Pressemeldung
Nordspange: Stadtrat entscheidet am Donnerstag
Die IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim, der Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen (LBT) e.V. sowie die Logistikinitiative Regensburg e. V. bekräftigen ihre Unterstützung für die Nordspange Regensburg. Sie fordern den Regensburger Stadtrat auf, die notwendigen Finanzmittel rechtzeitig für den Ausbau und die Einhausung der Nordgaustraße als wesentlichen Bestandteil der Nordspange im städtischen Haushalt bereitzustellen. Abgestimmt wird darüber diesen Donnerstag im Stadtrat.
Mehr Mobilität und Lebensqualität
Die Nordspange ist aus Sicht der regionalen Wirtschaft ein zentrales Infrastrukturprojekt für den Norden Regensburgs. Der vierspurige Ausbau und die Einhausung der Nordgaustraße bündeln den Verkehr, verbessern den Verkehrsfluss und reduzieren zugleich Lärm- und Abgasbelastungen für die angrenzenden Wohngebiete deutlich. Damit verbindet das Projekt verkehrliche Leistungsfähigkeit mit einem spürbaren Gewinn an Lebensqualität.
Darüber hinaus stärkt die Nordspange die Stabilität des gesamten Regensburger Verkehrsnetzes. Sie schafft zusätzliche Kapazitäten und erhöht die Ausfallsicherheit – auch mit Blick auf den Pfaffensteiner Tunnel, der weiterhin eine wichtige Rolle spielt und durch eine ergänzende leistungsfähige Verbindung unterstützt wird.
Entscheidendes Schlüsselprojekt
„Der Ausbau und die Einhausung der Nordgaustraße sind ein zentraler Baustein für eine zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur in Regensburg“, erklärt Markus Schmid, Vorsitzender des IHK-Verkehrsausschusses. „Für Wirtschaft, Pendler und Anwohner braucht es verlässliche Lösungen statt weiterer Verzögerungen. Der Stadtrat ist gefordert, die finanziellen Voraussetzungen für dieses Schlüsselprojekt zu schaffen.“
Der Landesverband der Bayerischen Transport- und Logistikunternehmen (LBT) e. V. unterstreicht vor allem die funktionale Bedeutung des Projekts. Harald Sentner, Bezirksgeschäftsführer Niederbayern/Oberpfalz des LBT, sagt: „Die Wirtschaft ist auf funktionierende Verkehrswege angewiesen. Mit dem vierspurigen Ausbau und der Einhausung entsteht ein leistungsfähiger Bypass, der den Verkehr besser lenkt, Wohngebiete entlastet und den Verkehrsfluss insgesamt stabilisiert. Davon profitieren Anwohner ebenso wie Unternehmen.“
Für die Logistikinitiative Regensburg e. V. steht die Nordspange aktuell an oberster Stelle der verkehrspolitischen Prioritäten. Robert Praschl, 1. Vorsitzender der Logistikinitiative Regensburg, erklärt: „Nach dem Scheitern der Stadtbahn ist die Nordspange das wichtigste Infrastrukturprojekt für Stadt und Landkreis Regensburg. Dass ein für die Mehrheit der Bürger und die Wirtschaft so sinnvolles Vorhaben immer wieder durch politische Unsicherheit verzögert wird, ist kaum nachvollziehbar. Jetzt braucht es eine klare Entscheidung.“
Bürger ins Boot holen
Die drei Institutionen betonen, dass Einwände und Bedenken gegen das Projekt ernst genommen werden müssen. Gleichzeitig verweisen sie auf die langjährigen Planungs- und Abwägungsprozesse, in denen Umwelt- und Anwohnerschutz umfassend berücksichtigt wurden. Eine erneute Verschiebung der Finanzierung würde hingegen bestehende Verkehrsprobleme weiter verschärfen und die Entwicklungschancen der Region beeinträchtigen.
IHK Regensburg, LBT und Logistikinitiative Regensburg appellieren daher gemeinsam an den Stadtrat, im Rahmen der Haushaltsberatungen Verantwortung zu übernehmen und die finanziellen Mittel für den Ausbau und die Einhausung der Nordgaustraße als Teil der Nordspange bereitzustellen.