Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung

Mit 57 Prozent nimmt die schwache Inlandsnachfrage weiterhin den ersten Platz bei den am häufigsten genannten Geschäftsrisiken ein (Mehrfachnennungen möglich). Die hohen Arbeitskosten stellen für 53 Prozent der Unternehmen ein Risiko dar. Hier zeigt sich ein Anstieg gegenüber der Vorumfrage im Herbst um drei Prozentpunkte. Die Arbeitskosten liegen am heimischen Standort deutlich über dem EU-Durchschnitt und werden folglich von Betrieben als starke Belastung wahrgenommen.
Der Knoten beim Fachkräftemangel hat sich im Vergleich zum Herbst etwas gelockert. Mit 41 Prozent wird dieses Problem aber immer noch als dritt häufigstes Geschäftsrisiko genannt.
Die Lage auf den Energiemärkten hat sich im Vergleich zur Vorumfrage kaum verändert, aktuell sehen 39 Prozent der Unternehmen in den hohen Energiepreisen eine Gefahr für ihre wirtschaftliche Entwicklung (im Herbst waren es 40 Prozent). Auch geopolitische Spannungen werden etwas seltener als Risiko benannt, der Wert sinkt von 31 Prozent im Oktober auf aktuell 26 Prozent.
Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei der Wirtschaftspolitik. Der Wert geht auch hier um fünf Prozentpunkte zurück: von 35 auf aktuell 30 Prozent. Jedem fünften Unternehmen machen hohe Rohstoffpreise zu schaffen und 15 Prozent sehen in der zurückhaltenden Auslandsnachfrage einen Hemmschuh für ihre wirtschaftliche Entwicklung. Für nur 14 Prozent stellen Finanzierungsfragen aktuell ein Risiko dar. Bei der vertieften Frage zur finanziellen Situation melden 61 Prozent der Unternehmen eine unproblematische Finanzlage. 19 Prozent der Unternehmen melden Eigenkapitalrückgänge und 15 Prozent Liquiditätsengpässe.
Probleme in der Lieferkette spielen eine weiterhin untergeordnete Rolle. Im Ranking der Geschäftsrisiken nimmt dieser Aspekt mit drei Prozent den letzten Platz ein.
Wo sehen Sie die größten Risiken bei der wirtschaftlichen Entwicklung
in den nächsten 12 Monaten? (Mehrfachnennungen möglich)