IHK stellt mehr als 30.000 Ursprungszeugnisse aus

Mannheim, 12. Januar 2026. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar hat im vergangenen Jahr 30.229 Ursprungszeugnisse ausgestellt. Das sind geringfügig weniger als 2024 (im Vergleich: -1%). Trotz globaler Unsicherheiten und herausfordernder Rahmenbedingungen zeigt sich das Außenhandelsgeschäft der regionalen Unternehmen damit weiterhin stabil.
Die wichtigsten Zielländer für Exporte, für die Ursprungszeugnisse benötigt wurden, waren 2025 die Türkei, Vietnam, Ägypten, die Ukraine und Saudi-Arabien. Für den Handel innerhalb der EU und bislang auch für die meisten Exporte in die USA werden keine Ursprungszeugnisse benötigt.
“Ursprungszeugnisse sind ein wichtiger Baustein für einen reibungslosen internationalen Warenverkehr”, erklärt Oliver Falk, IHK-Bereichsleiter “Recht International”. Diese Warenbegleitpapiere sind öffentliche Urkunden, die angeben, in welchem Land eine Ware hergestellt, gewonnen oder wesentlich verarbeitet wurde. Das ist notwendig, um beispielsweise staatliche Anforderungen des Empfangslandes zu erfüllen, wie etwa Importbeschränkungen, Antidumping-Maßnahmen oder die Kontrolle von Importkontingenten.
“Wieder mehr als 30.000 Ursprungszeugnisse – und das nahezu vollständig digital und inzwischen ohne Papierausdruck: Das zeigt sowohl die Exportstärke unserer Unternehmen als auch den hohen Digitalisierungsgrad unserer Prozesse”, sagt Falk.
Neben den Ursprungszeugnissen stellte die IHK im Jahr 2025 zudem 342 Carnets ATA aus. Damit liegt die Zahl auf vergleichbarem Niveau wie im Vorjahr. Carnets ATA ermöglichen die vorübergehende zollfreie Ein- und Ausfuhr von Waren, etwa für Messen, Ausstellungen, Berufsausrüstung oder Warenmuster und sind insbesondere für international tätige Unternehmen von großer praktischer Bedeutung.
Hintergrund: Die Zahl der Ursprungszeugnisse ist ein Indikator für die dokumentationspflichtige Exportaktivität. Aufgrund von Variablen wie Sendungsgrößen, Branchenmix, Ziellandanforderungen, Bündelung in der Logistik sowie regulatorischen und digitalen Veränderungen lassen sich daraus aber keine belastbaren Rückschlüsse auf wert oder mengenmäßige Entwicklungen ableiten.