Arbeitsmarkt
Die Arbeitslosigkeit ist bundesweit im Januar 2026 um 177.000 auf 3.085.000 gestiegen. Die Arbeitslosenquote steigt damit im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent. Zu Beginn des Vorjahres lag die Arbeitslosenquote bei 6,4 Prozent. Die Arbeitsmarktentwicklung zeigt sich somit zunehmend angespannt - dem Arbeitsmarkt fehlen die notwendigen Impulse für eine kräftigere Belebung. Die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt und der gleichzeitig weiterhin bestehende Fachkräfteengpässe stellen auch eine große Herausforderung für die Wirtschaft im Rhein-Neckar-Raum dar.
Mit Blick auf die Region weist Mannheim im Januar 2026 eine Arbeitslosenquote von 8,3 Prozent (Anstieg um +0,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahresmonat) auf, Heidelberg 4,9 Prozent (+0,3 PP), der Rhein-Neckar-Kreis 4,8 Prozent (+ 0,3 PP) und im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,3 Prozent. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit).
Die Beschäftigungspläne der Unternehmen im Kammerbezirk der IHK Rhein-Neckar sind zwar nicht mehr so schwach wie im Herbst, insgesamt sind sie aber weiterhin rückläufig. So liegt der Beschäftigungssaldo aktuell bei -5 Punkten (im Oktober lag der Wert bei -12). Im Branchendurchschnitt planen 14 Prozent der regionalen Betriebe zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, 67 Prozent gehen von einer gleichbleiben-den Anzahl an Mitarbeitern aus und 19 Prozent geben rückläufige Beschäftigungsabsichten an. Es planen damit weiterhin mehr Unternehmen, Stellen ab- statt aufzubauen.
Die Beschäftigungspläne in der Industrie verbessern sich zwar auch seit Herbst, es zeigt sich aber weiterhin ein Rückgang. Der Saldowert liegt hier aktuell bei -17 Punk-ten. Im Oktober lag der Wert mit -31 Punkten auf einem Langzeittief. Auch der Handel geht von geringeren Beschäftigtenzahlen aus. Jeder fünfte Händler geht per saldo von weniger Beschäftigten in den nächsten zwölf Monaten aus. Im Dienstleistungsgewerbe sind die Beschäftigungspläne mit einem Saldowert von +1 leicht im positiven Bereich. Hier zeigt sich ein Anstieg von zwei Prozentpunkten im Vergleich zur Vorumfrage. Auch wenn der Fachkräftemangel nicht mehr als Geschäftsrisiko Nummer eins angesehen wird, so geben im Branchendurchschnitt 41 Prozent der Unternehmen an, keine passenden Fach- und/oder Arbeitskräfte zu finden. Dabei werden insbesondere Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung nachgefragt.
