Nr. 136738

13. Treffen IHK-Netzwerk Wirtschaft Digital

KI-Anwendungsbeispiele aus regionalen Betrieben

Veranstaltungsdetails

Digitale Technologien, Wirtschaft4.0 und das Internet der Dinge eröffnen Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten – vorausgesetzt, sie lassen sich sinnvoll, wirtschaftlich und praxistauglich in den Betriebsalltag integrieren. Genau hier stehen viele Betriebe vor ähnlichen Fragen: Welche digitalen Lösungen schaffen tatsächlich Mehrwert? Wo lohnt sich ein Einstieg? Und wie gelingt die Umsetzung jenseits von Konzeptpapieren und Buzzwords?

Das IHK-Netzwerk Wirtschaft Digital greift diese Fragen auf und rückt beim Netzwerktreffen am 07.Mai im Wavehouse in Heidelberg konkrete, erprobte Praxisbeispiele in den Mittelpunkt. Vorgestellt werden Anwendungen aus Unternehmen, die digitale Technologien bereits erfolgreich einsetzen – etwa in der Produktentwicklung, in Produktions- und Geschäftsprozessen oder in der Kundenkommunikation.

Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Einblicke,

  • wie digitale Lösungen im Unternehmensalltag umgesetzt wurden,
  • welche Erfahrungen dabei gemacht wurden,
  • und welche Erfolgsfaktoren, aber auch Herausforderungen, eine Rolle gespielt haben.

Der Austausch ist bewusst offen, praxisorientiert und auf Augenhöhe angelegt. Neben Best-Practice-Beispielen aus unterschiedlichen Branchen geht es auch um Lernprozesse, typische Stolpersteine und realistische Einschätzungen. Ziel ist es, aus realen Anwendungsfällen konkrete Impulse für den eigenen Betrieb mitzunehmen – jenseits von Theorie oder abstrakten Digitalisierungsstrategien.

Ein zentrales Element des Netzwerks ist der persönliche Erfahrungsaustausch vor Ort. Die Treffen finden in Unternehmen statt, in denen digitale Anwendungen bereits im Einsatz sind und unmittelbar erlebt werden können. Dadurch entsteht ein realistischer Blick auf Nutzen, Aufwand und Grenzen digitaler Lösungen in der Praxis.

Programm:
Impuls 1: „Schluss mit dem KI-Wildwuchs: Eine zentrale Plattform mit effizienten KI-Agenten für alle Mitarbeiter“

Viele Mitarbeiter nutzen KI bereits für ihre tägliche Arbeit – oft über private Accounts oder über unsichere Kanäle. Das Praxisbeispiel aus einem IT-Unternehmen zeigt, wie man dort mit einer zentralen KI-Oberfläche und einer gemeinsamen Datenbasis die Kontrolle über den Einsatz von KI behält und gleichzeitig noch Kosten spart. Auf Basis eines internen KI-Portals wird gezeigt, wie maßgeschneiderte KI-Agenten betriebliche Abläufe – von der Anforderungsprüfung bis zum automatisierten Ticket-System – vereinheitlichen und gleichzeitig Datensouveränität sowie Kosteneffizienz garantieren. 

Referent: Christian Michel, Geschäftsführer, insinno GmbH, Heidelberg

Impuls 2: „KI im Eigenbetrieb: Wie ein lokaler KI-Server den Rechnungslauf in kleinen Betrieben automatisiert“

Datensicherheit und Prozessgeschwindigkeit müssen kein Widerspruch sein – auch für kleinere Betriebe. Das Praxisbeispiel eines Spezialisten für Automatisierungslösungen zeigt, wie ein in Eigenregie aufgesetzter, lokaler KI-Server (Llama) den Rechnungslauf beschleunigt. Ohne sensible Finanzdaten in die Cloud zu geben, erkennt die KI Rechnungsinhalte, gleicht sie mit Projektdaten ab und bereitet die Buchung vor. Das Praxisbeispiel zeigt, wie eine maßgeschneiderte On-Premise-Lösung die Effizienz steigert, manuelle Fehler reduziert und volle Souveränität über die eigenen Unternehmensdaten sicherstellt.

Referent: PD Dr. Christoph Garbe, Geschäftsführer, HD Vision Systems GmbH, Heidelberg

Impuls 3: "Angewandte KI in Bewegung: Heidelberg als Sandbox City"

Angewandte KI bringt Bewegung in Organisationen, Prozesse und Arbeitsweisen. Heidelberg nutzt den Ansatz der Sandbox City, um KI-Lösungen unter realen Bedingungen zu erproben und gleichzeitig Veränderungsprozesse aktiv zu gestalten. An unterschiedlichen Use Cases zeigt Prof. Benjamin Zierock, wie technologische Innovation, Nutzerbeteiligung und Change-Management zusammenspielen, um KI nachhaltig in Verwaltung und Stadtgesellschaft zu verankern.
Referent: Benjamin Zierock, Team Innovation und Wissenschaftskooperationen, Stadt Heidelberg

Offene Diskussionsrunde im Anschluss

  • Woran erkennt man „gute“ KI-Lösungen?
  • Welche Kriterien machen eine KI-Anwendung einfach implementierbar?
  • Wann ist der Implementierungsaufwand niedrig genug, damit es sich lohnt?
  • Welche Voraussetzungen fördern die Akzeptanz der Mitarbeitenden?
  • Welche typischen Risiken gilt es früh zu adressieren (Daten, Qualität, Verantwortlichkeiten)?

 

 

Termine, Veranstaltungsorte und Referenten

  • 07.05.2026
    16:00 - 19:00 Uhr

Weitere Informationen

Das Netzwerk richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Führungskräfte mittelständischer Unternehmen, die sich aktiv mit der Digitalisierung ihres Betriebs beschäftigen und vom branchenübergreifenden Austausch profitieren möchten.