Handel

Einzelhandel

Die Einzelhändler schätzen ihre Lage weiterhin als schlecht ein, wenngleich sich die Situation im Vergleich zum Oktober etwas verbessert hat. 22 Prozent der Einzelhändler berichten von guten, 47 Prozent von befriedigenden und 31 Prozent von schlechten Geschäften. Der Lage-Saldo liegt damit aktuell bei -9 Punkten, im Herbst lag der Wert bei -18 und zu Beginn des letzten Jahres bei +5 Punkten.
Bei den Erwartungen für die kommenden 12 Monate zeigt sich seit Oktober hingegen eine deutliche Eintrübung. Im Herbst hatten die Einzelhändler das Weihnachtsgeschäft vor Augen, zu Beginn des Jahres 2026 blickt mehr als ein Drittel der Betriebe mit Sorge in die Zukunft. Der Saldo sinkt von -14 auf -36 Punkte.
Die trüben Aussichten wirken sich auch auf die Investitionsabsichten aus. Der Wert liegt mit -24 Punkten im negativen Bereich, im Herbst waren es -12 Punkte. Die Abwärtsentwicklung im Verlauf des Jahres 2025 setzt sich damit auch zu Beginn des Jahres 2026 fort. Wenn investiert wird, dann ist die Ersatzbedarfsbeschaffung mit 76 Prozent das vor-herrschende Motiv (Mehrfachnennungen möglich). 35 Prozent der Einzelhändler möchten in Rationalisierungen investieren und jedes vierte investierende Unter-nehmen plant Digitalisierungsprojekte sowie Investitionen in Vertriebs- und sonstige Innovationen genannt. 18 Prozent investieren in Umweltschutz- und Energieeffizienzmaßnahmen und nur noch drei Prozent planen zu expandieren.
Wie im Herbst gehen per saldo 18 Prozent der Einzelhändler von zurückgehenden Beschäftigtenzahlen in den nächsten 12 Monaten aus. Im Januar des Vorjahres lag der Beschäftigungssaldo im Einzelhandel bei -13 Punkten. Die schwache Inlandsnachfrage ist aktuell mit 77 Prozent wieder das größte Geschäftsrisiko im Einzelhandel, gefolgt von den hohen Arbeitskosten, die von 64 Prozent als belastend wahrgenommen werden (Mehrfachnennungen möglich). Die hohen Energiepreise liegen mit 50 Prozent auf Platz drei der größten Geschäftsrisiken, wohingegen der Fachkräftemangel nur noch von rund einem Drittel als Hemmschuh wahrgenommen wird.

Großhandel

Die regionalen Großhändler und Handelsvermittler schätzen ihre Geschäftslage aktuell wieder etwas besser ein, als noch im Herbst. 17 Prozent der Großhändler beurteilen ihre Lage als gut, 53 Prozent als befriedigend und 30 Prozent als schlecht. Der Lagesaldo liegt damit bei -13 Punkten, im Oktober waren es -21 Punkte.
Die Umsatzerwartungen sind per saldo weiterhin negativ, die Geschäftserwartungen bleiben dementsprechend eingetrübt. Der Wert verbessert sich seit der Vorumfrage zwar um zwei Prozentpunkte, der Erwartungs-Saldo liegt mit -14 Punkten jedoch weiterhin klar im negativen Bereich.
Bei den Investitionsplänen zeigt sich seit Herbst eine Aufhellung, jedoch ist der Saldo weiterhin im negativen Bereich. Der Wert steigt von -24 auf aktuell -13 Punkte. Wenn investiert wird, dann wird die Ersatzbedarfsbeschaffung mit 72 Prozent als häufigstes Investitionsmotiv genannt (Mehrfachnennungen möglich). 58 Prozent der investierenden Großhändler möchten mehr Geld für Digitalisierungsmaßnahmen ausgeben und 28 Prozent planen Rationalisierungen sowie Vetriebs- und sonstige Innovationen. Nur mehr jeweils sechs Prozent planen Expansionen.
Die Beschäftigungspläne im Großhandel sind unverändert negativ. Der Saldo liegt wie im Oktober bei -22 Punkten. Für 66 Prozent der Großhandelsbetriebe stellt derzeit die schwache Inlandsnachfrage das größte Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung dar (Mehrfachnennungen möglich). Die hohen Arbeitskosten nennen 60 Prozent als Hemmschuh. Auf dem dritten Platz der am häufigsten genannten Geschäftsrisiken liegt mit 36 der Fachkräftemangel gefolgt von den hohen Energiepreisen mit 34.