Appell der Mannheimer Wirtschaft
Auf Gewerbesteuererhöhung verzichten!
Mannheim, 14. Oktober 2026. Die IHK Rhein-Neckar, die Handwerkskammer Rhein-Neckar-Odenwald, ubw Rhein-Neckar-Odenwald, der Handelsverband Nordbaden, die Geschäftsstelle Heidelberg des DEHOGA, die Bauwirtschaft Baden-Württemberg, der Verband des Verkehrsgewerbes Baden, der Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg sowie der Verband für Dienstleistung, Groß- und Außenhandel Südwest haben sich heute in einem Appell gegen eine Erhöhung der Gewerbesteuer in Mannheim ausgesprochen.
Das an den Oberbürgermeister, die Bürgermeister sowie die Fraktionsvorsitzenden des Mannheimer Gemeinderats gerichtete Schreiben finden Sie nachstehend:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
sehr geehrte Herren Bürgermeister,
sehr geehrte Fraktionsvorsitzende,
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
sehr geehrte Herren Bürgermeister,
sehr geehrte Fraktionsvorsitzende,
sichern Sie den Wirtschaftsstandort Mannheim; verzichten Sie auf eine Erhöhung der Gewerbesteuer!
Den Unterzeichnern dieses Appells ist bewusst, dass die finanzielle Lage Mannheims prekär ist. Um bis 2028 ein Konsolidierungsvolumen von über 500 Millionen Euro zu erreichen und die Mindestliquidität wiederherzustellen, steht die Stadt vor enormen Herausforderungen.
Dennoch fordern wir den Gemeinderat und die Stadtspitze nachdrücklich auf, auf eine Erhöhung der Gewerbesteuer zu verzichten. Mannheim ist bereits ein Hochsteuerstandort. Die Gewerbesteuerhebesätze zählen zu den teuersten in Baden-Württemberg und der Region. Jede weitere Erhöhung verschlechtert die Standortqualität weiter und bremst das dringend erforderliche wirtschaftliche Wachstum. Es droht, dass hiesige Unternehmen nicht mehr in Mannheim investieren, womöglich Geschäftsaktivitäten verlagern oder im schlimmsten Fall stilllegen. Zudem werden Neuansiedlungen deutlich unwahrscheinlicher. Wie sensibel die Wirtschaft auf Veränderungen der Steuerbelastung reagiert, zeigen prominente Beispiele aus den vergangenen Jahren.
Um den städtischen Haushalt dennoch zu konsolidieren, muss die Stadtspitze konsequent den Vorgaben des Regierungspräsidiums folgen und strukturelle Einsparungen vorantreiben, statt Unternehmen weiter zu belasten:
- Subventionen und Investitionen, die nicht auf gesetzlicher Verpflichtung beruhen, sowie freiwillige Aufgaben sind kritisch zu überprüfen und zurückzuführen.
- Bei den Pflichtaufgaben sind der personelle und sächliche Aufwand zu überprüfen und Effizienzpotenziale konsequent zu heben.
Unser Appell: Mannheim verfügt über wettbewerbsfähige und starke Unternehmen. Das sind beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft. Lassen Sie uns diese Stärke nicht durch schädliche Steuererhöhungen kaputt machen und unsere langfristigen Chancen nicht für kurzfristige Steuermehreinnahmen opfern.
Manfred Schnabel
Präsident IHK Rhein-Neckar
Präsident IHK Rhein-Neckar
Klaus Hofmann
Präsident Handwerkskammer Rhein-Neckar-Odenwald
Präsident Handwerkskammer Rhein-Neckar-Odenwald
Arnd Suck
Geschäftsführer ubw Rhein-Neckar-Odenwald
Geschäftsführer ubw Rhein-Neckar-Odenwald
Hendrik Hofmann
Vizepräsident Handelsverband Nordbaden
Vizepräsident Handelsverband Nordbaden
Melanie von Görtz
Geschäftsführerin Geschäftsstelle Heidelberg DEHOGA
Geschäftsführerin Geschäftsstelle Heidelberg DEHOGA
Markus Böll
Präsident Bauwirtschaft Baden-Württemberg
Präsident Bauwirtschaft Baden-Württemberg
Jochen Graeff
Vorstand Verband des Verkehrsgewerbes Baden
Vorstand Verband des Verkehrsgewerbes Baden
Sascha Greibich
Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg
Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg
Ulrich Gutting
Präsident Verband für Dienstleistung, Groß- und Außenhandel Südwest
Präsident Verband für Dienstleistung, Groß- und Außenhandel Südwest
