Zuschüsse von Land und Bund

Ausbildungsplätze sichern / “Azubi-Prämie” (Bund)

Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ fördert kleine und mittlere Unternehmen und unterstützt sie finanziell, wenn sie trotz der aktuellen wirtschaftlichen Lage ausbilden.
Das Programm besteht aus zwei Förderrichtlinien:
Erste Förderrichtlinie (seit 1. August 2020):
  • Ausbildungsprämien in Höhe von 2.000 bzw. 3.000 Euro für Betriebe, die - obwohl sie die Corona-Krise stark getroffen hat - ihr Ausbildungsniveau halten bzw. erhöhen,
  • Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung, wenn der Ausbildungsbetrieb Auszubildende und Ausbilder nicht mit in Kurzarbeit schickt und
  • Übernahmeprämien an Betriebe, die Auszubildende von insolventen Betrieben übernehmen.
Zweite Förderrichtlinie (seit 3. November 2020):
  • Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung
Zur Übersicht Azubi-PrämieNeue Förderichtlinie ab 26. März 2021!

Azubi transfer und Azubi im Verbund (Land)

Die Übernahme von Auszubildenden nach Insolvenz oder unvorhersehbarer Schließung ihres bisherigen Ausbildungsbetriebs wird mit 1.200 € durch das Land Baden-Württemberg gefördert.
Ein ähnliches gefördertes Programm ist Azubi im Verbund: Betriebe, die nicht in der Lage sind, das gesamte Spektrum der in den Ausbildungsverordnungen vorgeschriebenen fachpraktischen Ausbildungsinhalte abzudecken, können sich mit anderen Betrieben zu einem geförderten Verbund zusammenschließen.

Digitalisierungsprämie Plus

Mit der Digitalisierungsprämie Plus werden konkrete Projekte zur Einführung neuer digitaler Lösungen sowie zur Verbesserung der IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)mit bis zu 500 Mitarbeitern gefördert.
Gefördert wird vor allem die Einführung neuer digitaler Systeme der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) für Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Verbesserung der IKT-Sicherheit sowie Künstliche-Intelligenz-Anwendungen.
Digitalisierung von Produktion und Verfahren
(zum Beispiel 3D-Druck, mobile Betriebsgeräte zur Produktionssteuerung, e-commerce, e-procurement)Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen
(zum Beispiel digitale Plattformen, Fernwartung, Anwendung digitaler Standards)Umsetzung von Strategien und Konzepten zur Digitalisierung
(zum Beispiel IKT-Sicherheit, digitale Vertriebskanäle, Cloudtechnologie)

Förderung unternehmerischen Know-Hows

Im Rahmen des Programms fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) allgemeine Beratungen in Unternehmen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.
Zum Förderprogramm zur Förderung unternehmerischen Know-Hows

Kurzarbeitergeld

Kurzarbeitergeld wird unter bestimmten Voraussetzungen gewährt, wenn in Betrieben oder Betriebsabteilungen die regelmäßige betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit infolge wirtschaftlicher Ursachen oder eines unabwendbaren Ereignisses vorübergehend verkürzt wird (Kurzarbeit eingeführt wird).
Kurzarbeitergeld kann somit Entgeltausfall aufgrund von Kurzarbeit in Ihrem Betrieb zum Teil ausgleichen. Eine Antragstellung erfolgt über die Bundesagentur für Arbeit.

Neustart Kultur

Das Programm Neustart Kultur richtet sich an eine Vielzahl von Zielgruppen im kulturellen Bereich, solange sie mehrheitlich privat finanziert sind. Dazu zählen Kinos, Museen und Ausstellungshäuser, Theater, Festivals und Musikclubs. Es besteht aus mehreren Förderrichtlinien, die nach und nach zur Verfügung stehen.
Das Programm enthält unterschiedliche Förderrichtlinien, eine Übersicht finden Sie auf der Seite des Kultusministeriums.
Zur Übersicht des Programms Neustart Kultur

Start-up Schutzschild

Säule 1: Corona-Matching-Fazilität (bis Juni 2021)

Wenn Sie als Start-up oder kleines Unternehmen in der Corona-Krise Kapitalbedarf haben, können Sie  eine Beteiligungsfinanzierung zur Unterstützung erhalten, bereitgestellt aus Mitteln des Bundes.
Corona-Matching-Fazilität: KfW Capital unterstützt mit der Corona Matching Fazilität Start-ups und junge Unternehmen,
  • die einen starken Deutschlandbezug haben,
  • zum 31.12.2019 nicht in finanziellen Schwierigkeiten waren und
  • an denen private Venture Capital-Fonds beteiligt sind.

Säule 2: Mezzanine-Beteiligungsprogramm zur Unterstützung junger und mittlerer Unternehmen

Das Wirtschaftsministerium startet in Zusammenarbeit mit der L-Bank und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft ein weiteres Förderangebot – das Mezzanine-Beteiligungsprogramm –, mit dem vor allem Start-ups und mittelständische Unternehmen mit typisch stillen Beteiligungen unterstützt werden sollen. Anträge können bei der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft gestellt werden.
Diese kann die bereitgestellten Mittel in Form von Wandeldarlehen, Nachrangdarlehen und stillen Beteiligungen bis hin zu direkten Beteiligungen im Einzelfall an die Unternehmen ausreichen. Das Gesamtfinanzierungsvolumen pro Unternehmen richtet sich an der Kleinbeihilfenregelung des Bundes aus und beträgt maximal 1.800.000 Euro.
Weitere informationen zu Fördermöglichkeiten nach Säule 1 und Mezzanine-Beteiligungsprogramm

Sonderfonds Kulturveranstaltungen

Förderfähig sind ausschließlich Kulturveranstaltungen wie Konzerte, Festivals, Opern, Tanz, Film, Theater, Musicals, Kleinkunst, Varieté, Lesungen, Performing Arts, Medienvorführungen und künstlerische und kulturelle Ausstellungen. Wichtig ist, dass die Veranstaltung in Deutschland stattfindet und Eintrittskarten verkauft. Gefördert wird in zwei Modulen; der Wirtschaftlichkeitshilfe und der Ausfallabsicherung.
  • Die Wirtschaftlichkeitshilfe startet am 1. Juli 2021 und unterstützt Veranstaltungen mit bis zu 500 möglichen Teilnehmenden (bzw. ab 1. August mit bis zu 2.000 Teilnehmenden), die pandemiebedingt nur mit reduzierter Teilnehmerzahl stattfinden können. Sie verdoppelt (bzw. verdreifacht bei besonders strengen Auflagen) die Einnahmen aus den ersten 1.000 Tickets, bis die Kosten einer Veranstaltung gedeckt sind.
  • Die Ausfallabsicherung schafft Planungssicherheit für größere Kulturveranstaltungen (mit mehr als möglichen 2.000 Teilnehmenden) ab dem 1. September 2021 und übernimmt 80 Prozent der Kosten Corona-bedingter Absagen, Teilabsagen oder Verschiebungen.
Kulturveranstalter, die den Sonderfonds in Anspruch nehmen wollen, müssen sich unter www.sonderfonds-kulturveranstaltungen.de registrieren.

Soziale Grundsicherung

Freiberufler, Solo-Selbständige und Kleinunternehmer können Leistungen der Grundsicherung in Anspruch nehmen, wenn sich ihre finanzielle Situation aufgrund der Auswirkungen der Corona-Maßnahmen drastisch verschlechtert hat und sie ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten können.
Der Bezug wurde im Zuge der Krise vereinfacht, u.a. durch:
  • Die tatsächlichen Wohnkosten (Miete und Heizung) werden nicht überprüft. Sie werden als angemessen angesehen und von den Jobcentern ohne weitere Rückfragen übernommen.
  • Die Vermögensprüfung wurde vereinfacht. Grundsätzlich gilt: Bevor Leistungen der Grundsicherung nach dem SGB II bezogen werden dürfen, muss erhebliches Vermögen aufgelöst werden. Die Grenze dafür wurde auf 60.000 Euro festgelegt. Unterhalb dieser Vermögensgrenze gilt das Vermögen als nicht erheblich und wird nicht berücksichtigt. Altersvorsorgeanlagen, wie z.B. das selbstgenutzte Haus oder Kapitallebensversicherungen gelten ebenfalls nicht als Vermögen und sind anrechnungsfrei.
  • Individueller Freibetrag für die Altersvorsorge. Hierfür werden für jedes Jahr der Selbständigkeit künftig 8.000 Euro nicht als Vermögen angesehen.
  • Betriebsvermögen, das zur Fortsetzung der Erwerbstätigkeit dienlich ist, bleibt ebenfalls anrechnungsfrei.
  • Solo-Selbständige – anders als die anderen Bezieher von SGB II-Grundsicherungsleistungen – müssen sich nicht der Vermittlung in Arbeit zur Verfügung stellen (sog.Vermittungsvorrang). Die Vermittlung in Arbeit kann von den betroffenen Personen jedoch selbst gewünscht werden.

Tilgungszuschuss Corona III

Der Tilgungszuschuss Corona für das Schaustellergewerbe und die Marktkaufleute, die Veranstaltungs-, Messe- und Eventbranche sowie das Taxi- und Mietwagengewerbe wird im Jahr 2021 mit verbesserten Förderbedingungen fortgeführt. Die Unternehmen werden mit einem direkten Zuschuss zu den Tilgungsraten für betriebliche Kredite, für Raten aus Mietkaufverträgen und Leasingverträgen („Finanzierungsleasing“), bei denen das Wirtschaftsgut dem Mieter beziehungsweise Leasingnehmer zugerechnet wird, sowie für Geldmarktdarlehen unterstützt. Das Programm ist kumulierbar mit der Überbrückungshilfe III des Bundes und dem fiktiven Unternehmerlohn des Landes.
Der Tilgungszuschuss Corona III fördert TIlgungsleistungen in den Monaten Januar bis Juni 2022. Der Zugang wurde erleichtert: Der zur Antragstellung qualifizierende Umsatzrückgang wurde von 60 auf 50 Prozent im Vergleich zum Referenzzeitraum im Jahr 2019 abgesenkt. Die Antragsfrist für den TilCo III ist der 31. Mai 2022.

Überbrückungshilfe

Soforthilfeprogramm für kleine Unternehmen und Soloselbständige aus allen Wirtschaftsbereichen mit bis zu 249 Beschäftigten. Nichtzurückzuzahlender Zuschuss in Form einer anteiligen Bezuschussung der Betriebskosten – abhängig von Umsatzrückgang. Ein Antrag ist nur über einen Steuerberater möglich (Ausnahme Neustarthilfe)!
  • Für den Förderzeitraum Juli bis September 2021 gelten die Förderkonditionen der Überbrückungshilfe III Plus, Solostelbstsändige können für diesen Förderzeitraum die Neustarthilfe Plus beantragen.
    Anträge können bis zum 31. März 2022 gestellt werden.
  • Für den Förderzeitraum Januar bis März 2022 gelten die Förderkonditionen der Überbrückungshilfe IV, Solostelbstsändige können für diesen Förderzeitraum die Neustarthilfe 2022 beantragen.
    Anträge können bis zum 30. April 2022 gestellt werden.
  • Eine rückwirkende Antragstellung für Phase I, II oder III ist nicht mehr möglich.
Details finden Sie im Portal der Überbrückungshilfen und in unserer Übersicht (PDF-Datei · 872 KB).
Zum Portal der Überbrückungshilfe

Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes

Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds dient der Stabilisierung von Unternehmen der Realwirtschaft, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort oder den Arbeitsmarkt in Deutschland hätte. Er soll Liquiditätsengpässe beseitigen, die Refinanzierung am Kapitalmarkt unterstützen und vor allem auch die Kapitalbasis von Unternehmen stärken. Antragsberechtigt sind Unternehmen, die in den letzten beiden bereits bilanziell abgeschlossenen Geschäftsjahren vor dem 1. Januar 2020 mindestens zwei der drei folgenden Kriterien erfüllt haben:
  • Bilanzsumme ab 43 Mio. Euro,
  • Umsatz ab 50 Mio. Euro und/oder
  • mehr als 249 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt.
Das Programm kann ab sofort über das Bundeswirtschaftsministerium in Anspruch genommen werden. Frist für Antragstellung ist der 30. April 2022, die Fördermöglichkeit besteht bis 30. Juni 2022.

Geplante Programme

Folgende Programme wurden auf Bundes oder Landesebene beschlossen, aber noch nicht umgesetzt. Sobald weitere Informationen zum Umsetzungsstand bekannt sind, werden sie hier ergänzt.

Ausgelaufene Programme

Soforthilfe I

Die Soforthilfe I förderte den Liquiditätsengpass mit einem Zuschuss in Abhängigkeit von der Mitarbeiterzahl. Der Förderzeitraum war zwischen Ende März bis Ende Mai 2020. Sollten sich nach der Antragstellung Änderungen in Ihrem Liquiditätsengpass im Förderzeitraum ergeben haben, etwa durch unerwartete höhrere Einnahmen, müssen Sie diese Änderung der L-Bank anzeigen und den Zuschuss (anteilig) zurückzahlen.
Das Wirtschaftsministerium hat informiert, dass für Rückmeldungen die Frist bis zum 16. Januar 2022 verlängert wurde. Das Rückmeldeverfahren ist nun abgeschlossen.

Tilgungszuschuss Corona für das Schaustellergewerbe, der Veranstaltungs- und Eventbranche sowie das Taxi- und Mietwagengewerbe

Der Tilgungszuschuss Corona fördert von der Jahrestilgungsrate 2020 des antragstellenden Unternehmens einmalig die Hälfte mit einem Satz von 80 Prozent. Förderfähig sind dabei die nach den Regeltilgungsplänen im Jahr 2020 anfallenden Tilgungsraten. Die maximale Förderung mit dem Tilgungszuschuss beträgt 150.000 Euro je Antragsteller. Antragsberechtigt sind Unternehmen, einschließlich Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb mit Unternehmenssitz in Baden-Württemberg aus den Wirtschaftsbereichen der Schausteller und Marktkaufleute, Veranstaltungs- und Eventbranche und Taxiunternehmen.
Das Programm ist kumulierbar mit der Überbrückungshilfe des Bundes und der Landesaufstockung mit dem fiktiven Unternehmerlohn.

November- und Dezemberhilfe

Betriebe, die im November-Lockdown 2020 schließen müssen, sollen eine Entschädigung erhalten, bei Betrieben unter 50 Mitarbeitern soll sie 75 Prozent des Umsatzes im Vorjahresmonat betragen. Das Programm wird zurzeit zwischen Finanz- und Wirtschaftsministerium abgestimmt. Beide Ministerien haben sich auf einen Start des Programms zum 25. November geeinigt. Zuerst werden Abschlagszahlungen beantragt werden können – Soloselbständige bis zu 5.000 Euro; andere Unternehmen erhalten bis zu 50.000 Euro. Parallel wird an der Umsetzung des vollständigen Programms gearbeitet.
Die wichtigsten Eckpunkte:
  • Antragsberechtigt sind alle Unternehmen, die durch die Verordnung vom 2. November schließen müssen, sowie Unternehmen, deren Umsatz zu mindestens 80% an den geschlossenen Unternehmen hängt.
  • Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließung in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt.
  • Beantragte Förderprogramme (Überbrückungshilfe, Stabilisierungshilfe, Kurzarbeit u.ä.) im November werden auf die Novemberhilfe angerechnet. Generiert das Unternehmen im November trotz (Teil-)Schließung Umsätze (etwa durch Lieferservice), werden diese Umsätze bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet.
  • Der Antragsprozess läuft über das Portal der Überbrückungshilfe. Mit Ausnahme der Soloselbständigen bei einem Förderhöchstsatz von 5.000€ muss der Antrag über einen prüfenden Dritten gestellt werden.
Eine Antragstellung war bis zum 30. April 2021 möglich. Änderungsanträge für bestehende Anträge können bis zum 30. Juli 2021 gestellt werden.

Ausgleich für Einnahmeausfälle in der Reisebusbranche (Bund)

Antragsberechtigt sind alle privaten Unternehmen, die am 16.03.2020 Inhaber einer Genehmigung für den Gelegenheitsverkehr mit Kraftomnibussen nach dem Personenbeförderungsgesetz waren und als solche während des berücksichtigungsfähigen Zeitraums vom Verbot von Reisebusreisen betroffen waren. Förderfähig sind alle Unternehmensformen unabhängig von ihrer gesellschaftsrechtlichen Ausgestaltung.
  • Ausgleichbar sind sogenannte Vorhaltekosten. Das sind fortlaufende Tilgungs- oder Leasingraten für die Anschaffung der Reisebusse vor der Corona-Pandemie sowie „Vorleistungskosten“ z.B. für Reisekataloge oder Werbeanzeigen, soweit diese nicht auf andere Weise als durch Gewährung eines finanziellen Ausgleichs auf Grundlage dieser Richtlinie kompensationsfähig sind.
  • Die Hilfen werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse in Form von Billigkeitsleistungen gewährt.
  • Berücksichtigt werden neue oder gebrauchte Busse mit der Schadstoffklasse Euro V oder besser.
  • Der Höchstbetrag liegt bei 26.334 Euro pro Bus. Doppelförderungen sind mit Blick auf andere COVID-19-bedingte Unterstützungsleistungen ausgeschlossen.
  • Bewilligungsbehörde ist das Bundesamt für Güterverkehr (BAG).
  • Anträge konnten elektronisch bis zum 15.03.2021 beim BAG gestellt werden.

Stabilisierungshilfe Bustouristik (Land BW)

Betroffene Unternehmen können für einen Förderzeitraum ab  September einen einmaligen Zuschuss - zweckgebunden pro Reisebus - in Höhe von bis zu 18.750 Euro aus Landesmitteln beantragen. Zusätzlich kann ein Öko-Bonus in Abhängigkeit der jeweiligen Schadstoffklasse des beantragten Busses gewährt werden.
Ein Antrag konnten bis 1. April 2021 über die L-Bank gestellt werden.

Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe II

Die an die Soforthilfemaßnahmen anschließende Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe soll mit einer einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuwendung der Überbrückung eines Liquiditätsengpasses für weitere drei Monate dienen.
Gefördert werden in Abhängigkeit des tatsächlichen Liquiditätsengpasses bis zu
  • 3.000 Euro für drei Monate für antragsberechtigte Betriebe sowie
  • 2.000 Euro für jeden Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) für drei Monate der antragsberechtigten Betriebe.
Antragsberechtigt sind auch Betriebe, die nur nebenerwerblich im HoGa-Sektor tätig sind (zwischen 30 und 50% des Gesamtumsatzes). Diese Unternehmen können entsprechend bis zu 2.000 Euro für den Betrieb und 1.000 Euro für jeden Mitarbeiter beantragen.
Die Stabilisierungshilfe II hat zwei neue Antragsvoraussetzungen. Zum einen darf im selben Förderzeitraum nicht auch die Überbrückungshilfe III oder die Neustarthilfe des Bundes beantragt werden. Zum anderen muss der Zuschuss in der Stabilisierungshilfe II 10 Prozent über dem rechnerischen Zuschuss der Überbrückungshilfe III oder der Neustarthilfe im selben Förderzeitraum liegen. Ein sehr hilfreiches Tool für den Verleich zwischen Stabilisierungshilfe III und Stabilisierungshilfe II sowie weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Dehoga.
Eine Antragstellung war bis 30. Juni 2021 möglich.

Härtefallhilfen

Die Härtefallhilfen unterstützen Unternehmen, die infolge der Corona-Pandemie in Not geraten sind, im besonderen Einzelfall. Sie richten sich speziell an solche Unternehmen, bei denen die bestehenden Corona-Hilfen des Bundes, der Länder und der Kommunen nicht greifen, zum Beispiel die Überbrückungshilfen, die Novemberhilfe und die Dezemberhilfe. Das jeweilige Bundesland prüft den Einzelfall und entscheidet nach eigenem Ermessen, wer eine Härtefallhilfe erhält. Antragsberechtigt sind Unternehmen ungeachtet ihrer Rechtsform, wenn sie nicht mehrheitlich in öffentlichem Besitz sind oder als Soloselbstständige im Nebenerwerb tätig sind.
Anträge können mit einem prüfenden Dritten bis zum 31. Oktober 2021 online gestellt werden. Eine Kurzübersicht mit einem Webinarmitschnitt zum Programm finden Sie hier.