FAQ Weiterbildungsprüfungen

Aktueller Hinweis zu Prüfungen

Sämtliche Prüfungen in Aus- und Weiterbildung sowie der Sach- und Fachkunde finden nach jetzigem Stand wie geplant statt. 

Welche Rechtsgrundlagen gelten für die Prüfung?

In der Prüfungsordnung für die Durchführung von Fortbildungs- und AEVO-Prüfungen (Ausbildereignungsverordnung-Prüfungen) sind die übergreifenden Vorgaben für die Vorbereitung, Organisation und Durchführung der jeweiligen Prüfung geregelt.
Die Verordnung oder Rechtsvorschrift für den jeweiligen Abschluss enthält konkrete Bestimmungen zu Prüfungsinhalten und -teilen, zur Prüfungsdauer sowie zum Bestehen.

Welche IHK ist bei der Prüfungsanmeldung zuständig?

Eine Kammer ist dann zuständig, wenn Sie in dem jeweiligen IHK-Bezirk wohnen oder arbeiten oder einen Vorbereitungslehrgang besuchen. Wenn Sie sich unsicher sind, welche IHK dies in Ihrem Fall ist, können Sie Ihre zuständige IHK finden.

Welche Voraussetzungen müssen für die Zulassung zur Prüfung erfüllt werden?

Die Zulassungsvoraussetzungen entnehmen Sie bitte der jeweiligen Verordnung bzw. den Besonderen Rechtsvorschriften. Üblicherweise sind eine abgeschlossene Ausbildung sowie mehrjährige einschlägige Berufserfahrung Voraussetzung für die Zulassung.
Auf unserer Webseite können Sie sich zu den Rechtsgrundlagen, den Zulassungsvoraussetzungen und den Inhalten Ihrer Prüfung informieren. Dort finden Sie auch die Prüfungsanmeldung und den Antrag auf Überprüfung der Zulassungsvoraussetzungen.
AUSNAHME: Für die AEVO Prüfung gibt es keine Zulassungsvoraussetzungen.
Bitte lassen Sie VOR Anmeldung zu einem kostenpflichtigen Vorbereitungslehrgang von der zuständigen Kammer prüfen, ob Sie die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen.

Was kostet die Prüfung der Zulassung?

Die Bearbeitungsgebühr ist im Gebührentarif der IHK Rhein-Neckar geregelt.

Welche Unterlagen müssen zur Zulassung eingereicht werden?

Zur Überprüfung Ihrer Zulassungsvoraussetzungen, benötigen wir folgende Unterlagen von Ihnen:
  • Lückenloser Lebenslauf
  • Nachweis der bestandenen Berufsausbildung
  • Zeugnisse oder Bescheinigungen der einschlägigen Berufspraxis
  • Erklärung zur Zuständigkeit
Bitte beachten Sie, dass die Unterlagen vollständig eingereicht werden müssen, damit der Antrag bearbeitet werden kann.

Was bedeutet „einschlägige Berufspraxis“?

Die Berufspraxis muss dem angestrebten Fortbildungsabschluss entsprechen. Wenn Sie beispielsweise einen Abschluss als Gepr. Bilanzbuchhalter/-in ablegen möchten, so müssen Sie Ihre Berufspraxis überwiegend im betrieblichen Finanz- und Rechnungswesen erbracht haben.

Wie wird die einschlägige Berufspraxis nachgewiesen?

Dies erfolgt in der Regel mit einem Nachweis, der exakte Datumsangaben über Umfang und Zeitraum der Tätigkeit (Beschäftigungsdauer) sowie eine exakte Beschreibung des Tätigkeitsinhaltes enthält und vom Arbeitgeber bestätigt ist.
Tätigkeitsnachweise oder Arbeitszeugnisse müssen einen deutlichen Bezug zur angestrebten Fortbildungsprüfung aufweisen. Reine Beschäftigungsnachweise (von … bis … als … beschäftigt) genügen in den meisten Fällen nicht für eine abschließende Beurteilung der Zulassungsvoraussetzungen. Auch eine Bescheinigung (zum Beispiel Arbeitsvertrag), die lediglich nachweist, dass Sie im Unternehmen beschäftigt sind, ist nicht ausreichend, da wir so nicht prüfen können, ob Ihre Berufspraxis den Zulassungsvoraussetzungen entspricht.

Welcher Nachweis gilt bei einer Selbstständigkeit?

Beruflich Selbstständige können die erforderlichen Nachweise mit einer Gewerbeanmeldung in Verbindung mit einer entsprechenden Erklärung über Art, Inhalt und Dauer ihrer beruflichen Tätigkeit erbringen.

Bis wann muss die Berufserfahrung nachgewiesen werden?

Die erforderliche Berufspraxis muss erst zum Zeitpunkt der Prüfung erbracht sein. Das heißt: Teilnehmer von berufsbegleitenden Lehrgängen können noch während der ganzen Lehrgangsdauer (bis zum Prüfungsbeginn) die erforderliche Berufspraxis erwerben.
Die Ausbildungszeit wird nicht auf die Berufserfahrung angerechnet.
Bitte beachten Sie, dass Sie spätestens mit der Anmeldung zur Prüfung unaufgefordert einen neuen, aktuellen Tätigkeitsnachweis bei der IHK einreichen.

Kann ein Antrag auf Zulassung gestellt werden, auch wenn noch nicht alle Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind?

Ja, Sie erhalten dann eine eingeschränkte Zulassung, so dass Sie die fehlenden Voraussetzungen bis zum Prüfungsbeginn nachweisen können.

Ist ein Vorbereitungslehrgang Zulassungsvoraussetzung?

Nein, eine Ausnahme gilt jedoch für die Prüfung zum Pharmarefenten/in:
Möchten Sie die Prüfung zum Pharmareferenten/-in ablegen und haben keinen Abschluss in einem anerkannten medizinischen, naturwissenschaftlichen, heilberuflichen oder kaufmännischen Ausbildungsberuf, der wesentliche Bezüge zu den Qualifikationsinhalten hat, und danach eine mindestens zweijährige Berufspraxis, müssen Sie neben einer mindestens fünfjährigen Berufspraxis auch einen Vorbereitungslehrgang besuchen.
Anbieter von Vorbereitungslehrgängen:

Wie erfolgt die Prüfungsanmeldung?

Auf unserer Webseite können Sie sich zu den Zulassungsvoraussetzungen und den Inhalten Ihrer Prüfung informieren. Im jeweiligen Downloadbereich finden Sie die Prüfungsanmeldung und den Antrag auf Überprüfung der Zulassungsvoraussetzungen.
Der Anmeldeschluss für die Frühj14165ahrsprüfungen ist der 15. Dezember, für die Herbstprüfungen der 15. Juli.
Ausnahmen:
Pharmareferenten: Der Anmeldeschluss für die Frühjahrsprüfungen ist der 15. Dezember, für die Herbstprüfungen der 1. Juli.
AEVO: Bitte beachten Sie den jeweiligen Anmeldeschluss.

Warum sind Zulassung und Anmeldung getrennt?

Erhalten Sie von der zuständigen Kammer eine Zulassung für die von Ihnen angestrebte Prüfung, können Sie vor Anmeldung zu einem kostenpflichtigen Lehrgang sicher sein, dass Sie die Prüfung ablegen können.
Die Prüfungsanmeldung erfolgt dann zu dem von Ihnen angestrebten Prüfungstermin.
Bitte beachten Sie, dass Sie mit der Zulassung und der Anmeldung zu einem Lehrgang nicht automatisch zur Prüfung angemeldet sind.

Die zuständige Kammer bietet die angestrebte Prüfung nicht an

Wenden Sie sich bitte trotzdem zunächst an die IHK, in deren Bezirk Sie wohnen oder arbeiten oder einen Lehrgang besuchen. Diese IHK nimmt dann Kontakt zu einer IHK auf, die die gewünschte Prüfung anbietet und klärt das weitere Vorgehen.

Wie hoch ist die Prüfungsgebühr?

Die Prüfungsgebühr richtet sich nach der aktuellen Gebührenordnung der IHK Rhein-Neckar.

Kann Bildungsurlaub auch für die Prüfung beantragt werden?

Ja, Bildungszeit kann auch für Prüfungstage in Anspruch genommen werden
  • wenn es sich bei der Gesamtmaßnahme um eine berufliche Weiterbildung handelt, für deren Abschluss die Prüfung erforderlich ist (integraler Teil der Bildungsmaßnahme) und
  • sie von einer anerkannten Bildungseinrichtung durchgeführt wird und
  • die Prüfungstage den zeitlichen Rahmen von durchschnittlich sechs Zeitstunden pro Tag (ohne Pausenzeiten) erreichen.

Wie erfolgt der Rücktritt von einer Prüfung?

Einladung und Gebührenbescheid gehen Ihnen ca. 4 Wochen vor der schriftlichen Prüfung zu, die Prüfungsgebühren werden gemäß der im Prüfungsjahr geltenden Gebührenordnung erhoben. Melden Sie sich nach Erhalt der Einladung und des Gebührenbescheids von der Prüfung ab bzw. nehmen Sie an der Prüfung nicht teil, stellen wir Ihnen 50 % der Prüfungsgebühr in Rechnung.
WICHTIG: Die Prüfungsabmeldung muss schriftlich erfolgen.
Sollten Sie aus wichtigem Grund (zum Beispiel Krankheit) an der Prüfung nicht teilnehmen können, ist der wichtige Grund unverzüglich mitzuteilen und nachzuweisen. Im Krankheitsfall ist die Vorlage eines ärztlichen Attestes über die Prüfungsunfähigkeit erforderlich. Den Nachweis reichen Sie bitte unverzüglich per E-Mail oder per Post bei Ihrem IHK-Ansprechpartner für die Prüfung ein. In dem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt.
Falls Sie zur Prüfung oder zu einem Prüfungsteil unentschuldigt fehlen, wird die Prüfung/der Prüfungsteil mit 0 Punkten = ungenügend bewertet.

Warum ist ein ärztliches Attest zur Abmeldung von der Prüfung notwendig?

Nach § 20 der Prüfungsordnung ist der wichtige Grund für die Abmeldung von der Prüfung unverzüglich mitzuteilen und nachzuweisen. Im Krankheitsfall ist die Vorlage eines ärztlichen Attestes erforderlich.
Achtung: Eine Abmeldung von einem Lehrgang ist unabhängig vom Lehrgangsanbieter KEINE Prüfungsabmeldung. Diese muss gesondert auf schriftlichem Weg erfolgen.

Allgemeine Informationen zu den schriftlichen Prüfungen

Zu den schriftlichen Prüfungen bringen Sie bitte Ihren Ausweis und die Einladung zur Prüfung mit.
Jedes Prüfungsfach ist auf 100 Punkte ausgelegt.
  • Die Aufgabenstellungen sind mit mehr als einem Wort, in der Regel in ganzen Sätzen oder mit mehreren Stichworten zu beantworten.
  • Es wird jeweils ein Aufgaben- und ein Lösungsteil ausgegeben. Die Ergebnisse und Rechenwege sind in den Lösungsteil einzutragen. Beide Teile sind nach der Prüfung abzugeben.
  • Sämtliche Arbeiten, mit Ausnahme von Zeichnungen, dürfen nur mit dokumentenechtem Schreibgerät (zum Beispiel Kugelschreiber) ausgeführt werden.
  • Konzeptpapier wird zur Verfügung gestellt.

Welche Hilfsmittel sind in der Prüfung zugelassen?

Prüfungsteilnehmer erhalten mit der Einladung eine Aufstellung mit Materialien, die für die Lösung von Prüfungsaufgaben genutzt werden können.
  • In den zugelassenen Hilfsmitteln sind Unterstreichungen, Klebezettel und Anmerkungen, soweit sie Querverweise auf andere Paragrafen sind, jedoch keine Kommentierungen, zugelassen. Handschriftliche Ergänzungen sind nicht zulässig.
  • Darüber hinausgehende Hilfsmittel, zum Beispiel finanzmathematische Tabellen, sind gegebenenfalls als Anlage beigefügt.
  • Elektronische Kommunikationsmittel (zum Beispiel Handy, Smartwatch) sind keine Hilfsmittel und nicht im Prüfungsraum zugelassen.
Bei Fortbildungsprüfungen, in denen eine Formelsammlung zugelassen ist, wird die Formelsammlung bei der Prüfung durch die IHK ausgeteilt. Selbst erworbene Formelsammlungen können in der Prüfung nicht verwendet werden. Zur Vorbereitung kann die Formelsammlung bei der DIHK-Bildungs-GmbH bestellt werden.

Wann werden die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung bekannt gegeben?

Die Korrektur der schriftlichen Prüfungen durch den Prüfungsausschuss ist mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden. In der Regel nimmt die Bewertung mindestens 8 Wochen in Anspruch. Erst dann können wir Ihnen die Ergebnisse schriftlich mitteilen.
AUSNAHME: Die Korrektur der schriftlichen AEVO und Pharmareferentenprüfung benötigt in der Regel max. 1 Woche
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aus datenschutzrechtlichen Gründen keine telefonischen Auskünfte über die Prüfungsergebnisse geben.

Nichtbestehen einer Prüfung – was dann?

  • Eine Teilprüfung, die nicht bestanden ist, kann zweimal wiederholt werden.
  • Wenn Sie sich innerhalb zwei Jahren zur Wiederholungsprüfung anmelden, bleiben die Ergebnisse von bestandenen, eigenständigen Prüfungsfächern bestehen. Wenn Sie sich nach der Zwei-Jahres-Frist anmelden, müssen auch die bestandenen Prüfungsfächer wiederholt werden.
Die Prüfung kann frühestens zum nächsten Prüfungstermin wiederholt werden.

Was ist eine mündliche Ergänzungsprüfung?

Bei vielen Fortbildungsprüfungen gibt es unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, nicht bestandene schriftliche Prüfungsfächer (weniger als 50 Punkte) durch eine mündliche Ergänzungsprüfung zu verbessern. Die Voraussetzung finden Sie in der jeweiligen Verordnung.
In der Ergänzungsprüfung werden Fragen rund um das (schriftliche) nicht bestandene Prüfungsfach gestellt. Eine Eingrenzung auf Themen oder ein Prüfen anhand der nicht oder nur unzureichend beantworteten Fragen aus der schriftlichen Prüfung erfolgt nicht.

Wann finden die mündlichen Prüfungen statt?

Die mündlichen und praktischen Prüfungen werden in Absprache mit den ehrenamtlichen Mitgliedern des Prüfungsausschusses vereinbart. Die mündlichen beziehungsweise praktischen Prüfungstermine finden abhängig von der Korrekturzeit der Klausuren vier bis zehn Wochen (diese Angabe ist unter Vorbehalt) nach den schriftlichen Prüfungen statt. Bitte haben Sie Verständnis, dass diese Angaben je nach Teilnehmerzahl und Prüfung variieren können.
In vielen Rechtsverordnungen ist zudem für die Teilnahme an der mündlichen Prüfung zunächst das Ablegen oder Bestehen des vorangegangenen Prüfungsteils Voraussetzung.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass für mündliche/praktische Prüfungen keine Wunschtermine berücksichtigt werden können.

Welche Medien stehen in der mündlichen Prüfung zur Verfügung?

Für die Präsentation stehen Ihnen je nach Prüfungsort ein Beamer, ein Flipchart sowie eine Meta-Plan-Wand und ein Moderatorenkoffer zur Verfügung.
Zum Auf- und Abbau eines Notebooks stehen ca. fünf Minuten zur Verfügung. Für die technische Funktion sind die Prüfungsteilnehmer selbst verantwortlich und müssen gegebenenfalls für alternative Präsentationsmöglichkeiten sorgen (zum Beispiel mittels Handouts der Präsentation). Genaue Informationen hierzu erhalten Sie bei dem zuständigen Ansprechpartner für Ihre Prüfung.

Prüfungsausschuss

Die Prüfungsausschüsse setzen sich paritätisch aus ehrenamtlichen Vertretern der Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Lehrer (im Fortbildungsbereich Dozenten) zusammen.

Abschlussbezeichnungen “Bachelor Professional” und “Master Professional”

Das neue Berufsbildungsgesetz führt die Abschlussbezeichnungen „Geprüfter Berufsspezialist“, „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ für die Fortbildungsabschlüsse ein. Die neuen Begriffe bringen die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zum Ausdruck und unterstreichen die Praxisnähe und besonderen Fähigkeiten von Industriemeistern, Fachwirten, Bilanzbuchhaltern oder Betriebswirten. Der Zusatz „Professional“ gewährleistet die Abgrenzung zu akademischen Abschlüssen. Die neuen Bezeichnungen sind zudem ein wichtiger Beitrag zur Gleichwertigkeit beruflicher mit akademischer Bildung, zum internationalen Nachweis der beruflichen Handlungsfähigkeit und unterstützen die Mobilität unserer Fachkräfte.
Die IHK-Organisation unterstützt die neuen Bezeichnungen der Fortbildungsstufen und setzt sich dafür ein, dass die Neuerungen schnellstmöglich für die Absolventen der IHK-Fortbildungsabschlüsse zur Anwendung kommen können.
Um die Bezeichnungen auch im Prüfungszeugnis aufführen zu können, muss jeder bestehende Fortbildungsabschluss separat geprüft und die Rechtsverordnung geändert werden. Das erfolgt durch die Wirtschafts- und Sozialpartner (zum Beispiel Verbände und Gewerkschaften) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Erst nach der Änderung der Rechtsverordnungen darf die IHK auch entsprechende Zeugnisse erstellen.
WICHTIG: Haben Sie Ihren Abschluss VOR dem 1. Januar 2020 abgelegt, so haben Sie keinen Anspruch auf die Ausstellung eines neuen Zeugnisses mit der Bezeichnung “Bachelor Professional” oder “Master Professional”.

Ersatzausfertigungen für Zeugnisse

Sie können über unser Formular online eine Zweitschrift beantragen. Die Kosten richten sich nach unserem  Gebührentarif.

Prüfungsvorbereitungslehrgänge

Webseiten mit Weiterbildungsträgern, die Lehrgänge zur Vorbereitung auf IHK-Prüfungen anbieten, finden Sie unter:
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus wettbewerbsrechtlichen Gründen keine Auskünfte über die Qualität der Lehrgangsanbieter erteilen können.

Alte Prüfungsaufgaben

Für Fortbildungsabschlüsse, die mit bundeseinheitlichen Prüfungsaufgaben geprüft werden, besteht die Möglichkeit alte Prüfungssätze mit Aufgaben und Lösungshinweisen beim DIHK Bildungsshop käuflich zu erwerben. Sie werden etwa sechs Monate nach Ablauf einer bundeseinheitlichen Prüfung veröffentlicht.
Tipp: Lassen Sie sich durch die „Musterlösungen“ nicht verunsichern, es handelt sich hier nur um Lösungshinweise, die einen möglichen Lösungsweg aufzeigen. Andere Wege und Lösungen sind genauso möglich und werden bei der Korrektur von den Prüferinnen und Prüfern berücksichtigt.

Höhere Berufsbildung

Die Höhere Berufsbildung (auch „Aufstiegsfortbildung“) eröffnet insbesondere dual Ausgebildeten attraktive Entwicklungswege. Mehr als 70 Abschlüsse der Höheren Berufsbildung ermöglichen die Übernahme von verantwortungsvollen Aufgaben in vier Tätigkeitsfeldern: kaufmännisch, industriell technisch, IT und Medien sowie berufspädagogisch. Drei Qualifikationsebenen gewährleisten vielfältige Perspektiven für angehende Fach- und Führungskräfte. Im Deutschen Qualifikationsrahmen DQR sind die Abschlüsse den anspruchsvollen Niveaus 5 bis 7 zugeordnet.
  1. Auf der ersten Ebene können sich Personen mit Ausbildung und Berufspraxis z. B. zum Fachberater oder Servicetechniker weiterbilden. Sie sind dann Fachexperten ihrer Branchen.
  2. Die zweite Ebene bietet die Abschlüsse zu den Fachwirten (Branchen), Fachkaufleuten (Funktionen) und Industrie- und Fachmeistern.
  3. Geprüfter Betriebswirt bzw. Geprüfter Technischer Betriebswirt sind die Abschlüsse der dritten Ebene. Diese qualifizieren für die Übernahme selbstständiger und strategischer Managementaufgaben.

Deutscher Qualifikationsrahmen (DQR)?

Der Deutsche Qualifikationsrahmen (kurz: DQR) ist ein Instrument zur Einordnung der Qualifikationen des deutschen Bildungssystems. Er soll die Orientierung im deutschen Bildungssystem erleichtern und die Vergleichbarkeit nationaler Qualifikationen in Europa ermöglichen. Er verfügt über insgesamt acht Niveaustufen, die das jeweilige Fachwissen, die Fertigkeiten und Kompetenz beschreiben.
Für Absolventen der beruflichen Bildung in Deutschland gilt: Abschlüsse mit zweijähriger Ausbildungszeit sind dem Niveau 3 zugeordnet, mit dreijähriger und dreieinhalbjähriger Ausbildungszeit dem Niveau 4 und Fortbildungsabschlüsse wie Fachwirt und Meister dem Niveau 6. Damit befinden sich Meister und Fachwirte auf derselben Stufe wie Hochschulabsolventen mit Bachelorabschluss.
DQR und EQR können ferner die Anrechnung bereits erbrachter Bildungsleistungen und den Zugang zu Bildungsgängen erleichtern. Rechtliche Ansprüche werden durch die Zuordnung allerdings nicht begründet.
Weitere Informationen zu der Einordnung von IHK-Weiterbildungsabschlüssen.

Ziel der beruflichen Weiterbildung bzw. Fortbildung

Die berufliche Fortbildung soll es ermöglichen, die berufliche Handlungsfähigkeit zu erhalten, anzupassen (Anpassungsfortbildung) bzw. zu erweitern oder beruflich aufzusteigen (Aufstiegsfortbildung).

Beratung zu Weiterbildungsinhalten und Formaten

Welche Weiterbildung für Sie im Einzelfall sinnvoll ist und auch in Frage kommt, hängt von vielen Faktoren ab. Am besten nutzen Sie die Möglichkeit eines persönlichen Beratungsgesprächs und vereinbaren direkt einen Termin mit uns. Selbstverständlich beraten wir Sie auch telefonisch.
Webseiten mit Weiterbildungsträgern, die Lehrgänge zur Vorbereitung auf IHK-Prüfungen und andere Weiterbildungen anbieten, finden Sie unter:
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus wettbewerbsrechtlichen Gründen keine Auskünfte über die Qualität der Lehrgangsanbieter erteilen können.

Seminare

Unsere Tagesseminare (8 Unterrichtseinheiten je 45 Minuten) bieten ein konzentriertes Update zu aktuellen Themen. Kleine Gruppen gewährleisten einen engen, vertrauensvollen Austausch und die Möglichkeit, aktuelle Fragen aus dem Arbeitsalltag einzubringen.
Im Anschluss erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.

Lehrgänge mit IHK-Zertifikat

Die IHK-Zertifikatslehrgänge erweitern und vertiefen in mindestens 50 Unterrichtseinheiten je 45 Minutentheoretisches Wissen, das direkt in Ihrem Berufsalltag in ein aktuelles Projekt umgesetzt werden kann. Die Präsenzzeiten sind hierbei meist über einige Wochen auf jeweils 1 – 2 Tage pro Woche verteilt, dabei kann bei manchen Lehrgängen der Unterricht auch samstags stattfinden. Die Zertifikatslehrgänge schließen mit einem Leistungsnachweis ab, dies kann z. B. ein schriftlicher oder mündlicher Test oder das im Betrieb umgesetzte Lehrgangsprojekt sein.
Nach dem Bestehen des Tests und einer 80%tigen Anwesenheit erhalten Sie ein IHK-Zertifikat.

Lehrgänge mit IHK-Prüfungen

Unsere Lehrgänge wie z. B. Industriemeister, Fachwirte und Betriebswirte bereiten auf die jeweilige IHK-Prüfung vor, nach deren Bestehen ein Einsatz in Führungspositionen oder in anderen herausfordernden Aufgaben möglich ist. Diese Lehrgänge finden berufsbegleitend abends und samstags statt. Abhängig vom angestrebten Abschluss müssen Sie dafür zwischen einem und 3,5 Jahre einplanen. Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfungen erhalten Sie eine Zeugnisurkunde und ein Zeugnis mit Noten.

ILIAS

Mit unserem Learning Management System Ilias unterstützen wir den Lernfortschritt unserer Teilnehmer insbesondere in den Vorbereitungslehrgängen. Auf dieser Online-Plattform stellen Dozenten zusätzliche Unterlagen und Aufgaben zur Verfügung, Teilnehmer können sich austauschen und zusammen an Aufgaben arbeiten. Außerdem besteht mit Ilias die Möglichkeit, Unterricht im Webinarformat abzuhalten, falls ein Präsenzunterricht einmal nicht möglich ist.

Online-Formate

Falls eine Teilnahme an Präsenzlehrgängen aufgrund zeitlicher Verpflichtungen nicht möglich ist oder andere Formate dem eigenen Lernstil mehr entsprechen, bieten Blended-Learning-Lehrgänge und Webinare gute Alternativen, Weiterbildung in den beruflichen Alltag zu integrieren.
Blended-Learning verbindet Online-Module mit Präsenzveranstaltung und bietet damit eine ideale Kombination beider Lernvarianten.
Bei Webinaren findet der Unterricht nur online statt, während den Sitzungen ist ein Austausch mit anderen Teilnehmern und dem Dozenten möglich. Verpassen Sie eine Einheit, können Sie diese später noch einmal aufrufen.

Dozenten der IHK

Unabhängig vom Format vermitteln unsere erfahrenen Dozenten Theorie und Praxis in einer Form, die es den Teilnehmern ermöglicht, neu erlerntes Wissen unmittelbar im beruflichen Alltag einzusetzen. Darüber hinaus sind IHK-Veranstaltungen immer auch eine Plattform, bei der sich Teilnehmer untereinander vernetzen und gegenseitig von ihren vielfältigen Erfahrungen unabhängig von der Branche profitieren können. Erfahren Sie mehr über unsere einzelnen Dozenten.

Anmeldung zu IHK-Weiterbildungsveranstaltungen

Haben Sie eine passende Weiterbildung gefunden, können Sie sich direkt auf unserer Webseite anmelden.

Ist der Einstieg in einen laufenden IHK-Vorbereitungslehrgang möglich?

Grundsätzlich ist ein Einstieg auch nach dem Start der Veranstaltung möglich. Allerdings müssen Sie beachten, dass der bereits behandelte Unterrichtsstoff im Eigenstudium nachgeholt werden muss.

Gibt es einen Anmeldeschluss?

Die Anmeldung ist jederzeit möglich. Um der IHK aber die Entscheidung über die Durchführbarkeit der Veranstaltung zu erleichtern, bitten wir Sie um eine frühzeitige Anmeldung, so sichern Sie sich Ihren Teilnehmerplatz.
WICHTIG: Unsere AGBs erlauben es Ihnen bis zu 7 Werktage vor dem ersten Veranstaltungstag kostenfrei zurückzutreten. Die Abmeldung muss schriftlich erfolgen.

Findet der IHK-Lehrgang sicher statt?

Ob ein Lehrgang der IHK stattfinden kann oder nicht, hängt ganz entscheidend vom Erreichen einer Mindestteilnehmerzahl ab.
Tipp: Je früher Sie sich anmelden, desto eher können wir sehen, ob wir für den Kurs die Mindestteilnehmerzahl erreichen.

Wo finden die IHK-Weiterbildungsveranstaltungen statt?

In der Regel finden die Veranstaltungen im Haus der Berufsbildung in Mannheim statt. Wir bieten jedoch auch Veranstaltungen an unseren Standorten in Heidelberg und Mosbach an, den jeweiligen Veranstaltungsort finden Sie im Angebot.

Gibt es unterrichtsfreie Zeiten oder Ferien in der IHK-Weiterbildung?

Die Lehrgänge richten sich in der Regel nach den Schulferien in Baden-Württemberg, insbesondere den Sommerferien. Dies bedeutet jedoch nicht, dass grundsätzlich alle Ferien auch unterrichtsfreie Zeiten sind, auch an Brückentagen findet Unterricht statt. Sie erhalten mit Start Ihres Lehrgangs einen Stundenplan, in dem die Unterrichtszeiten aufgeführt sind.

Was tun bei Krankheit?

Im Rahmen der Erwachsenenbildung ist die Vorlage von Krankmeldungen oder Entschuldigungen für Fehlzeiten während des Lehrgangs der IHK nicht erforderlich. Sollten Sie allerdings Aufstiegs-BAföG beantragt haben oder beteiligt sich Ihr Arbeitgeber an der Weiterbildung, ist die jeweilige Krankmeldung/Entschuldigung ggf. dort vorzulegen.

Gibt es bei der IHK auch Crashkurse zur Prüfungsvorbereitung?

Nein, denn der gesamte Lehrgang bereitet bereits auf die öffentlich-rechtliche Prüfung vor (Vorbereitungslehrgang).

Welche finanziellen Fördermöglichkeiten gibt es?

Als Teilnehmer können Sie die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren fördern lassen.
Erfahren Sie mehr über die Finanzierungsmöglichkeiten in der Beruflichen Weiterbildung. Unsere Kollegin Sabine Dörsam berät Sie gerne.

Beantragung von Aufstiegs-BAföG

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG, Aufstiegs-BAföG) ist ein gesetzlich geregeltes Förderangebot für alle Menschen, die eine berufliche Fortbildung anstreben. Es setzt sich aus unterschiedlichen Förderkomponenten zusammen: Sie beinhalten unter anderem Beiträge zum Lebensunterhalt als Vollzuschuss, die anteilige Übernahme von Kosten für Lehrgänge und Kurse sowie die Vergabe von zinsgünstigen Darlehen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Weitere Informationen und Antragsunterlagen zum Aufstiegs-BAföG. 
WICHTIG: Das Formblatt Z (Bestätigung der IHK über die Zulassung) füllt die IHK Rhein-Neckar nach der Überprüfung Ihrer Zulassungsvoraussetzungen aus. Das Formblatt B (Bescheinigung über den Besuch einer Fortbildungsstätte) wird auf Antrag von Ihrem Lehrgangsanbieter ausgefüllt.

Zahlung von IHK-Weiterbildungsveranstaltungen

Die Lehrgangs- oder Seminarentgelte sind unabhängig von den Leistungen Dritter (z. B. der Agentur für Arbeit oder des Amtes für Ausbildungsförderung) zu entrichten. Das Entgelt für die jeweilige Veranstaltung ist zu dem auf der Rechnung/dem Gebührenbescheid genannten Termin  zu zahlen.
Kosten für Lernmittel sowie Gebühren für Tests und Prüfungen werden bei Bedarf gesondert berechnet.

Ratenzahlung für Weiterbildungsveranstaltungen

Eine Ratenzahlung ist für die Vorbereitungslehrgänge vorgesehen.
Für Zertifikatslehrgänge kann dies nur in Ausnahmefällen in Absprache mit uns vereinbart werden. Diese sind dann verbindlich einzuhalten; bei ausstehenden Beträgen wird der jeweilige Betrag in einer Summe sofort zur Zahlung fällig.

Kündigung einer IHK-Weiterbildungsveranstaltung

Die Kündigungsmodalitäten finden Sie in den AGBs bei der Veranstaltungsanmeldung. Die Kündigung muss schriftlich bei der IHK eingehen. Das Kündigungsrecht aus wichtigem Grund bleibt unberührt, d. h. bei Vorlage eines wichtigen Grundes kann die Maßnahme zum Zeitpunkt des Einganges des Kündigungsschreibens abgerechnet werden; ggf. überzahlte Beträge werden dann erstattet. Maßgebend ist der Eingang der Rücktrittserklärung bei der IHK. Bereits gezahlte Entgelte werden in diesem Fall zurückerstattet; dafür wird jedoch eine Kostenpauschale von 15 Euro erhoben.
Bis sieben Werktage vor Beginn der Veranstaltung kann der Teilnehmer ohne Nennung von Gründen von der Anmeldung in Textform zurücktreten.
Teilnehmer, deren Rücktrittserklärung später eingeht oder die zu den Veranstaltungen nicht oder teilweise nicht erscheinen, sind grundsätzlich zur Zahlung des vollen Entgelts verpflichtet.
Bei Lehrgängen, die sich über mehrere Abschnitte erstrecken, kann der Teilnehmer erstmals zum Ende der ersten drei Monate ab Lehrgangsbeginn kündigen. Danach kann eine Kündigung mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende erfolgen. Die Kündigung muss in Textform erfolgen.
Das Lehrgangsentgelt wird anteilsmäßig bis zum Ablauf der Kündigungsfrist berechnet.