Infos rund um die ChamberCard

Egal ob im Umweltbereich, in der Außenwirtschaft oder bei der Buchhaltung – immer mehr Vorgänge im geschäftlichen Umfeld laufen vollelektronisch ab. Damit die Prozesse auch wirklich vertrauenswürdig und rechtssicher sind, benötigt man die elektronische Signatur. Doch: wo bekommt man sie, was kostet sie, wozu kann man sie nutzen?
Die Industrie- und Handelskammern nehmen Ihren Antrag zur Erteilung eines Zertifikats für die digitale Signatur entgegen. Vertragspartner ist die D-Trust in Berlin. D-Trust ist ein Unternehmen der Bundesdruckerei-Gruppe.

Was kann man mit der digitalen Signatur alles machen?

Wie komme ich an meine persönliche IHK-ChamberCard?

Nach telefonischer Terminvereinbarung müssen Sie persönlich mit Ihrem Personalausweis in der IHK erscheinen. Der Personalausweis muss noch mindestens einen Monat Gültigkeit besitzen. Sofern Sie nicht Inhaber oder im Handelsregister eingetragener Inhaber, Geschäftsführer oder Vorstand des Unternehmens sind, benötigen Sie zusätzlich eine Bescheinigung über die Organisationszugehörigkeit (Formular erhältlich bei Ihrer IHK). Ihre Daten werden an die Zertifizierungsstelle - unseren Partner D-Trust GmbH in Berlin - übermittelt. Dort wird dann unter strengsten Sicherheitsauflagen Ihre individuelle IHK-ChamberCard erzeugt. Anschließend wird Ihnen Ihr Startpaket zugeschickt.

Was kostet die ChamberCard und was gehört zum Lieferumfang?

Den Preis und Lieferumfang entnehmen Sie bitte dem Produktblatt (s.u.).

Welche technischen Voraussetzungen sind für die Nutzung der ChamberCard erforderlich?

  • Internetzugang
  • Microsoft-Betriebssystemumgebung
  • 60 MB freier Festplattenspeicher
  • Pentium (o. kompatibler) Prozessor / 300 MHz oder höher
  • 256 MB Hauptspeicher (512 MB empfohlen)

Wie wird das Chipkartenlesegerät an den Computer angeschlossen?

Das Chipkartenlesegerät wird an einen USB-Anschluss ihres Computers angeschlossen.

Benötigt der Empfänger einer von mir signierten E-Mail ebenfalls eine digitale Signatur?

Nein, neuere Mail-Clients zeigen das Vorhandensein einer Signatur an. Dabei wird dann auch automatisch deren Gültigkeit überprüft. Allerdings könnte es sein, dass das D-Trust Zertifikat auf einem nicht mit der Signatur ausgestatteten Rechner nicht als vertrauenswürdig anerkannt wird. Dies kann man beheben, indem man das Zertifikat manuell dem Zertifikatsspeicher hinzufügt. Die benötigten so genannten Wurzel-Zertifikate finden Sie bei D-Trust. Näheres hierzu finden Sie auch in der Hilfefunktion des von Ihnen verwendeten Mail-Programms.

Ist die ChamberCard mit den Zertifikaten anderer Anbieter kompatibel?

Nach dem derzeitigen Stand der Entwicklung sind die Signaturen verschiedener Anbieter noch nicht untereinander kompatibel. Eine Liste aller signaturgesetzkonformen Trustcenter, Kartenlesegeräte und Signaturanwendungskomponenten ist beim Verzeichnisdienst der Bundesnetzagentur einsehbar.

Ist eine digitale Signatur mit einer persönlichen Unterschrift gleichzusetzen?

Das Gesetz über die Rahmenbedingungen für elektronische Signaturen und zur Änderung weiterer Vorschriften (Signaturgesetz, kurz: SigG) trat am 22. Mai 2001 in Kraft und legte bis zum Inkrafttreten der eIDAS-Verordnung (am 1. Juli 2016) und des Vertrauensdienstegesetzes (am 29. Juli 2017) die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen für elektronische Signaturen. Seit dem 1. Juli 2016 regelt nun die neue eIDAS-Verordnung die Rechtswirkung der qualifizierten elektronischen Signatur. Als Option zur Schriftform wird eine elektronische Form ermöglicht, die als Substitut für die eigenhändige Unterschrift die elektronische Signierung des Dokuments erfordert. Unser Partner D-Trust, der die IHK-ChamberCard produziert, genügt auch nach der neuen eIDAS-Verrodnung den höchsten Anforderungen.

Ich habe das IHK-ChamberCard-Paket erhalten, habe aber Schwierigkeiten bei der Installation

Da die Installation der Software sowohl Betriebssystemkomponenten als auch sogenannte Plug-Ins für verschiedene Programme (zum Beispiel Outlook) beinhaltet, könnten ungeübte Benutzer auf Schwierigkeiten stoßen. Eine erste Lösungshilfe finden Sie im Internet unter euz.ihk.de. Falls das Problem hiermit nicht zu lösen ist, erreichen Sie den Signatur-Support montags bis donnerstags, 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 16 Uhr, unter der Hotline: 01805 87 87 80, E-Mail: gfidoscdecoda@gfi.ihk.de (Supportgebühren fallen nicht an).

Meine Signaturkarte ist abgelaufen, wie beantrage ich eine Folgekarte?

Im Frühjahr dieses Jahres hat D-TRUST ein erleichtertes Antragsverfahren für eine Folge-Signaturkarte eingeführt. Dieses Verfahren ist nun weiter vereinfacht worden, so dass noch mehr Kunden davon profitieren können: Bislang musste das Ausweisdokument, dass der Kunde bei der ersten Signaturkartenbeantragung in der IHK vorgelegt hatte, auch zum Zeitpunkt der Folgekartenbeantragung noch gültig sein. Diese Einschränkung gilt nun nicht mehr. Auch die Kunden, die während der Laufzeit der Signaturkarte einen neuen Ausweis bekommen haben, können jetzt die Folgekarte in Auftrag geben.
Für die Beantragung einer Folgekarte gelten jetzt also nur noch folgende Bedingungen:
  • ihr Name und die Firmenzugehörigkeit des Antragstellers dürfen sich
    zwischenzeitlich nicht geändert haben.
  • seit Ablauf der alten Signaturkarte dürfen nicht mehr als 180 Tage vergangen sein.
Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, können die IHK-Signaturkunden, deren Karte abläuft, einfach online eine Folgekarte beantragen, ohne dass die IHK-Registrierungsstelle aktiv werden muss.
Den Preis für eine Folgekarte entnehmen Sie bitte den Produktblättern. Die Kunden, deren Signaturkarte abläuft, erhalten rechtzeitig vor Ablauf der Gültigkeit eine elektronische Nachricht von D-TRUST mit weiterführenden Informationen.

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