Warnung: Neue Masche zum Datenklau

Es kommt immer wieder vor, dass sogenannte “Fake-Mails” im Umlauf sind, die zum Datenklau oder zur Verbreitung von Schadsoftware dienen sollen. Derzeit sind gleich drei neue betrügerische Mails im Umlauf.

Betrüger täuschen IHK-Hintergrund und angebliche Steuerrückzahlung vor

Der DIHK warnt vor einer neuen Betrugsmasche zum Datenklau bei Unternehmen. Dabei werden die Betriebe per Mail von der angeblichen “Bundeszahlstelle” mit der Abkürzung “BZSt” aufgefordert, ihre Firmendaten über einen Link weiterzugeben beziehungsweise “zu aktualisieren”, wie es in der Mail heißt. Die Daten würden dann angeblich bei der zuständigen IHK “geprüft”, heißt es in den gefälschten Mails. Nach dieser Prüfung würde den Unternehmen eine angebliche Steuerrückzahlung überwiesen. 
 
Die IHK weist darauf hin, dass die IHKs keinerlei derartige Überprüfungen vornehmen. Deshalb sollten betroffene Unternehmen nicht auf diese Mails eingehen und keineswegs auf den Link klicken oder gar Daten übermitteln. Es handelt sich vermutlich um eine neue Methode, an Unternehmensdaten inklusive Kontoverbindungen zu kommen. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass über das Anklicken des Links Schadsoftware verbreitet wird.

Falsche E-Mails im Namen der IHK 

Aktuell sind weiterhin falsche IHK-Mails im Umlauf. Die E-Mails werden im Namen der IHK-Organisation verschickt. Darin werden Mitgliedsunternehmen unter Androhung einer Geldbuße zu einer angeblichen Korrektur ihrer Unternehmensinformationen aufgefordert.
Ein Herr Hartmut Neumann von einer vermeintlichen IHK Deutschland schreibt in der E-Mail:
“Ihr Unternehmen ist seit einiger Zeit im Handelsregister eingetragen. Auf Anforderung der Finanzbehörden führen wir eine jährliche Prüfung durch. Dabei hat sich gezeigt, dass die im Handelsregister eingetragene Telefonnummer falsch ist. Wir bitten Sie, Ihre Firmendaten hier einzusehen und ggf. zu ändern. Es ist zwingend erforderlich, dass immer die richtige Kontaktdaten aufgeführt sind. Diese Informationen sind nicht für alle sichtbar. Wir gehen sorgfältig mit Ihren Unternehmensinformationen um und verwenden diese Art von Informationen, um Sie zu kontaktieren. Wenn Sie Ihre Unternehmensinformationen nicht ausfüllen, müssen wir den Steuerbehörden Rückmeldung geben. Für unvollständige Firmenangaben droht ein Bußgeld von 2000 Euro. Wir hoffen, Sie ausreichend informiert zu haben. Aufrichtig, Hartmut Neumann IHK Deutschland Handelsregister & Registrierung”
Der “Korrektur”-Button in der E-Mail sollte keinesfalls angeklickt werden. Dieser führt auf eine schädliche Website.

Weitere falsche E-Mails im Umlauf

Die Mails sehen täuschend echt aus, sind aber keine Mails der Industrie- und Handelskammern, sondern sogenannte Phishingmails, mit denen Daten abgegriffen werden sollen
Die E-Mails täuschen vor, von service@ihk24.de versendet worden zu sein. Bitte löschen Sie E-Mails von dieser Absenderadresse, die sie dazu auffordern, sich bei einer IHK neu zu identifizieren. Wenn Sie in anderen Fällen unsicher sind, ob eine Nachricht tatsächlich von der IHK stammt, sollte eine kurze telefonische Klärung stattfinden. 
Wenn Sie eine Mail von folgender Adresse service@ihk24.de mit folgendem Inhalt bekommen, dann antworten Sie bitte NICHT darauf.
Sehr geehrter Unternehmer, 
Jeder Unternehmer ist verpflichtet sich neu neu zu identifizieren. Zum Glück geht das einfach, sicher und schnell über unsere Webseite. Sie können den Prozess jederzeit und überall durchlaufen. Sie müssen unser Büro nicht besuchen. Nach erhalt der E-Mail haben Sie 4 Arbeitstage Zeit, sich erneut zu identifizieren. 
Was benötige ich? 
  • Eine gültige E-Mail-Adresse
  • Eine gültige Telefonnummer
Dann folgt ein Button “Identifizieren”    

Machen Sie das nicht? Dann wird ihre IHK-Nummer nach Ablauf dieser Frist gesperrt.
Hochachtungsvoll, 
IHK Deutschland
Klicken Sie auf keinen Fall auf den Button. Vermutlich wird mit dieser E-Mail Schad-Software verbreitet.