-Hilfe für Start-ups und kleine Mittelständler

Schleswig-Holstein hat im Rahmen der Corona-Hilfen neben den Zuschuss- und Darlehensprogrammen auch ein Beteiligungsprogramm aufgelegt, und zwar für Start-ups und kleine Mittelständler. Bis 30. Juni 2022 werden Eigenkapital- und eigenkapitalähnliche Finanzierungen mit einem Volumen von insgesamt 40 Millionen Euro bereitgestellt. Die Mittel stehen gewerblichen Unternehmen mit einem Gruppenumsatz bis 75 Millionen Euro zur Verfügung, die bis zum 31. Dezember 2019 noch nicht in finanziellen Schwierigkeiten waren und nunmehr nachweislich einen corona-bedingten Finanzierungsbedarf haben. Aus diesem “Sonder-Beteiligungsprogramm Schleswig-Holstein” kann ein Unternehmen unter Einhaltung der Kleinbeihilferegelung bis zu 1.300.000 Euro mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren erhalten.
Basis für dieses Programm bildet ein spezielles Start-up-Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau ( www.kfw.de/corona-startup). Die Mittel können bei der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein (MBG) beantragt werden unter www.mbg-sh.de.

Ausbildungsprämie

Mit dem Bundesprogramm “Ausbildungsplätze sichern” sollen Ausbildungsplätze auch in der aktuellen Krise geschützt werden, indem das bisherige Ausbildungsniveau erhalten, begonnene Berufsausbildungen fortgeführt und neue Ausbildungskapazitäten geschaffen werden. Das Programm umfasst sechs Förderungsmaßnahmen.
Weitere Informationen finden Sie im Artikel  Ausbildungsplätze sichern: Ausbildungsprämie.

Beratungskostenzuschuss für das Einrichten von Homeoffice

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe können ab sofort finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung durch ein vom BMWi autorisiertes Beratungsunternehmen. Das Förderprogramm ”go-digital” des BMWi sieht hierfür ein spezielles, schnelles und unbürokratisches Verfahren vor.
Der neue Förderbaustein deckt unterschiedliche Leistungen ab, von der individuellen Beratung bis hin zur Umsetzung der Homeoffice-Lösungen, wie beispielsweise der Einrichtung spezifischer Software und der Konfiguration existierender Hardware. Betriebe, die von der Förderung profitieren wollen, müssen zunächst über die Beraterlandkarte ein Beratungsunternehmen in ihrer Region suchen und mit ihm einen Beratervertrag abschließen. Von diesem Punkt an übernimmt das Beratungsunternehmen alle weiteren Schritte für die Unternehmen.
Von der Förderung können rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial mit weniger als 100 Beschäftigten und einem Vorjahresumsatz oder einer Vorjahresbilanz von höchstens 20 Millionen Euro profitieren. Bei einem maximalen Beratertagessatz von 1.100 Euro beträgt der Förderumfang maximal 30 Tage.
Konkrete Fragen zur Förderfähigkeit und Beantragung beantwortet der Projektträger, die EURONORM GmbH, telefonisch unter 030 97003-333.

Beratungsförderung für betroffene Unternehmen

In der Krise ist guter Rat wortwörtlich teuer - eine professionelle Beratung kann Unternehmen Wege aus wirtschaftlichen Schieflagen aufzeigen, doch sind die Mittel zur Finanzierung des Honorars gerade in solchen Situationen häufig nicht zu stemmen. Um Unternehmen in Schwierigkeiten dennoch eine Beratung zu ermöglichen, können durch das Programm "Förderung unternehmerischen Know-hows" die Beratungskosten zu 90 Prozent finanziert werden. Hier finden Sie alle Informationen zum Programm “ Förderung unternehmerischen Know-hows – Modul für Unternehmen in Schwierigkeiten“.
Die Möglichkeit zur Online-Antragstellung erhalten Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Vor Antragstellung ist die Kontaktaufnahme zu einem Regionalpartner, zum Beispiel die IHKs in Schleswig Holstein, erforderlich. Auf Grund des Neutralitätsgebotes kann die IHK Schleswig Holstein keine Beraterempfehlungen aussprechen.

Digibonus II Schleswig-Holstein

Wie wichtig die Verbesserung von digitalisierten Geschäftsmodellen und IT-Sicherheit sowie digitalisierte Prozessabläufe und Verfahren sind, hat uns die Pandemie aufgezeigt. Doch nicht jedes Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern ist in der Lage, bestimmte Investitionen im zweistelligen Bereich für spezielle Hard-und Software komplett finanziell zu stemmen. Daher wurde der Digi-Bonus des Landes Schleswig-Holstein neu aufgelegt. Hier kann sich ein Klein- und Mittelständisches Unternehmen bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben (bis maximal 17.000 Euro) über die WTSH bezuschussen lassen.
Alle Anforderungen sowie Detailantworten zum Digi-Bonus II finden Sie über folgenden Link:  Seite der WTSH.

Steuerstundungen

Das Bundesfinanzministerium hat hierzu folgende Regelung erlassen.
Steuerpflichtige, die durch die Coronakrise unmittelbar und nicht unerhebliche wirtschaftliche Schäden erleiden,
  • können bis zum 31. Januar 2022 Anträge auf eine - im Regelfall zinsfreie - Stundung von bereits fälligen oder bis zum 31. Januar 2022 fällig werdenden Steuern (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag und Umsatzsteuer) stellen. Die Steuern können im vereinfachten Verfahren längstens bis zum 31. März 2021 gestundet werden. Hierbei wurden keine strengen Anforderungen an die Darstellung der Voraussetzungen für die Gewährung einer Stundung gestellt, wenn ein Bezug zur Corona-Krise erkennbar ist. Bitte beachten Sie, dass die Antragstellung bei fällig werdenden Steuern erst nach deren Festsetzung möglich ist. Eine Verlängerung der Stundung im vereinfachten Verfahren über den 31. März 2022 hinaus ist nur in Zusammenhang mit einer angemessenen, längstens bis zum 30. Juni 2022 dauernden Ratenzahlungsvereinbarung möglich. Ratenzahlungen, die über den 30. Juni 2022 hinausgehen, und Stundungen von Steuern, die nach dem 31. Januar 2022 fällig werden, sind von den Erleichterungen ausgenommen. Für diese gelten die allgemeinen Grundsätze und Nachweispflichten bei Stundungen.
  • können bis zum 31. Januar 2022 vollstreckungsrechtliche Erleichterungen beantragen. Bei den von der Corona-Krise Betroffenen soll dann längstens bis zum 31. März 2022 von der Vollstreckung von bis zum 31. Januar 2022 fällig gewordenen Steuern (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer, Lohnsteuer und Umsatzsteuer) abgesehen werden (Vollstreckungsaufschub). In diesen Fällen können die zwischen dem 19. März 2020 und längstens dem 31. März 2022 kraft Gesetzes verwirkten Säumniszuschläge erlassen werden. Eine Verlängerung des Vollstreckungsaufschubs über den 31. März 2022 hinaus (einschließlich Erlass von Säumniszuschlägen) ist im vereinfachten Verfahren nur im Zusammenhang mit einer angemessenen, längstens bis zum 30. Juni 2022 dauernden Ratenzahlungsvereinbarung möglich. Ratenzahlungen, die über den 30. Juni 2022 hinausgehen, und Vollstreckungsaufschübe für Steuern, die nach dem 31. Januar 2022 fällig werden, sind von den Erleichterungen ausgenommen. Für diese gelten die allgemeinen Grundsätze und Nachweispflichten bei Vollstreckungsaufschüben.
  • können die Steuervorauszahlungen für die Veranlagungszeiträume 2021 und 2022 bis zum 30. Juni 2022 auf Antrag durch das Finanzamt im vereinfachten Verfahren herabsetzen lassen, wenn absehbar ist, dass aufgrund sinkender Umsätze die Gewinne durch die Corona-Krise deutlich geringer ausfallen als bisher angenommen. Dies betrifft die Herabsetzung von Vorauszahlungen der Einkommen- und Körperschaftsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) sowie die Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrags (für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlung). Bei im laufenden Jahr wieder steigenden Einkünften ist zu beachten, dass es hierdurch unter Umständen zu einer höheren Abschlusszahlung kommen kann
Weitere Informationen zu steuerlichen Regelungen in der Coronakrise finden Sie in den FAQs des Bundesfinanzministeriums.
Verlängerung der Erklärungsfrist
Der Gesetzgeber hat im Rahmen des ATAD-Umsetzungsgesetzes vom 25. Juni 2021 (Bundesgesetzblatt 2021 Teil I Seite 2035) die Steuererklärungsfristen für das Jahr 2020 allgemein um drei Monate verlängert. Dies bedeutet im Einzelnen:
  • Für Steuerpflichtige, die sich nicht von einem Steuerberater, Lohnsteuerhilfeverein oder einer anderen zur Beratung befugten Person beraten lassen (nicht beratene Steuerpflichtige), endet die allgemeine gesetzliche Abgabefrist für Steuererklärungen für das Kalenderjahr 2020 erst am 31. Oktober 2021. Da dies aber ein Sonntag ist, endet die Frist erst mit Ablauf des nächstfolgenden Werktags (§ 108 Absatz 3 der Abgabenordnung). Soweit der 1. November 2021 ein gesetzlicher Feiertag ist, endet die Frist erst mit Ablauf des 2. November 2021.
  • Steuerpflichtige, die einen Steuerberater, Lohnsteuerhilfeverein oder eine andere zur Beratung befugte Person mit der Erstellung der Steuererklärungen beauftragt haben (beratene Steuerpflichtige), haben die Steuererklärungen für 2020 bis zum 31. Mai 2022 abzugeben. Dies gilt allerdings nicht für Steuererklärungen beratener Steuerpflichtiger, die auf Grund einer gesonderten Anordnung („Vorabanforderung“) bereits zu einem früheren Termin abzugeben sind.
  • Davon unabhängig kann im Einzelfall beim zuständigen Finanzamt unter den allgemeinen Voraussetzungen eine darüber hinausgehende Fristverlängerung beantragt werden.
  • Aufgrund der um drei Monate verlängerten Erklärungsfristen beginnt auch der Zinslauf der sogenannten Vollverzinsung nach § 233a der Abgabenordnung für den Besteuerungszeitraum 2020 grundsätzlich am 1. Juli 2022 statt am 1. April 2022. Diese gesetzlichen Verlängerungen der Karenzzeiten gelten gleichermaßen für Nachzahlungs- wie für Erstattungszinsen sowie in beratenen wie in nicht beratenen Fällen.
  • Steuerpflichtige, die für den Besteuerungszeitraum 2020 eine höhere Abschlusszahlung erwarten, können noch bis zum jeweiligen gesetzlich hinausgeschobenen Beginn des Zinslaufs der Vollverzinsung einen Antrag auf Festsetzung nachträglicher Vorauszahlungen stellen. Hierdurch lassen sich unter anderem Zinsrisiken, die sich trotz des oben genannten verschobenen Zinslaufbeginns ergeben können, wirksam vermeiden.
Weitere Informationen erhalten Sie in den FAQs des Bundesfinanzministeriums.

Zweites Corona-Steuerhilfegesetz

Bundestag und Bundesrat haben am 29. Juni das zweite Corona-Steuerhilfegesetz verabschiedet. Neben der befristeten Senkung des Umsatzsteuersatzes beinhaltet das Steuerhilfegesetz auch die Verschiebung des Fälligkeitszeitpunkts der Einfuhrumsatzsteuer, einen steuerlichen Verlustrücktrag, befristete (Wieder-)Einführung einer degressiven AfA, Regelungen zur Dienstwagenbesteuerung, die Verlängerung der Fristen für die Reinvestitionsrücklage, die Anrechnung der Gewerbesteuer bei Einkünften aus Gewerbebetrieb sowie die Erhöhung des gewerbesteuerlichen Hinzurechnungsfreibetrags.  Alle Infos zum zweiten Corona-Steuerhilfegesetz haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Steuerfreie Sonderzahlung

Nach § 3 Nummer 11a des Einkommensteuergesetzes in der Fassung des Abzugsteuerentlastungsmodernisierungsgesetzes vom 2. Juni 2021 (Bundesgesetzblatt 2021 Teil I Seite 1259) konnten Arbeitgeber ihren Beschäftigten in der Zeit vom 1. März 2020 bis zum 31. März 2022 Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von insgesamt 1.500 Euro steuerfrei auszahlen. Voraussetzung der vorgenannten Regelung ist, dass die Beihilfen und Unterstützungen zur Abmilderung der zusätzlichen Belastung durch die Corona-Krise und zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Weitere Informationen zu steuerlichen Regelungen in der Coronakrise erhalten Sie in den FAQs des Bundesfinanzministeriums unter Abschnitt VIII. Der Bundestag hat die Frist für die Inanspruchnahme der Sonderzahlung bis zum 30. Juni 2021 verlängert.

Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)

Betroffene Unternehmen können sich direkt durch die Förderlotsen der IB.SH neutral und unentgeltlich über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten beraten lassen (Telefon 0431 9905-3365, foerderlotse@ib-sh.de).

Verband der Deutschen Bürgschaftsbanken

Sofern infolge der Coronakrise zur Überbrückung Kredite notwendig werden, können die Bürgschaftsbanken diese in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung grundsätzlich besichern. Dazu gilt eine neue Bürgschaftsobergrenze von 2,5 Millionen Euro und eine Ausweitung der Fördermöglichkeiten für Betriebsmittelkredite. Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden.