Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung

Mit 59 Prozent nimmt die schwache Inlandsnachfrage weiterhin den ersten Platz bei den am häufigsten genannten Geschäftsrisiken ein (Mehrfachnennungen möglich). Sie teilt sich den ersten Platz aktuell jedoch mit den hohen Energiepreisen, die ebenfalls von 59 Prozent der Unternehmen als bedrohlich angesehen werden. Hier zeigt sich aufgrund der Krise im Persischen Golf ein deutlicher Anstieg um 20 Prozentpunkte seit Jahresbeginn. Die hohen Arbeitskosten stellen für 53 Prozent der Unternehmen ein Risiko dar. Hier zeigt sich gegenüber der Vorumfrage keine Veränderung. Die Arbeitskosten liegen am heimischen Standort deutlich über dem EU-Durchschnitt und werden folglich von Betrieben weiterhin als starke Belastung wahrgenommen.
Ein deutlicher Anstieg zeigt sich neben den Energiepreisen auch bei den geopolitischen Spannungen. Diese wurden zu Jahresbeginn von 26 Prozent der Unternehmen als geschäftsschädigend eingeschätzt, aktuell sehen 43 Prozent der Betriebe hierin ein Risiko. Und auch die hohen Rohstoffpreise werden deutlich öfter als Hemmschuh für die wirtschaftliche Entwicklung genannt. Der Wert ist von 19 auf 39 Prozent angestiegen.
Beim Fachkräftemangel zeigt sich hingegen ein spürbarer Rückgang. Lag dieser Faktor im Januar noch mit 41 Prozent auf Platz drei der am meisten genannten Geschäftsrisiken, so nennen aktuell nur noch 35 Prozent der Unternehmen den Mangel an Fach- und Arbeitskräften als Geschäftsrisiko (Platz sechs).
In den aktuellen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sehen weiterhin knapp mehr als 30 Prozent der Unternehmen ein Problem für ihre wirtschaftliche Entwicklung. 18 Prozent sehen in der zurückhaltenden Auslandsnachfrage einen Hemmschuh für ihre wirtschaftliche Entwicklung. Für 15 Prozent stellen Finanzierungsfragen aktuell ein Risiko dar. Bei der vertieften Frage zur finanziellen Situation melden 61 Prozent der Unternehmen eine unproblematische Finanzlage. 19 Prozent der Unternehmen melden Eigenkapitalrückgänge und 14 Prozent Liquiditätsengpässe. Probleme in der Lieferkette haben wieder eine größere Relevanz. Der Wert steigt hier von drei auf aktuell zwölf Prozent.