"Beziehungen müssen aktiv gepflegt werden"
Indien zählt zu den wichtigsten Zukunftsmärkten für die internationale Industrie. Um Marktanteile auszubauen, setzen zahlreiche Unternehmen auf Fachmessen vor Ort. Auch die GÖTTFERT Werkstoff-Prüfmaschinen GmbH aus Buchen, Weltmarktführer für rheologische Prüfgeräte, hat diesen Weg gewählt. Im Interview berichtet Geschäftsführer Moritz Göttfert über Erfahrungen und Perspektiven.
Herr Göttfert, welchen Rat würden Sie deutschen Unternehmen geben, die auf einer Messe in Indien ausstellen möchten?
Aus meiner Sicht bietet Indien aktuell ein sehr positives wirtschaftliches Umfeld. Von einer Krise ist hier wenig zu spüren – im Gegenteil: Es wird investiert, Projekte werden vorangetrieben, und Unternehmen passen sich dynamisch an die sich wandelnden globalen Rahmenbedingungen an.
Unser Rat an deutsche Unternehmen ist daher: Nutzen Sie diese Dynamik, aber gehen Sie den Markt mit einer klaren Strategie und einem starken lokalen Partner an. Verständnis für kulturelle Unterschiede, Geduld im Beziehungsaufbau und eine langfristige Perspektive sind entscheidend. Wer diese Faktoren berücksichtigt, findet in Indien einen äußerst attraktiven Wachstumsmarkt.
Unser Rat an deutsche Unternehmen ist daher: Nutzen Sie diese Dynamik, aber gehen Sie den Markt mit einer klaren Strategie und einem starken lokalen Partner an. Verständnis für kulturelle Unterschiede, Geduld im Beziehungsaufbau und eine langfristige Perspektive sind entscheidend. Wer diese Faktoren berücksichtigt, findet in Indien einen äußerst attraktiven Wachstumsmarkt.
Was hat Ihr Unternehmen dazu bewogen, gemeinsam mit Ihrem indischen Vertriebspartner auf der Plastindia auszustellen?
Der indische Markt ist für uns nach wie vor ein Wachstumsmarkt, insbesondere aufgrund der aktuell starken Investitionstätigkeit in Schlüsselindustrien wie der Petrochemie, wo zahlreiche neue Anlagen entstehen und bestehende Anlagen und Laboratorien der Prozess- und Qualitätskontrolle von Kunststoffen modernisiert werden.
Wie haben Sie sich im Vorfeld auf die Messe vorbereitet?
Die Geschäftsphilosophie von GÖTTFERT sieht vor, dass unsere lokalen Partner die Verantwortung für Messeauftritte übernehmen. In der Praxis bedeutet das eine klare Arbeitsteilung: Unser Partner übernimmt Organisation, Kundenansprache und lokale Kommunikation, während wir insbesondere bei technischen Gesprächen und Produktpräsentationen unterstützen. Wir verfügen in Indien über eine sehr gefestigte und langjährige Partnerschaft, sowohl im Vertrieb als auch im Service. Diese Kombination aus lokaler Stärke und Herstellerkompetenz ist ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Zudem war es uns besonders wichtig, unsere Inhalte auf die spezifischen Anforderungen des indischen Marktes auszurichten.
Zudem war es uns besonders wichtig, unsere Inhalte auf die spezifischen Anforderungen des indischen Marktes auszurichten.
Wie haben Sie persönlich die Plastindia erlebt? Gibt es Besonderheiten für Indien?
Die Messe war für mich sehr intensiv und äußerst positiv. Die Besucherstruktur ist breit gefächert und reicht von Entscheidungsträgern bis hin zu technisch sehr versierten Fachbesuchern. Wir konnten eine Vielzahl qualitativ hochwertiger Kontakte knüpfen und auch erste konkrete Projektanfragen mitnehmen.
Die eigentliche Arbeit ist mit der Messe jedoch nicht abgeschlossen – im Gegenteil: Beziehungen müssen aktiv gepflegt werden, Vertrauen entsteht bei den indischen Kunden über Kontinuität. Gemeinsam mit unserem lokalen Partner verfolgen wir diese Kontakte strukturiert weiter, um sie in konkrete Projekte zu überführen. Auffällig ist in Indien zudem die stärkere Beziehungsorientierung: Gespräche sind oft persönlicher, und es wird viel Wert auf den direkten Austausch gelegt. Gleichzeitig ergeben sich interessante Geschäftsanbahnungen, die oft nicht sofort konkret werden, aber ein großes Potenzial für die Weiterentwicklung bieten.
Die eigentliche Arbeit ist mit der Messe jedoch nicht abgeschlossen – im Gegenteil: Beziehungen müssen aktiv gepflegt werden, Vertrauen entsteht bei den indischen Kunden über Kontinuität. Gemeinsam mit unserem lokalen Partner verfolgen wir diese Kontakte strukturiert weiter, um sie in konkrete Projekte zu überführen. Auffällig ist in Indien zudem die stärkere Beziehungsorientierung: Gespräche sind oft persönlicher, und es wird viel Wert auf den direkten Austausch gelegt. Gleichzeitig ergeben sich interessante Geschäftsanbahnungen, die oft nicht sofort konkret werden, aber ein großes Potenzial für die Weiterentwicklung bieten.
