Geschäftsreisen - Rechtslage zu Quarantäne und Testpflicht

Einreisebestimmungen in andere Länder

Bitte beachten Sie die Hinweise des Auswärtigen Amtes zur aktuellen Einreisesituation in den bestimmten Ländern. Auch die Außenhandelskammern bieten Übersichten über die jeweiligen Einreisebestimmungen.
  • Handelskammer Schweiz: Link
  • Handelskammer Österreich: Link
  • AHK Frankreich: Link
Abweichend von den Regelungen in Deutschland gelten für Reisen innerhab der EU Genesenenachweise 6 Monate (statt 3 Monate in Deutschland, bzw. für die Einreise nach Deutschland).

Einreisebestimmungen nach Deutschland

Die Rechtsgrundlage zur Einreise in das Bundesgebiet ist die Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Nach dieser bestehen die folgenden Pflichten bei der Einreise.
Die Klassifzierung der Länder finden Sie auf der Seite des RKI. Ausschlaggebend für die Einreisebestimmungen sind die Aufenthalte in den letzten zehn Tagen vor Einreise.
Ein vollständiger Impfschutz mit zwei Impfdosen gilt für die Reise innerhalb der EU 9 Monate. Für die Einreise nach Deutschland gelten bis 30. September 2022 zwei Impfdosen als vollständig geimpft (keine Gültigkeitsbeschränkung des Zertifikats wie in der EU). Nach dem 1. Oktober 2022 sind für die Einreise nach Deutschland drei Einzelimpfungen für den vollständigen Impfschutz nötig (Ausnahmen gelten).
Stand vom 03. März 2022.

1. Anmeldepflicht

Einreise aus Region ohne hohes Risiko: Anmeldepflicht entfällt.
Einreise aus Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet: Vor der Einreise muss die digitale Einreiseanmeldung unter www.einreiseanmeldung.de ausgefüllt werden. Die Anmeldung ist bei Grenzübertritt mitzuführen.

2. Nachweispflicht

Einreise aus Region ohne hohes Risiko: Nachweis* muss bei Einreise vorliegen und mitgeführt werden.
Einreise aus Hochrisikogebiet: Nachweis* muss bei Einreise vorliegen und mitgeführt werden.
Einreise aus Virusvarienatengebiet: PCR-Testnachweis muss bei Einreise vorliegen und mitgeführt werden.
*Nachweis eines negativen Tests, einer Genesung oder einer vollständigen Impfung. Testungen dürfen nicht länger als 48 Stunden zurückliegen.

3. Quarantänepflicht

Einreise aus Region ohne hohes Risiko: Keine Quarantänepflicht.
Einreise aus Hochrisikogebiet: Es gilt eine 10-tägige Quarantänepflicht. Diese endet, sobald ein Nachweis unter www.einreiseanmeldung.de eingereicht wird. Genesene und Geimpfte können dies bereits mit Einreise tun, Getestete können frühestens nach fünf Tagen einen Test durchführen lassen.
Ausgenommen von der Fünf-Tage-Regel sind Personen, die sich maximal fünf Tage in einem Hochinzidenzgebiet aufgehalten haben, diese können sich ebenfalls früher “freitesten”.
Einreise aus Virusvariantengebiet: Es gilt eine 14-tägige Quarantänepflicht.

Besondere Regelungen

Ausnahmen von der Nachweispflicht

  • Für Transportpersonal*
  • Grenzgänger und Grenzpendler, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen zweimal pro Woche einen Testnachweis übermitteln, wenn sie aus einem Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet oder per Flugzeug einreisen.

Ausnahmen von der Anmelde- und Quarantänepflicht

Wenn der Grenzübertritt betrieblich notwendig ist, gilt eine Ausnahme
  • für den Transitverkehr,
  • für Transportpersonal, bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte*,
  • für Grenzgänger und -pendler,
  • für den Grenzverkehr**, wenn der Aufenthalt im Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet nicht länger als 24 Stunden dauert.

*Gilt nicht für Aufenthalte in Virusvariantengebieten.
**Folgende Regionen zählen zu den Grenzregionen Baden-Württembergs:
Österreich (das Land Vorarlberg),  Fürstentum Liechtenstein (das gesamte Staatsgebiet), Schweiz (die Appenzell, St. Gallen, Thurgau, Zürich, Schaffhausen, Aargau, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Jura und Solothurn), Frankreich (Departements Bas-Rhin und Haut-Rhin) 

Einreise zur längeren Arbeitsaufnahme

Von der Quarantänepflicht sind unter Beachtung zusätzlicher Vorschriften auch  Arbeitnehmer ausgenommen, sofern sie zum Zwecke einer mindestens drei wöchigen Arbeitsaufnahme nach Deutschland einreisen. Voraussetzung dafür ist, dass dass am Ort ihrer Unterbringung und ihrer Tätigkeit in den ersten zehn Tagen gruppenbezogene betriebliche Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen getroffen werden. Die Maßnahmen müssen mit einer Quarantäne vergleichbar sein, Kontaktaufnahme außerhalb der Gruppe bestmöglich zu reduzieren, das Verlassen der Unterkunft in diesem Zeitraum ist nur zur Arbeitsaufnahme gestattet. Die Arbeitsaufnahme und die getroffenen Maßnahmen müssen vom Arbeitgeber bei der zuständigen Behörde angezeigt werden. 

Beförderungsverbote aus Virusvariantengebieten

Seit dem 30. Januar 2021 gilt ein Beförderungsverbot für Einreisen aus Virusvariantengebieten. Ausnahmen bestehen u.a. für deutsche Staatsangehörige, Personen mit deutschem Wohnsitz und Personal im Gütertransport und sonstiges erforderliches Transportpersonal.

Weitere Informationen

Beachten Sie das entsprechende FAQ der Bundespolizei und des Bundesinnenministeriums zu den Grenzübertritten an der deutschen Grenze.
Zum regelmäßigen Grenzübertritt stellt die Bundespolizei eine entsprechende Pendlerbescheinigung (PDF-Datei · 1962 KB) bereit.
Erfahren Sie u.a. bei der Kassenärztlichen Vereinigung BW und Landesapothekerkammer, wo Sie sich testen lassen können. Auch betrieblich durchgeführte Schnelltests können anerkannt werden, wenn sie die Anforderungen des RKI erfüllen.
Das BMI stellt einen Vordruck für den Nachweis „zur unbedingten Erforderlichkeit einer kurzfristigen Geschäftsreise“ zur Verfügung. Dieser kann auch als Orientierung für formlose Erklärungen verwendet werden, sollten Sie grenzüberschreitend arbeiten oder nach Beginn der Ausgangsbeschränkung beruflich tätig sein.
Hinweise der EU: Unter Re-Open EU stellt die EU-Kommission eine Übersicht über die geltenden Einreisebedingungen in den EU-Staaten zur Verfügung.
Arbeitrechtliche Auswirkungen von Reisen aus sozialen Gründen haben wir hier für Sie zusammengestellt.