Pressemitteilung
Wirtschaft setzt klare Erwartungen zur Landtagswahl 2026
IHKs in MV. Die Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Mecklenburg-Vorpommern hat ihre gemeinsamen Forderungen zur Landtagswahl 2026 beschlossen. Damit formuliert die gewerbliche Wirtschaft im Land zentrale Erwartungen an die künftige Landespolitik. Die Wahl des neuen Landtages findet am 20. September 2026 statt.
Im Mittelpunkt dieser Forderungen stehen insbesondere der Abbau von Bürokratie, die Sicherung von Fachkräften, eine leistungsfähige Infrastruktur sowie verlässliche und wettbewerbsfähige Energiepreise. Die IHKs betonen, dass wirtschaftspolitische Entscheidungen maßgeblich darüber entscheiden, ob Mecklenburg-Vorpommern seine Potenziale als attraktiver Wirtschaftsstandort weiter entfalten kann.
Für die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern steht insbesondere die Entwicklung der ländlichen Räume im Fokus:
„Wirtschaftliche Stärke entsteht nicht nur in den Zentren. Gerade im ländlichen Raum braucht es verlässliche Infrastruktur, schnelle digitale Netze und eine gute Erreichbarkeit. Nur so bleiben Regionen attraktiv für Unternehmen und Fachkräfte“, so der Präsident Krister Hennige.
„Unsere Unternehmen brauchen Freiräume statt zusätzlicher Belastungen. Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen schneller und effizienter werden, damit Investitionen nicht ausgebremst werden“, erklärt der Präsident der IHK zu Rostock, Klaus-Jürgen Strupp.
„Die nächste Landesregierung muss den Mut haben, konsequent zu vereinfachen und zu beschleunigen.“ Der Präsident der IHK zu Schwerin, Matthias Belke, hebt die Bedeutung der Fachkräftesicherung hervor: „Der Arbeits- und Fachkräftemangel ist längst zur zentralen Wachstumsbremse geworden. Wir erwarten von der Politik klare Strategien – von besserer Berufsorientierung über eine stärkere duale Ausbildung bis hin zu einer pragmatischen Zuwanderungspolitik.“
Die Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs macht deutlich, dass die Forderungen der IHKs in MV zur Landtagswahl als Angebot zum Dialog mit den demokratischen Parteien zu verstehen sind. Ziel sei es, die wirtschaftspolitischen Herausforderungen des Landes stärker in den Mittelpunkt des Wahlkampfes zu rücken.
„Mecklenburg-Vorpommern hat große Chancen – in der maritimen Wirtschaft, im Tourismus, in der Industrie und in Zukunftsbranchen“, so die IHKs abschließend. „Diese Potenziale müssen durch kluge politische Rahmenbedingungen gestärkt werden. Dafür setzen wir uns ein.“
Diese gesamte Agenda der IHKs in MV wird während eines gemeinsamen Wahlforums am 29. Juni um 17 Uhr in der IHK zu Schwerin eine zentrale Rolle spielen. Vertreter der Landespolitik stellen sich den Fragen der Wirtschaft. Unternehmerinnen und Unternehmer aus MV sind herzlich eingeladen.
Die gemeinsamen Forderungen zur Landtagswahl 2026 finden Sie unter www.ihk.de/rostock/landtagswahl