Auslandsgeschäft

Traditionell sind die ausländischen Märkte für die Industrieunternehmen im Bezirk der IHK Rhein-Neckar von großer Bedeutung. Neben den Großunternehmen sind gerade die Mittelständler im verarbeitenden Gewerbe international aufgestellt und weltweit vernetzt. Mehr als 60 Prozent ihrer Umsätze erwirtschaften die Industrieunternehmen der Region im Ausland.
Der Außenhandel war zuletzt von einer Stagnation geprägt, wobei die Exporte nur schwach zulegen konnten. Nach den Rückgängen in den Jahren 2023 und 2024 stabilisierte sich das Exportgeschäft damit zwar, blieb jedoch aufgrund schwächelnder Nachfrage aus Schlüsselmärkten wie den USA und China unter Druck. Die Stagnation des Außenhandels belastete auch die wirtschaftliche Stimmung in der Rhein-Neckar-Region spürbar.
Aktuell melden per saldo fünf Prozent der Betriebe sinkende Auslandsumsätze. Die Auftragseingänge aus dem Ausland erfahren jedoch einen Zuwachs und liegen aktuell mit einem Punkt leicht im positiven Bereich. Im Herbst lag der Wert noch mit 26 Punkten im negativen Bereich.
Mit Blick auf die Exporte in den nächsten 12 Monaten halten sich zunehmende und rückläufigen Ausfuhrpläne aktuell exakt die Waage. Im Herbst lag der Wert bei -11 Punkten, zu Beginn des Vorjahres bei +5 Punkten. Die Ausfuhrpläne auf den nordamerikanischen Markt sind zu Jahresbeginn zwar weiterhin rückläufig, der Saldo ist mit -9 Punkten aber nicht mehr so deutlich im negativen Bereich wie bei der Vorumfrage im Herbst (-26 Punkte). Ebenfalls bei einem Wert von -9 Punkten liegt der Saldo bei den Ausfuhrplänen auf die Märkte innerhalb der Eurozone*. Dieser Wert entspricht nahezu dem Wert im Oktober (-8 Punkte). Auf dem asiatischen Markt zeigt sich ein leichter Rückgang, zu- und abnehmende Ausfuhrpläne halten sich aktuell die Waage. Ein positiver Exportsaldo zeigt sich mit Blick auf Südamerika und das Vereinigte Königreich. Bei letzterem war der Wert in den Vorumfragen meist im negativen Bereich.
* Eurozone: Frankreich, Niederlande, Italien, Irland, Griechenland, Portugal, Spanien, Finnland, Österreich, Belgien, Luxemburg, Malta, Estland, Lettland, Litauen, Slowakei, Slowenien, Zypern, Kroatien